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VW-Rückruf China und Deutschland: Mehr als eine halbe Million Autos betroffen

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Auch VW Beetle und Jetta betroffen  

Volkswagen ruft in China über eine halbe Million Autos zurück

17.10.2014, 14:17 Uhr | dpa

VW-Rückruf China und Deutschland: Mehr als eine halbe Million Autos betroffen. VW Jetta: Rückruf wegen Achsproblemen (Quelle: Hersteller)

VW Jetta: Rückruf wegen Achsproblemen (Quelle: Hersteller)

Europas größter Autobauer Volkswagen und sein chinesischer Partner FAW rufen in China mehr als eine halbe Million Autos zurück. Wegen Problemen mit den Hinterachsen der Fahrzeuge würden 563.605 Sagitar-Modelle zurück in die Werkstätten beordert, teilte Chinas Qualitätsbehörde mit. Auch deutsche Fahrzeuge sind vom Rückruf betroffen.

Zusätzlich ruft VW der Mitteilung zufolge ebenfalls wegen Achsproblemen 17.485 importierte Beetles zurück. In Deutschland sollten 15.500 Autos zurückgerufen werden, sagte Volkswagen-Sprecher Pietro Zollino. Unklar sei noch, ob die amerikanische Sicherheitsbehörde der chinesischen Empfehlung folgen werde.

Zollino sagte aber: "Die Achse ist sicher." Es liege kein Materialfehler vor. Das Problem am sogenannten Koppellenker - eines der Bauteile, die die Achse führen - trete auf bei Vorschäden, etwa bei einem Heckaufprall. Wegen der Sorgen der Behörden würden die Fahrzeuge mit dem entsprechenden Bauteil zurückgerufen. Es werde aber keine neue Achse montiert, sondern im Falle eines Schadens verbauten die Werkstätten identische, aber unbeschädigte Teile.

VW Beetle und Jetta betroffen

Zu den in Deutschland vom Rückruf betroffenen Autos zählten der VW Beetle mit den kleineren Motorisierungen und der Jetta, sagte der Sprecher. Um Autofahrer bei Schäden an der Achse zu warnen, werde ab 2015 ein zusätzliches Blech verbaut, das im Schadensfalle laut und vernehmlich klappere.

Mit etwa einem Drittel Anteil entscheidet China maßgeblich über Wohl und Wehe beim VW-Absatz: Von den in den ersten drei Quartalen ausgelieferten 7,4 Millionen Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen entfiel mehr als ein Drittel auf China. Erst kurz zuvor hatte der VW-Konzern sein Gemeinschaftsunternehmen mit FAW auf dem inzwischen weltgrößten Automarkt China nach gut 20-jähriger Kooperation bis 2041 verlängert. Volkswagen ist in China mit zwei Joint-Venture-Partnern unterwegs: neben FAW auch noch SAIC. Ein örtlicher Partner ist in China Vorschrift.

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