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General Motors: Mindestens 42 Todesfälle wegen defekter Zündschlösser

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Defekte Zündschlösser  

General Motors räumt mindestens 42 Todesfälle ein

16.12.2014, 09:55 Uhr | dpa

General Motors: Mindestens 42 Todesfälle wegen defekter Zündschlösser . US-Autobauer General Motors muss 42 Todesfälle aufgrund defekter Zündschlösser eingestehen (Quelle: dpa)

US-Autobauer General Motors muss 42 Todesfälle aufgrund defekter Zündschlösser eingestehen (Quelle: dpa)

42 Menschen sind ums Leben gekommen, weil deren Autos aufgrund defekter Zündschlösser nicht mehr beherrschbar waren. Das hat der US-Autohersteller General Motors (GM) jetzt eingeräumt. Bei dem Anwalt Kenneth Feinberg, der einen von GM eingerichteten Entschädigungsfonds verwaltet, sind seit August 251 Anträge eingegangen, in denen Schadenersatz wegen tödlicher Unfälle geltend gemacht worden sei.

Davon würden derzeit noch 34 Fälle geprüft. Anfänglich hatte der Konzern nur 13 Todesfälle anerkannt.

General Motors: 800.000 Euro Schadenersatz für Opfer

GM zahlt pro Todesopfer mindestens eine Million Dollar (gut 800.000 Euro) an die Hinterbliebenen, für Ehepartner und Unterhaltsberechtigte sollen zusätzlich je 300.000 Dollar fließen. Dazu kommen weitere Entschädigungszahlungen für erlittene Verletzungen. Der Konzern hat für diese Entschädigung mehrere hundert Millionen Dollar zurückgelegt.

Feinberg erklärte, dass insgesamt 2326 Forderungen nach Schadenersatz bei dem Fonds eingegangen seien. Die Frist für Antragssteller läuft nach einer Verlängerung Ende Januar ab.

Auto kann unbeherrschbar werden

General Motors musste Anfang des Jahres 2,6 Millionen Autos aus den Jahren 2003 bis 2011 zurückrufen, weil die Zündschlösser während der Fahrt in die Aus-Position springen und so neben dem Motor auch die Elektronik ausschalten können. Dies kann dazu führen, dass Airbags, Servolenkung und Bremskraftverstärker ausfallen.

Dem Unternehmen wird vorgeworfen, die Lösung des Problems verschleppt zu haben.

Im Mai hatte GM wegen der verspäteten Rückrufe die Zahlung einer Geldbuße von 35 Millionen Dollar an die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA akzeptiert. Auch das Justizministerium untersucht das Vorgehen des größten Autokonzerns der USA.

Sammelklagen gegen GM

Landesweit reichten Anwälte Sammelklagen gegen General Motors ein. Während das Unternehmen Unfallopfer und ihre Familien entschädigen will, wehrt es sich gegen die Forderungen eines Großteils der Autobesitzer, die Reparaturkosten oder einen Wertverlust geltend machen wollen.

Als Reaktion auf die Affäre veranlasste die Konzernchefin Mary Barra eine Qualitätsüberprüfung bei GM-Modellen, die weitere Rückrufe zur Folge hatte. Der Konzern holte seit Jahresbeginn weltweit mehr als 30 Millionen Autos wegen verschiedener Mängel in die Werkstätten. Besonders betroffen ist der nordamerikanische Markt.

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