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Autohersteller: Das kommt auf die Premiumhersteller zu

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CO2-Vorgaben, Elektro und Leichtbau  

Das kommt auf die Premiumhersteller zu

27.01.2015, 15:27 Uhr | Press-Inform

Autohersteller: Das kommt auf die Premiumhersteller zu. Auch bei den Premiumherstellern ist längt nicht alles eitel Sonnenschein (Quelle: Hersteller)

Auch bei den Premiumherstellern ist längt nicht alles eitel Sonnenschein (Quelle: Hersteller)

Viele der Premiumhersteller können auf ein überaus erfolgreiches Jahr 2014 zurückblicken. Die Verkäufe stimmten, die Erträge meistens auch. Doch die Verantwortlichen von Audi, Jaguar, BMW, Porsche oder Mercedes sind weit davon entfernt, allein mit einem strahlenden Lächeln in die Zukunft zu blicken. Denn die Herausforderungen, die dort lauern, könnten schwerer kaum sein.

Die Politik gibt sich länder- und kontinentübergreifend alle Mühe, die Autohersteller zu gängeln, zu nerven und mit immer neuen Vorgaben das Leben schwer zu machen. Besonders für die Entwicklungsabteilungen wird es nach schweren Jahren alles andere als einfacher.

Audi muss neues bringen

Die Ingolstädter stehen in Sachen Verkäufe und Erträge prächtig da; doch die Stimmung ist alles andere als gut. In Design und Technologie ist Audi hinter Mercedes und insbesondere BMW zurückgerutscht. Der edle VW-Ableger hat reagiert und mit Ulrich Hackenberg einen neuen starken Mann an die Donau geholt, der alle Hebel in Bewegung setzt.

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Modelle wurden umgekrempelt und der Gesandte von Konzernchef Martin Winterkorn holte mit Marc Lichte gleich noch seinen Lieblingsdesigner in den sonnigen Süden des Landes. Doch bis die neuen Audi-Schönheiten mit Lichte-Linien kommen, wird es 2016. Vorher bleiben abgesehen vom Q1 große Design-Neuerungen aus. A4, A4 Avant, A5, Q7 und besonders der R8 muten eher wie gründliche Modellpflegen, denn als neue Autos an. Da heißt es warten auf A8, A6 und A7.

Wichtig - gerade auch für das Image: mehr Quattro und weniger Frontantrieb.

Zudem setzt die Marke mit den vier Ringen alles daran, ihr Leichtbauimage wieder ins Rampenlicht zu rücken, das ihnen BMW abspenstig gemacht hat. Auch bei anderen High-Tech-Themen wie Licht und Antrieb müssen die Audi-Entwickler Schwerstarbeit leisten. Da hilft nicht selten das Volkswagen-Regal; doch das steht manchmal eben auch im Wege, genau wie der jüngst proklamierte Sparkurs.

BMW: mehr Sportlichkeit wagen

Die Bayern aus München stehen derzeit ähnlich strahlend da, wie der deutsche Fußballmeister aus der gleichen Heimat. Doch BMW ist trotz der Rekordverkäufe in den letzten Jahren nicht alles gelungen. Das grandios-sportliche Image wurde mit ebenso effizienten wie emotionslosen Drei- und Vierzylindern verwässert. Jetzt wurde sogar der Heilige Gral des Hinterradantriebs geopfert, um Familien mit dem 2er Active Tourer zu beglücken. Weitere Modelle werden folgen.

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BMW macht technisch vieles richtig; steht jedoch kurz davor, in die Designfalle zu tappen, in die Audi vor ein paar Jahren taumelte: die einzelnen Modelle sehen sich zu ähnlich. Was wird aus neuen i-Modellen, die i3 und i8 folgen sollen? Mehr Sportlichkeit und Emotionen sind ein Muss. Und die M GmbH schaut mit feuchten Augen nach Affalterbach.

Mercedes: Wie entwickeln sich Smart und Maybach?

Die Stuttgarter haben sich in den vergangenen zwei Jahren wieder prächtig berappelt. Die noch junge S-Klasse pulverisiert bei den Verkaufszahlen die Konkurrenz und macht das Aushängeschild des Konzerns mit letztlich sechs Modellen zur eigenen Submarke. Kaum schlechter steht die Mercedes C-Klasse da; und mit dem AMG GT hat die Marke ein Auto auf den Markt gebracht, dass für die Emotionen sorgt.

Ob Smart nach der Renault-Heirat ein echter Erfolg wird, bleibt dabei genauso ungewiss wie die Edelmarke Maybach, die ohne echten Grund nach zwei Jahren wieder herausgeholt wurde. Braucht eine S-Klasse ein Maybach-Label, um wirklich edel zu sein? Trotzdem: die Schwaben kommen stärker denn je.

Porsche: Die SUV bestimmen mittlerweile das Image

Auch im Stuttgarter Westen wird gestrahlt. Denn Porsche hat nie mehr Autos verkauft als 2014. Doch für den Erfolg sind seit Jahren nicht die Sportwagen in Form von 911, Boxster und Cayman verantwortlich. Mit dem neuen Macan haben die SUV endgültig das Zepter übernommen und drücken der Marke ihren Verkaufsstempel auf.

Daran ändern auch zögerliche Motorsportambitionen wie die Rückkehr zur WEC-Le-Mans-Serie oder ein Power-Hybride wie der Porsche 918 nichts. Aus diesem Motorsportengagement heraus kommen bald aufgeladene Vierzylinder für Boxster und Cayman und bald auch kleinere Sechszylinder mit Turbopower für die nächsten 911er-Modelle.

Da werden einige Kunden auf die Barrikaden gehen.

Jaguar Land Rover: Design und Gewicht im Vordergrund

Es wäre töricht, allein die deutschen Hersteller vor großen Herausforderungen zu sehen. Bei Jaguar Land Rover, zuletzt stärker denn je, gibt es ebenfalls viel zu tun. Mit dem XE soll der Leichtbau in die Mittelklasse gebracht werden, um BMW 3er und Mercedes C-Klasse zu gefährden. Doch insbesondere mit dem neuen XF und gerade der dümpelnden Luxuslimousine XJ muss Jaguar etwas einfallen. Hier ist der Abstand zur Konkurrenz nicht nur durch das polarisierende Design riesig.

Auch bei Themen wie Hybrid, Vernetzung und Fahrerassistenz muss sich Jaguar etwas einfallen lassen. Bei Land Rover sieht es besser aus – doch abspecken ist auch hier angesagt. Und sparsamere Triebwerke sind für fast alle Modelle überfällig - gerade bei den Benzinern.

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