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Verkehrsrecht: Keine "Drei-Sekunden-Regel" bei zu dichtem Auffahren

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"Drei-Sekunden-Regel" gilt nicht  

Dichtes Auffahren ist (fast) immer strafbar

04.02.2015, 15:56 Uhr | SP-X

Verkehrsrecht: Keine "Drei-Sekunden-Regel" bei zu dichtem Auffahren. Drängler können sich nicht auf die "Drei-Sekunden-Regel" berufen (Quelle: imago)

Drängler können sich nicht auf die "Drei-Sekunden-Regel" berufen (Quelle: imago)

Wer zu dicht auffährt, kann dafür bestraft werden. Eine "Drei-Sekunden-Regel" oder Ähnliches gilt bei zu geringem Abstand zum vorausfahrenden Auto grundsätzlich nicht. Das geht aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hervor, welches den Tatbestand der Abstandsunterschreitung konkretisiert.

Der betroffene Autofahrer hatte gegen das vom Amtsgericht verhängte Bußgeld Beschwerde eingelegt. Er argumentierte, eine Abstandsunterschreitung könne nur dann geahndet werden, wenn sie über eine Strecke von mindestens 140 Metern oder über drei Sekunden vorliege.

Das wäre in seinem Fall nicht feststellbar gewesen, da er auf der Videoaufnahme teilweise von einem anderen Auto verdeckt wurde.

OLG: Abstandsunterschreitung ist ordnungswidrig

Das OLG widersprach dieser Auffassung. Nach den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StVO) sei eine Abstandsunterschreitung bereits dann ordnungswidrig, wenn der Fahrer zu irgendeinem Zeitpunkt seiner Fahrt den vorgeschriebenen Abstand unterschreite, urteilten die Richter.

Ausnahmen nur in Einzelfällen

Eine "nicht nur vorübergehende Abstandsunterschreitung" verlange das Gesetz nicht. Nur in Einzelfällen komme es darauf an. Nämlich bei einem kurzzeitig geringen Abstand, ohne dass dies dem Nachfahrenden vorzuwerfen wäre: Beispielweise wenn der Vorausfahrende plötzlich abbremst oder bei einem abstandsverkürzenden Spurwechsel. (3 RBs 264/14)

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