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Nach Nissan und Toyota nun auch Honda: Rückruf von Takata-Airbags

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Jetzt auch Honda-Rückruf  

Probleme mit Takata-Airbags nehmen kein Ende

14.05.2015, 13:05 Uhr | dpa

Nach Nissan und Toyota nun auch Honda: Rückruf von Takata-Airbags. Auch der Hersteller Toyota ist von den fehlerhaften Takata-Airbags betroffen. (Quelle: dpa)

Auch der Hersteller Toyota ist von den fehlerhaften Takata-Airbags betroffen. (Quelle: dpa)

Das jahrelange Debakel um fehlerhafte Airbags des Zulieferers Takata geht weiter: Nach Nissan und Toyota muss nun auch Honda fast zwei Millionen Autos zurückrufen. Wie viele Fahrzeuge in Deutschland betroffen sind, konnte der japanische Autobauer nicht mitteilen.

Damit steigt die Zahl der Honda-Autos, die wegen fehlerhafter Produkte der Firma Takata noch einmal überprüft werden müssen, auf insgesamt 19,6 Millionen. Honda ist damit das am stärksten betroffene Unternehmen bei den Airbag-Rückrufen

Die Zahl der Autos, die wegen möglicher Airbag-Fehler überprüft oder zurückgerufen werden müssen, ist mittlerweile gigantisch hoch: Inklusive kleinerer Rückrufe stieg die Zahl der Autos mit Airbag-Problemen seit 2008 laut der Nachrichtenagentur Bloomberg auf jetzt fast 30 Millionen Stück.

Airbags können platzen

Die Airbags können nach Toyota-Angaben wegen mangelhafter Verarbeitung platzen: Dabei kommt es zu einer Explosion, die Teile der Metallverkleidung durch den Fahrzeugraum schleudern und zu schweren Verletzungen führen kann. Nissan spricht von Problemen beim Beifahrer-Airbag. Bei dessen Entfaltung könnte einer Sprecherin zufolge ein zu hoher Druck entstehen, durch den sich Teile vom Airbag-Gehäuse lösen können.

Weder Toyota noch Nissan lagen bislang Berichte über Verletzte oder gar Tote durch die jüngsten Airbag-Probleme vor. Bei Honda sieht das allerdings anders aus: In Honda-Fahrzeugen waren jene Airbags von Takata eingebaut, die mit dem Unfalltod von sechs Menschen in Verbindung gebracht werden. Gegen den japanischen Zulieferer ermitteln in den USA Staatsanwaltschaft und Aufsichtsbehörden.

Deutsche Autobauer ohne Probleme

Deutschlands Hersteller scheinen vom Takata-Debakel verschont geblieben zu sein. Europas größter Autobauer Volkswagen ist von den Problemen des Zulieferers nach wie vor nicht betroffen. Das sagte ein Sprecher des Konzerns. Auch der Stuttgarter Autobauer Daimler hat nach eigenen Angaben keine Probleme, ebenso wenig wie der Münchner Konkurrent BMW.

Opel musste deswegen ebenfalls nach eigenen Angaben ebenfalls keine Autos zurückrufen.

Das ist der Hersteller Takata

Der japanische Zulieferer Takata fertigt für viele Autohersteller. Der 1933 gegründete Konzern mit Sitz in Tokio ist auf Schutzsysteme wie Sicherheitsgurte oder Airbags spezialisiert. Weltweit beschäftigt Takata rund 44.000 Menschen und hat nach eigenen Angaben 56 Werke in 20 Ländern. Die Gruppe macht nach jüngsten Angaben insgesamt einen Jahresumsatz von umgerechnet rund vier Milliarden Euro.

Die Europa-Zentrale liegt in Aschaffenburg, dem Sitz des früheren deutschen Airbag- und Lenkradherstellers Petri AG, den Takata 2000 übernommen hatte

Gleiche Teile in vielen Fahrzeugen

Um Kosten zu sparen, setzen die Hersteller zunehmend auf gleiche Teile für mehrere Modelle. Das sogenannte Baukasten-Prinzip hat viele Vorteile - solange nichts kaputtgeht. Macht ein einziges Teil Probleme, trifft es dann oft gleich massenweise Autos.

Wegen Sicherheitsmängeln mussten 2014 laut einer Studie des Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach so viele Autos zurückgerufen werden wie nie zuvor. Allein in den USA - dem weltweit zweitgrößten Automarkt - kamen im vergangenen Jahr fast 63 Millionen Wagen wegen sicherheitsrelevanter Probleme in die Werkstätten.

Das waren mehr als doppelt so viele wie im bisherigen Rekordjahr 2004.

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