Startseite
Sie sind hier: Home > Auto > Aktuelles >

Autorabatte und Abgas-Skandal: Warum Neuwagen diesen Herbst noch günstiger werden könnten

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Autorabatte  

Warum Neuwagen diesen Herbst noch günstiger werden könnten

07.10.2015, 11:56 Uhr | t-online.de, mid, dpa

Autorabatte und Abgas-Skandal: Warum Neuwagen diesen Herbst noch günstiger werden könnten. Neuwagen: Im Herbst kann das eine oder andere Auto-Schnäppchen gemacht werden. (Quelle: Reuters/Westend61)

Neuwagen: Im Herbst kann das eine oder andere Auto-Schnäppchen gemacht werden. (Quelle: Westend61/Reuters)

Herbstzeit ist bei Neuwagen traditionell Rabattzeit. Denn Hersteller und Händler wollen ihre Zulassungsziele erreichen. Jetzt kommt noch der Abgas-Skandal von VW hinzu - und auch er wird sich deutlich auf die Preise beim Autokauf niederschlagen.

Dieser Meinung ist Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen. In der Folge können sich Autokäufer auf weiter steigende Rabatte freuen - obwohl gerade VW schon im September kräftig an der Nachlass-Schraube gedreht hat.

Hohes Rabatt-Niveau

Bereits im Vormonat wurde der Golf massiv "gestützt", wie Dudenhöffer die Rabatte von bis zu 21 Prozent bei großen Internet-Vermittlern nennt. Dazu kommen noch 17.800 Neuwagen, die im vergangenen Quartal als Eigenzulassungen auf die Straßen gebracht wurden. Dass die offensive VW-Politik einen deutlichen Einfluss auf den erneuten Anstieg des Rabatt-Niveaus im deutschen Automarkt hat, ist für den "Auto-Professor" klar. Er registrierte das zweithöchste Rabatt-Niveau seit dem Jahr 2010, der durch generell hohe Preisnachlässe bei den Händlern und zunehmende Tageszulassungen zu erklären ist.

UMFRAGE
Erwarten Sie höhere Rabatte nach dem Abgas-Skandal?

Hier gibt es die höchsten Nachlässe

Die höchsten Nachlässe gibt es weiter beim Hyundai i30 mit durchschnittlich 26,7 Prozent. Beim "Diesel Deal" für Limousine und Kombi sind es in der Spitze sogar 30,2 Prozentpunkte, beim Seat Leon 26 Prozent und beim Skoda Yeti 25,3 Prozent. Audis werden mit niedrigen Rabatten zwischen 13 Prozent und 14 Prozent angeboten, die Werte für BMW liegen auf einem ähnlichen Niveau - außer beim 1er, dessen Basismodell mit 18,6 Prozent Nachlass zu haben ist. Sogar für den neuen Opel Astra gibt es bereits Händleranzeigen, die mit Rabatten werben. "Diese bleiben aber mit 10 Prozent bis 11 Prozent noch zurückhaltend", so Dudenhöffer.

Autorabatte: Zulassungsziele müssen erfüllt werden

Generell stehen die Autohändler im Herbst unter Druck: "Häufig versuchen Hersteller, ihre Zulassungsziele im letzten Quartal des Jahres durch besondere Anreize noch zu erfüllen", sagt Karsten Neuberger von CAR. Dafür loben sie Zulassungsprämien an Händler aus, die dann wiederum zum Ankurbeln ihres Verkaufs höhere Rabatte gewähren können.

Der Haken dabei: Wer zum Jahresende ein neues Auto kauft und zulässt, sollte dabei bedenken, dass dieses Jahr dann in den Fahrzeugpapieren steht. "Das kann den Wiederverkaufswert etwas schmälern, denn die Leute schauen beim Kauf automatisch auf das Zulassungsjahr", erläutert Neuberger.

Insgesamt spiele die Jahreszeit aber keine allzu große Rolle für Entwicklung der Rabatte, sagt Neuberger. "Wir registrieren auch im Frühjahr, wo traditionell viel gekauft wird, mitunter hohe Nachlässe", sagt der Leiter für Preisstudien beim CAR-Institut, das einmal im Monat einen Rabatt-Index für Neuwagen erstellt.

Anzeige 
Welcher Gebrauchte ist dein Nächster?

Finde deinen neuen Wagen in Deutschlands größtem Fahrzeugmarkt. Jetzt suchen

Nicht nur auf den Preis schauen

Neuberger rät beim Autokauf zum langfristigen Planen. "Man sollte den Markt wirklich ohne Druck sondieren und im besten Moment zuschlagen", sagt Neuberger. Wer sich von zwei bis drei Händlern Angebote einholt, kann Preise vergleichen - und hat bessere Argumente zum Nachverhandeln, um Rabatte rauszuschlagen.

Kritik an Nachlass-Politik

Nicht jeder ist allerdings mit Autorabatten zufrieden - auch die Autobranche nicht unbedingt: Jürgen Karpinski, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK), kritisierte diese Praxis der Rabattgewährung: "Wir verkaufen ein wertvolles Produkt zu billig, die ganze Branche schmeißt mit Prozenten um sich," sagte Karpinski.

"Fragen Sie mal bei Apple nach Rabatt"

Er wies gleichzeitig auf die "nicht zufriedenstellende Rendite" im deutschen Kfz-Gewerbe hin. Für den Verbandschef sind vor allem die Autohersteller für die Rabattschlachten verantwortlich. Deren Überproduktion mache den Markt kaputt. Karpinski sieht die IT-Branche als Vorbild für eine bessere Verkaufsstrategie: Begehrlichkeit für ein Produkt zu wecken, führe weg von den Preiskämpfen: "Fragen Sie mal bei Apple nach Rabatten," so der ZDK-Chef.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige
AnzeigeGebrauchtwagensuche
Welcher ist Ihr nächster?

Finden Sie hier Ihren neuen Gebrauchten:

 


Anzeige
shopping-portal