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VW-Rückruf im Abgas-Skandal: Warum das KBA hart durchgreift

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VW-Rückruf im Abgas-Skandal  

Warum das KBA jetzt so hart durchgreift

15.10.2015, 16:34 Uhr | Michael Rebmann, AFP

VW-Rückruf im Abgas-Skandal: Warum das KBA hart durchgreift. Abgas-Skandal nimmt ernste Dimensionen an: Ein Rückruf vom KBA ist keine freiwillige Service-Aktion. (Quelle: dpa)

Abgas-Skandal nimmt ernste Dimensionen an: Ein Rückruf vom KBA ist keine freiwillige Service-Aktion. (Quelle: dpa)

Im Abgas-Skandal hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) den Rückruf von 2,4 Millionen Diesel-Fahrzeugen angeordnet. Diese Anordnung ist ungewöhnlich, denn normalerweise greifen die Flensburger Behörde nur in Ausnahmefällen so drastisch ein.

Was ist ein Rückruf?

"Rückruf ist nicht gleich Rückruf", heißt es beim KBA. Grundsätzlich reagieren Hersteller damit auf Produktmängel an bestimmten Fahrzeugen. Es gibt weniger schwere Gründe für Rückrufe - hier wird von einer Serviceaktion gesprochen - und sogenannte "ernste Gefährdungen".

Was ist eine ernste Gefährdung?

Sie liegt laut KBA vor, wenn" Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen anwendbarer Rechtsverordnungen" nicht eingehalten werden. Oder die Sicherheit und Gesundheit von Personen gefährdet sind. Als Beispiel nennt die Behörde den Fall, dass ein Auto während der Fahrt von einem Augenblick auf den nächsten nicht mehr zu lenken ist. Fällt dagegen nur die Lenkunterstützung (Servolenkung) aus, liegt keine ernste Gefährdung vor, da sich das Auto noch lenken lässt.

Wann ordnet das KBA Rückrufe an?

Das Bundesamt greift dann ein, wenn eine ernste Gefährdung vorliegt und der Hersteller mit eigenen Maßnahmen die Gefahr nicht "ausreichend wirkungsvoll" beseitigen kann, heißt es in Flensburg.

Liegt bei VW eine ernste Gefährdung vor?

Für die Fahrsicherheit stellt die Manipulationssoftware aber keine Gefahr dar. VW und auch das Bundesverkehrsministerium haben immer wieder betont, dass die betroffenen Diesel-Fahrzeuge verkehrstüchtig sind.

Die Dimension sprengt die herkömmliche Definition

Im Fall VW spiele die Dimension eine Rolle, erklärt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU). Es sei daher "richtig, dass das KBA den Rückruf angeordnet hat", sagt der Minister.

Wer ist für den Rückruf verantwortlich?

Für eine Rückrufaktion ist der Hersteller verantwortlich. Er ist Ansprechpartner für die betroffenen Autofahrer. Werden Kunden vom KBA angeschrieben, handelt es sich lediglich um eine Serviceleistung. Hersteller kommen über das Bundesamt an die Adressen von betroffenen Fahrzeughaltern und können sie von der Behörde anschreiben lassen.

Was kosten Rückrufe die Autofahrer?

Nichts, außer Zeit und Nerven. Die Kosten dafür trägt der Hersteller.

Müssen Autobesitzer an Rückrufen teilnehmen?

Wenn die Mängel Einfluss auf die Verkehrssicherheit oder die Umwelt haben, müssen Autobesitzer ihr Fahrzeug in die Werkstatt bringen. Denn: Autobesitzer sind für den verkehrssicheren Zustand ihres Autos verantwortlich.

Zulassung kann entzogen werden

Am Ende der Rückrufaktion werden die nicht reparierten Fahrzeuge vom KBA an die Zulassungsbehörden gemeldet. Sie können dann die Zulassung für Fahrzeuge entziehen.

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