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VW-Skandal: Volkswagen dementiert weitere Diesel-Manipulation

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Abgas-Skandal weitet sich aus  

US-Behörde: VW manipulierte auch bei großen Motoren

03.11.2015, 17:42 Uhr | AFP, dpa, rtr, AP

VW-Skandal: Volkswagen dementiert weitere Diesel-Manipulation. Der Porsche Panamera Diesel ist möglicherweise auch vom Abgas-Skandal betroffen. (Quelle: Hersteller)

Der Porsche Panamera Diesel ist möglicherweise auch vom Abgas-Skandal betroffen. (Quelle: Hersteller)

Der milliardenschwere Abgas-Skandal könnte für Volkswagen noch teurer werden. Nach Angaben der US-Umweltbehörde EPA hat der Konzern auch Drei-Liter-Motoren manipuliert. Volkswagen hat die neuen Vorwürfe umgehend zurückgewiesen.

Der Autobauer teilte mit: "Die Volkswagen AG betont, dass keine Software bei den 3-Liter V6-Diesel-Aggregaten installiert wurde, um die Abgaswerte in unzulässiger Weise zu verändern."

Abgas-Skandal: Auch Audi dementiert

"Unsere Software ist gesetzeskonform", sagte Audi-Sprecher Udo Rügheimer. Derzeit wisse Audi noch nicht, wie die EPA zu den Messwerten gekommen sei. Nun müsse Audi mit den Behörden die Funktionsweise des Programms "vielschichtig durchsprechen", sagte der Sprecher.

Abgas-Skandal: Wieder eine Software im Visier

Den Vorwurf selber, der die Wolfsburger den Angaben zufolge ebenfalls am Montag erreichte, beschreibt der Konzern damit, dass es um eine Software gehe, "die im Genehmigungsprozess nicht hinreichend beschrieben worden sei". Das Unternehmen versicherte, man werde mit der EPA "vollumfänglich kooperieren", um alles "rückhaltlos aufzuklären".

3,0 Liter TDI betroffen

Zuvor hatte die EPA den Wolfsburgern vorgeworfen, auch bei größeren Diesel-Motoren der Modelljahre 2014 bis 2016 getrickst zu haben: "VW hat einmal mehr seine Verpflichtungen missachtet, sich an die Gesetze zu halten, welche saubere Luft für alle Amerikaner sichern", sagte EPA-Vertreterin Cynthia Giles einer Mitteilung zufolge. "Alle Hersteller sollten nach denselben Regeln spielen."

Skandal erreicht auch Porsche

Nach Angaben der Behörde wurden in bestimmten Diesel-Modellen der Marken VW, Audi und Porsche der Modelljahrgänge 2014 bis 2016 Diesel-Motoren verbaut, die bei Stickoxid-Emissionen die in den USA erlaubten Grenzwerte um das bis zu Neunfache überträfen. Im einzelnen handele es sich um Fahrzeuge der Typen VW Touareg (2014), Porsche Cayenne (2015) sowie die Audi-Modelle A6 Quattro, A7 Quattro, A8, A8L und Q5 (2016).

"Defeat Device" verbaut oder nicht? 

Die Materie ist vielschichtig. Nicht alles, was per Motorsteuerung die Abgase mildert, ist gleich eine illegale Software. So führen Motoren beispielsweise in bestimmten Fahrsituationen Abgase zurück und verbrennen sie erneut.

Die EPA definiert die Kernfrage dabei so: "Ein Zusatz-Instrument zur Abgas-Kontrolle, das zum Überlisten von Abgastests entwickelt wurde, ist ein 'defeat device'". Und eben jenes "defeat device", ein Instrument zum Ausstechen der Testsituation, ist illegal. Hierzulande spricht das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) von einer "unzulässige Abschalteinrichtung im Sinne der Gesetzgebung".

EPA spricht von 10.000 Modellen

Wie viele Fahrzeuge in den USA und weltweit nun zusätzlich betroffen sind, ist bislang nicht bekannt: Die neuerliche Rüge der EPA betreffe ungefähr 10.000 Dieselfahrzeuge, die seit dem Modelljahr 2014 in den USA verkauft worden seien. Zusätzlich sei eine bislang unbekannte Zahl aus dem Modelljahrgang 2016 betroffen.

Umfangreiche Rückrufaktion

Der Wolfsburger Konzern hatte schon vor Wochen zugegeben, weltweit in bis zu elf Millionen Autos der Marken VW-Pkw, VW-Nutzfahrzeuge, Audi, Seat und Skoda eine Software eingebaut zu haben, die Abgaswerte von Dieselfahrzeugen bei Tests manipuliert.

Allein in Deutschland müssen 2,4 Millionen Diesel ab Januar 2016 in die Werkstatt. EU-weit sind 8,5 Millionen Fahrzeuge betroffen. Neben Ausgaben für die Rückrufe drohen Kosten etwa für Klagen und Schadenersatz. Laut dem Konzern steht der Zeitpunkt für weitere Milliarden-Rückstellungen noch nicht fest.

VW-Aktie wieder unter Druck

Erstmals seit mehr als 20 Jahren rutschte Volkswagen durch die Affäre in die roten Zahlen. Im dritten Quartal musste der Konzern wegen der hohen Rückstellungen für die Folgen der Diesel-Manipulationen einen Milliardenverlust ausweisen. Die VW-Aktie verlor seit Bekanntwerden des Skandals mehr als die Hälfte an Wert. Am Montag zog der Dax-Wert zunächst an, rutschte nachbörslich jedoch wieder ab. 

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