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Kommentar zum Abgas-Skandal: Bei VW geht es um die Wurst

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Kommentar zum Abgas-Skandal  

Bei VW geht es um die Wurst

06.11.2015, 15:24 Uhr | t-online.de

Kommentar zum Abgas-Skandal: Bei VW geht es um die Wurst. Im Abgas-Skandal übt der VW-Konzern die Salami-Taktik. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Montage T-Online.de)

Im Abgas-Skandal übt der VW-Konzern die Salami-Taktik. (Quelle: Montage T-Online.de/Thinkstock by Getty-Images)

Ein Kommentar von Patrick Schäfer.

Vor wenigen Wochen warnte die Weltgesundheitsorganisation WHO vor Wurst. Wie gefährlich der Umgang mit verarbeiteten Fleischwaren sein kann, bekommt nun der VW-Konzern zu spüren. 

In Wolfsburg betreibt VW eine eigene Fleischerei, die Würstchen herstellt. Jetzt tischt der größte deutsche Currywurst-Hersteller im Zuge des Abgas-Skandals mit seiner Salami-Taktik Verbrauchern und Behörden fast jede Woche neue Unappetitlichkeiten auf.

Krisenmanagement? Fehlanzeige

Haben denn die VW-Manager nichts aus dem ADAC-Skandal im vergangenen Jahr gelernt? Dabei sind Parallelen nicht zu übersehen: Hier wie da trifft es übermächtige und hoch angesehene Branchen-Riesen. Nachdem der für die Manipulationen beim "Gelben Engel" verantwortliche Michael Ramstetter zurückgetreten war, hoffte der Autoclub, aus der Schusslinie zu geraten und versuchte, die Affäre auszusitzen. Das Gegenteil trat ein - statt umfassender Aufklärung prasselten Woche für Woche neue Vorwürfe auf den ADAC ein.

VW läuft den Fakten hinterher

Auch bei Volkswagen geht es seit Beginn des Skandals Mitte September um die Wurst - nur scheint das keiner der Verantwortlichen zu bemerken. Martin Winterkorn ist weg, aber die neue Konzern-Führung eilt den Fakten die sie selbst geschaffen hat hinterher, anstatt sie auf den Tisch zu legen.

So rätselte die Auto-Welt Wochen darüber, bei welchen Modellen jetzt eigentlich der Motor EA 189 verbaut wurde, weil der Konzern es angeblich selbst nicht wusste und weder Kunden noch Händler informierte. Nur scheibchenweise wurden Infos verteilt. Auch bei der Aufregung um den Nachfolge-Motor EA 288 und von den vielleicht betroffenen Dreiliter-TDI-Motoren wurde die Wolfsburger Führung überrascht.

Und jetzt wird aus den "unerklärlichen CO2-Werten" plötzlich eine Manipulation. Wer dafür verantwortlich ist? Das erfahren wir vielleicht nächste Woche. Und vielleicht noch einiges mehr.

Der Schaden ist groß

VW wird allmählich zu einem schwer verdaulichen Brocken, der der Autowelt und dem weltweit anerkannten Technik-Siegel "Made in Germany" schadet. Eine umfassende Aufklärung könnte das Vertrauen zumindest in Teilen wiederherstellen. So bleibt nur zu hoffen, dass am Ende nicht der Verbraucher die Wurst, pardon, die Suppe auslöffeln muss. Immerhin: VW will die Mehrsteuern im CO2-Skandal übernehmen.

Trotzdem, liebe VWler: Bleibt bei Eurer Currywurst und lasst das mit der Salami sein. Oder ist Euch das wurst?

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