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"Dreckigster Kfz-Kraftstoff"  

Greenpeace fordert höhere Diesel-Besteuerung

15.11.2015, 12:32 Uhr | dpa

Greenpeace fordert höhere Steuern für Diesel . Greenpeace: "Diesel ist der dreckigste Kfz-Kraftstoff."  (Quelle: dpa)

Greenpeace: "Diesel ist der dreckigste Kfz-Kraftstoff." (Quelle: dpa)

Die Umweltorganisation Greenpeace fordert eine höhere Dieselsteuer und damit im Prinzip die Abschaffung des sogenannten "Diesel-Privilegs". Die Steuern auf einen Liter Diesel sind bisher rund acht Prozent niedriger als die Abgaben auf einen Liter Benzin.

Angesichts erhöhter Schadstoff-Messwerte in vielen deutschen Städten fordert Greenpeace, dass die Dieselsteuer erhöht werden soll. Die finanzielle Privilegien von Dieselautos gegenüber Benzinern seien nicht mehr tragbar, sagte Energieexperte Andree Böhling zu einer Umfrage, welche die Umweltorganisation beim Emnid-Institut in Auftrag gegeben hatte.

Dieselfahrzeuge seien schädlicher

"Dieselfahrzeuge sind nachweislich umwelt- und gesundschädlicher als vergleichbare Benziner. Die Dieselsteuer-Begünstigung muss endlich fallen." Der Autoverband VDA sieht dies kritisch - denn zumindest beim CO2-Ausstoß schnitten moderne Diesel sogar deutlich besser ab als Benziner.

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"Diesel ist der dreckigste Kfz-Kraftstoff"

Die Diesel-Verbrennung setzt in älteren Motoren oft mehr Emissionen gefährlicher Stickoxide frei als in vergleichbaren Ottomotoren. Daher dürfe man Diesel nicht durch geringere Steuern subventionieren, argumentiert Greenpeace: "Diesel ist der dreckigste Kfz-Kraftstoff."

Mit Mehreinnahmen aus einer stärkeren Diesel-Besteuerung ließen sich Projekte etwa im öffentlichen Nahverkehr fördern. Die aktuelle Diesel-Begünstigung liege bei mehr als sieben Milliarden Euro pro Jahr.

Diesel-Privileg hat wenig Unterstützer

Die Umweltschützer sehen sich dabei auch von der öffentlichen Meinung unterstützt. So lehnten in der Emnid-Befragung 62 Prozent der Teilnehmer die steuerliche Begünstigung von Diesel gegenüber Benzin ab, nur 31 Prozent sprachen sich dafür aus. Zudem hielt eine Mehrheit (55 Prozent) Benzin für umweltfreundlicher als Diesel (25 Prozent).

Dieselmotoren moderner Autos sind besser

Allerdings ist unter Autoexperten umstritten, ob Benzin insgesamt "sauberer" ist als Diesel. Zwar hat Diesel-Sprit selbst einen höheren CO2-Gehalt und erzeugt meist mehr Stickoxide. Bei der Verbrennung erzeugen moderne Dieselantriebe bei vergleichbaren Motorgrößen in der Regel aber tendenziell weniger CO2 als entsprechende Benziner. Sowohl Autobauer und -zulieferer als auch Fachleute des Umweltbundesamts sehen bezogen auf die Klimabilanz daher Vorteile beim Diesel.

"Wer das CO2-Thema ernst nimmt, macht einen großen Fehler, wenn er den Diesel belastet", hieß es aus dem Verband der Automobilindustrie (VDA). Es treffe zwar zu, dass vor allem ältere Dieselmotoren mehr Stickoxide ausstoßen als Benziner ähnlicher Leistung. Ganz anders sei das aber beim Treibhausgas CO2 - dort seien jedenfalls moderne Diesel beim Spritverbrauch um bis zu 25 Prozent und beim CO2-Ausstoß um bis zu 15 Prozent gegenüber dem Ottomotor im Vorteil.

Höhere Steuern seien nicht die Lösung

Eine pauschale höhere Besteuerung des Diesels könne daher aus klimapolitischer Sicht nicht die Lösung sein, betont der Autoverband: "Jeder Prozentpunkt, den der Diesel in den Neuzulassungen zurückgeht, entfernt Deutschland von der Erreichung der CO2-Ziele."

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