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Auch Audi gibt zu Manipulations-Software zu verwenden

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Abgas-Skandal  

Auch Audi verwendet Manipulations-Software

24.11.2015, 12:23 Uhr | t-online.de, dpa

Auch Audi gibt zu Manipulations-Software zu verwenden. US-Modelle der A6- und A7-Limousinen des Jahrgangs 2016 von Audi: Nach anfänglichem Leugnen hat der Autobauer nun Manipulationen eingestanden. (Quelle: Hersteller)

US-Modelle der A6- und A7-Limousinen des Jahrgangs 2016 von Audi: Nach anfänglichem Leugnen hat der Autobauer nun Manipulationen eingestanden. (Quelle: Hersteller)

Audi hat zugegeben, eine Software zu verwenden, die in den USA als Abgas-Manipulation eingestuft wird. Das Unternehmen teilte mit, den US-Behörden bei der Zulassung von 3,0-Liter-Diesel-Fahrzeugen drei Software-Programme nicht offengelegt zu haben.

Eines davon werde nach geltenden US-Gesetzen als "Defeat Device" betrachtet, also als Schummel-Software zur Manipulation von Abgas-Messwerten bei Emissionstests. Zuvor hatte Audi dies noch bestritten. Die Software wird aber nicht nur auf dem Prüfstand aktiv, sondern auch im normalen Fahrbetrieb. In Europa sei sie nicht beanstandet worden.

Abgas-Skandal: Nun wird auch Audi erwischt

In einer Mitteilung des Autobauers heißt es nun, bei den drei nicht offengelegten Einrichtungen zur Abgas-Kontrolle handele es sich um "die Temperatur-Konditionierung des Abgasreinigungs-Systems" sowie um Vorrichtungen, die Ablagerungen am Ad-Blue-Dosierventil und Verunreinigungen am Katalysator verhindern sollen.

"Defeat-Device" erkannt

Die Software zur Temperatur-Konditionierung sei das beanstandete "Defeat Device". Audi werde nun die Software überarbeiten, detailliert dokumentieren und den Behörden zu Genehmigung vorlegen. Nach Freigabe werde sie dann aufgespielt.

Audi gibt Fehler zu - und bestreitet Vorsatz

Obwohl nun auch beim 3,0-Liter-Diesel Gesetzesverstöße zugegeben wurden, bestreitet das Unternehmen weiter eine vorsätzliche Täuschung. Ein Audi-Sprecher sagte, es handele sich nicht um eine Manipulations-Software: "Dann müsste das System auf dem Prüfstand anders agieren als auf der Straße - das ist aber nicht der Fall. Das Fahrzeug erkennt nicht, wenn es auf dem Prüfstand steht." Fest steht allerdings, dass der VW-Konzern den Einbau der strittigen Software den US-Behörden nicht vorschriftsgemäß gemeldet hat.

Audi-, VW- und Porsche-Modelle betroffen

Betroffen sind nicht nur Audi-Modelle, sondern auch Fahrzeuge von VW und Porsche mit dem 3,0-Liter-V6-TDI. Bis auf weiteres würden Autos der drei Konzernmarken mit diesem Motor weiterhin nicht mehr angeboten.

Betroffen sind die US-Modelle der Audis A6, A7, A8, Q5 und Q7 ab 2009. Bei Volkswagen ist es der Toureg und bei Porsche das Schwestermodell Cayenne ab 2013.

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