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Nach VW-Skandal: Deutsche Autobauer verkaufen in USA kaum noch Diesel

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Nicht nur VW-Skandal ist Grund  

Deutsche Autobauer verkaufen in den USA kaum noch Diesel

21.02.2016, 13:33 Uhr | dpa

Nach VW-Skandal: Deutsche Autobauer verkaufen in USA kaum noch Diesel. SUV wie der Mercedes GLE sind als Dieselmotorisierung in den USA kaum mehr nachgefragt. (Quelle: Hersteller)

SUV wie der Mercedes GLE sind als Dieselmotorisierung in den USA kaum mehr nachgefragt. (Quelle: Hersteller)

Exakt 334 Autos mit Dieselmotor hat Mercedes im Januar in den USA verkauft. Dem Konkurrenten BMW geht es kaum besser. Nicht nur wegen des VW-Abgas-Skandals kräht in Nordamerika fast kein Hahn mehr nach dem Selbstzünder.

Mercedes-Benz verkauft derzeit die Modelle GLS, GLE und E-Klasse in den USA als Diesel. BMW ist mit 3er, 5er, X3 und X5 als Dieselmotorisierung am Markt. VW und Audi bieten in dem Land inzwischen gar keine Selbstzünder mehr an.

Dieselmotoren: Rückgang in den USA um über 60 Prozent

Nach dem Abgas-Skandal bei VW werden auch die Dieselautos anderer deutscher Hersteller in den USA zu Ladenhütern. Bei Mercedes-Benz sank im Januar die Zahl der verkauften Dieselautos in den USA um rund 65 Prozent im Jahresvergleich, bei BMW ging der Wert um 62 Prozent zurück. Der Dieselanteil an den US-Verkäufen war bei beiden Herstellern allerdings schon vorher sehr gering.

Mercedes verkaufte im Januar in den USA noch 334 Wagen mit Dieselmotoren, bei BMW waren es 205. Das Land, in dem die Abgas-Manipulationen von VW aufgedeckt wurden, ist aber nach Angaben eines BMW-Sprechers der einzige Markt, in dem die Dieselverkäufe der Bayern seitdem deutlich gelitten haben.

Eine Daimler-Sprecherin betonte, dass der Absatz von Dieselautos in den USA von Monat zu Monat variiere. Er habe in den letzten Jahren weniger als fünf Prozent der Gesamtverkäufe in den USA ausgemacht. Inklusive Benzinern legten die US-Verkäufe bei Mercedes im Januar minimal zu.

Diesel-Strategie "erheblich beschädigt"

"Die Diesel-Strategie, die die deutsche Automobilindustrie seit vielen Jahren insbesondere auf dem wichtigen US-Markt verfolgt, wurde durch die Vorgänge in einem großen Unternehmen erheblich beschädigt", hatte der Präsident des Branchenverbandes VDA, Matthias Wissmann, zu Jahresbeginn mit Blick auf VW gesagt.

Die deutschen Autobauer waren bis zuletzt führend auf dem Dieselmarkt, vor allem VW. Die meisten US-Hersteller haben überhaupt keine Dieselautos im Programm.

In Deutschland ist der Dieselmotor nach wie vor dagegen deutlich beliebter. Bei BMW sind fast drei von vier verkauften Autos Diesel. Nach Berechnungen des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen lag der Dieselanteil bei Mercedes in den ersten acht Monaten 2015 in Deutschland bei 59 Prozent, bei der Marke VW waren es 55 Prozent.

Diesel hier günstig, in den USA teurer

Ein wichtiges Argument für den Diesel schwächt sich allerdings derzeit ab: Der Ölpreis - und damit auch der Preis für Kraftstoff - liegt auf einem extrem niedrigen Niveau. Der Preis für die Nordseesorte Brent ist seit Mitte 2014 um fast drei Viertel abgestürzt.

Dieselautos verbrauchen vergleichsweise weniger Kraftstoff als Benziner, außerdem wird Diesel in Deutschland weniger besteuert als Benzin. In den USA gibt es dagegen keine steuerliche Begünstigung. Er ist dort in der Regel sogar teurer.

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