Startseite
Sie sind hier: Home > Auto > Aktuelles >

Gaffen an Unfallorten soll strafbar werden

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Hohe Geld- und Freiheitsstrafen möglich  

Gaffen an Unfallorten soll strafbar werden

13.05.2016, 14:21 Uhr | dpa, AFP

Gaffen an Unfallorten soll strafbar werden. Feuerwehrmänner halten eine Sichtblende gegen Schaulustige bei einem Personenunfall mit einer Straßenbahn. (Quelle: imago/Archivbild/Seeliger)

Feuerwehrmänner halten eine Sichtblende gegen Schaulustige bei einem Personenunfall mit einer Straßenbahn. (Quelle: Archivbild/Seeliger/imago)

Wer aus Sensationsgier hilflose Unfallopfer fotografiert oder Rettungskräfte behindert, soll künftig die Härte des Gesetzes zu spüren bekommen. Einige Bundesländer fordern, das Gaffen unter Strafe zu stellen. Zum Schutz der Opfer – auch über den Tod hinaus.

Gaffer bei Unfällen sollen einem Gesetzentwurf zufolge künftig strafrechtlich verfolgt werden können. Wer Feuerwehr, Katastrophenschutz oder Rettungsdienst nach Unglücken behindert, dem sollen eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe drohen. Eine entsprechende Initiative brachten die Länder Niedersachsen und Berlin am Freitag in den Bundesrat ein. Der Gesetzentwurf wird nun weiter beraten.

Zunehmend sei festzustellen, dass Schaulustige und "Katastrophen-Touristen" bei schweren Unfällen die verunglückten Personen mit Mobiltelefonen fotografierten, statt zu helfen, argumentierten die Initiatoren. Bild- und Videoaufnahmen würden in sozialen Netzwerken im Internet verbreitet oder an Medien weitergegeben.

"Verhalten ist widerlich"

"Ein solches Verhalten ist schlicht und ergreifend widerlich", sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) im Bundesrat. Die Neuregelung sei unbedingt nötig. Der bisherige strafrechtliche Schutz gegen solches Verhalten sei lückenhaft, da dieser nur lebende Personen schütze. Diese Lücke solle geschlossen werden. Künftig solle auch das Herstellen und Verbreiten von bloßstellenden Bildern verstorbener Personen unter Strafe stehen.

Das geltende Recht sanktioniere Behinderungen von Rettungsarbeiten nur dann, wenn diese durch Gewalt oder angedrohte Gewalt erfolgten. Eine Behinderung, bei der keine Gewalt und kein tätlicher Angriff vorlägen, sei dagegen bisher nicht explizit unter Strafe gestellt.

Polizei und Feuerwehr begrüßen den Vorstoß

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (GdP) begrüßte die Initiative aus Niedersachsen am Freitag. Der Staat mache so deutlich, dass er derartiges Verhalten von "unbelehrbaren Schaulustigen" nicht dulde, erklärte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow in Berlin. Beamte müssten bei Einsätzen immer wieder gegen sensationsgierige Menschen vorgehen.

Auch der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) sprach sich für die Gesetzesänderungen aus, warnte aber vor überhöhten Erwartungen. "Wir brauchen eine stärkere Sensibilisierung der Bevölkerung für das Leid von Unfallopfern - da besteht Nachhilfebedarf", erklärte DFV-Präsident Hartmut Ziebs. "Gesetzesänderungen sind als flankierende Maßnahmen sinnvoll, reichen aber allein nicht aus." Sein Verband werde daher zu einem Runden Tisch einladen.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Historischer Panzer fährt nach 70 Jahren wieder

Mit großer Not startet der 520-PS-starke Motor zu neuem Leben. Video

Anzeige
AnzeigeGebrauchtwagensuche
Welcher ist Ihr nächster?

Finden Sie hier Ihren neuen Gebrauchten:

 

Shopping
Shopping
Nur heute und nur für die 1.000 schnellsten Besteller

tolino page eBook-Reader zum Schnäppchenpreis von nur 49.- € statt 69.- € bei Weltbild.de. Shopping

Shopping
iPhone 7 32 GB im Tarif MagentaMobil L mit Handy

Nur 99,95 €¹. Nur online: 24 Monate 10 % sparen! bei der Telekom Shopping

Vernetzung
Christmas Shopping: Jetzt 15,- € Gutschein sichern!

Nur bis zum 14.12.16. Erfahren Sie mehr zur Aktion auf MADELEINE.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal