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Abgas-Skandal: auffällige Werte bei 30 Modellen - auch Opel Zafira dabei?

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Bundesverkehrministerium  

Abgas-Skandal: auffällige Werte bei 30 Modellen

20.05.2016, 15:09 Uhr | dpa, AFP

Abgas-Skandal: auffällige Werte bei 30 Modellen - auch Opel Zafira dabei?. Bei etwa 30 Automodellen sollen verdächtige Werte festgestellt worden sein. (Quelle: imago/Rust)

Bei etwa 30 Automodellen sollen verdächtige Werte festgestellt worden sein. (Quelle: Rust/imago)

Der Abgasskandal scheint sich auszuweiten - immer weitere Verdachtsfälle kommen ans Licht. Das Bundesverkehrsministerium soll bei seinen Messungen bei 30 Automodellen auffällig hohe CO2-Emissionen festgestellt haben, berichtete "Der Spiegel".

Alle Modelle, die eine Typgenehmigung in Deutschland erhalten haben, sollen nun noch stärker unter die Lupe genommen werden.

Das Verkehrsministerium bestätigte, dass bei Abgas-Tests im Zuge der Diese-Affäre 30 von 53 untersuchten Autos zu viel CO2 ausgestoßen haben. Um welche Modelle es sich handele und ob deutsche oder ausländische Autos betroffen sind, sagte sie nicht. Offen blieb auch, wann der Bericht veröffentlicht werden soll.

Abgas-Skandal: Auch Opel Zafira dabei?

Unter den betroffenen Modellen soll sich auch ein Dieselmodell des Opel Zafira befinden. Der "Spiegel" und das ARD-Magazin "Monitor" hatten in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe bereits vergangene Woche Recherchen vorgelegt, die auf möglicherweise illegale Abschaltvorrichtungen bei der Abgasreinigung neuer Opel-Dieselmodelle hindeuten.

Opel hatte die Vorwürfe zurückgewiesen, der Autobauer setze keine illegale Software ein. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte die Rechtmäßigkeit der umstrittenen Abgasreinigung im Fall des Zafira in dieser Woche in Zweifel gezogen.

Opel Zafira: über 16 Prozent höherer CO2-Ausstoß?

Untersuchungen von "Spiegel", "Monitor" und Deutscher Umwelthilfe hätten ergeben, dass der Zafira bei weiteren Messungen auf dem Prüfstand des TÜV Nord in Essen deutlich mehr Kohlendioxid ausgestoßen habe als angegeben, hieß es in dem Bericht weiter.

Bei einer Untersuchung auf dem Prüfstand des TÜV Nord in Essen hat ein solches Modell statt der angegebenen 109 Gramm CO2 pro Kilometer mit 127 Gramm pro Kilometer abgeschnitten. Demnach fallen die Emissionen des Fahrzeuges 16,5 Prozent höher aus - was gleichbedeutend ist mit einem ebenso höheren Spritverbrauch.

Und das ist brisant, denn: Gerichte haben in vergleichbaren Fällen schon bei zehn Prozent höherem Verbrauch die Rücknahme von Fahrzeugen angeordnet.

Opel weist Anschuldigungen zurück

Opel erklärte dem Magazin, eigene Tests hätten keine Abweichungen ergeben.So sei die Behauptung des Vereins Deutsche Umwelthilfe schlichtweg falsch, dass die Abgasreinigung des Diesel-Zafira zu 80 Prozent der Zeit nicht funktioniere.

Opel begründete das Herunterregeln des Systems bei hohen Geschwindigkeiten mit der Gefahr, dass sonst giftiges Ammoniak aus dem Auspuff austreten könne.

Möglicherweise weniger Kfz-Steuer

Laut Umwelthilfe gehen dem deutschen Fiskus durch zu niedrige Emissionsangaben daher auch Einnahmen aus der Kfz-Steuer durch die Lappen. "Nach unseren Berechnungen beläuft sich die Summe allein für 2016 auf 2,2 Milliarden Euro", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, dem "Spiegel".

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