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Biker mit 145 Sachen durch Baustelle gerast

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Temposünder auf zwei Rädern  

Hohes Bußgeld für Baustellenraser

23.07.2016, 15:20 Uhr | Sascha Meyer, dpa

Biker mit 145 Sachen durch Baustelle gerast. Symbolbild: Motorrad überholt eine Reihe von LKW. (Quelle: imago)

Symbolbild: Motorrad überholt eine Reihe von LKW. (Quelle: imago)

Das wird teuer: Mit 105 Stundenkilometern über der erlaubten Geschwindigkeit ist ein Motorradfahrer in Berlin erwischt worden. Dem Raser droht jetzt ein Bußgeld von 1360 Euro und ein Fahrverbot für drei Monate.

Der 27-Jährige war am Freitagabend auf der Autobahn A113 in einem Baustellenbereich mit Tempolimit 40 mit 145 Stundenkilometern an einer Zivilstreife vorbeigerast, wie die Polizei mitteilte. Der Raser auf zwei Rädern konnte dann gestoppt werden.

Ob als Biker mit 145 Sachen durch eine Tempo-40-Baustelle schlängeln oder als Pkw-Fahrer mit 160 durch eine Tempo-80-Baustelle. Rasen an Engstellen gefährdet nicht nur die Fahrerlaublnis, sondern auch das Leben anderer Verkehrsteilnehmer.

So gefährlich sind Raser

"Mit Bleifuß setzt man alles aufs Spiel", warnte Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) schon zum bundesweiten "Blitzermarathon", der im Frühjahr stattfand. Tatsächlich ist zu hohe Geschwindigkeit die häufigste Ursache für besonders schlimme Unfälle mit Toten. Nach einer grundlegenden Auswertung des Statistischen Bundesamts mit Daten von 2012 kommen 37 Prozent aller auf den Straßen getöteten Menschen durch überhöhte Geschwindigkeit ums Leben.

Schrecken Geldbußen Raser nicht schon ab?

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius sieht Handlungsbedarf und will die Geldbußen drastisch anheben. Strafen müssten so hoch sein, dass sie Temposünder "bis ins Mark" treffen, argumentiert der SPD-Politiker und bringt dafür auch schon eine Größenordnung von 1000 Euro ins Spiel.

Bisher reicht die Spanne von 10 Euro (bis zu 10 km/h außerorts zu viel) bis maximal 680 Euro, wenn extreme Raser innerorts mehr als 70 km/h zu schnell unterwegs sind. Pistorius schweben noch weitere Verschärfungen vor: eine automatische Bußgeldverdopplung fürs Rasen an Baustellen und generell schneller drohende Fahrverbote.

Was sagen Experten?

Die Gewerkschaft der Polizei befürwortet höhere Geldbußen. "Am besten spürt man es über das Geld", sagt Bundesvize Arnold Plickert. Die Einnahmen sollten aber nicht im allgemeinen Haushalt landen, sondern für Verkehrssicherheitsarbeit reserviert werden. Und wenn ein Fahrer nicht zu ermitteln ist, solle wie beim Falschparken auch der Halter herangezogen werden.

Der Autofahrerclub ADAC reagiert zurückhaltend auf den Vorstoß aus Hannover. Das erst 2014 reformierte System mit der Kombination aus Geldbußen, Punkten in Flensburg und Fahrverboten habe sich bewährt. So ist der Führerschein für mindestens einen Monat weg, wenn Raser innerorts 31 km/h oder noch mehr zu schnell waren.

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