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Airbag-Rückruf von Takata verursacht gigantischen Schaden

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50 Millionen Autos weltweit betroffen  

Airbag-Rückruf verursacht gigantischen Schaden

25.07.2016, 11:01 Uhr | AFP

Airbag-Rückruf von Takata verursacht gigantischen Schaden. Bei 50 Millionen Autos weltweit mussten die defekten Airbags des japanischen Herstellers Takata bisher ausgetauscht werden. (Quelle: dpa)

Bei 50 Millionen Autos weltweit mussten die defekten Airbags des japanischen Herstellers Takata bisher ausgetauscht werden. (Quelle: dpa)

Der Skandal um defekte Airbags des japanischen Zulieferers Takata kostet die deutschen Autobauer mindestens zwei Milliarden Euro. Bei BMW, Daimler, Audi und Volkswagen seien mehr als sechs Millionen Autos betroffen, berichtet die Fachzeitschrift  "Automobilwoche". Pro Auto entstehen Kosten von 300 Euro.

Bei BMW seien seit 2013 rund vier Millionen Fahrzeuge zurück in die Werkstatt gerufen worden. Bei VW seien es 900.000 Pkw und Transporter. Daimler gab die Zahl der betroffenen Fahrzeuge mit rund einer Million an und Audi mit rund 450.000.

"Der Schaden insgesamt dürfte schon jetzt bei über zwei Milliarden Euro liegen", sagte Jan Dannenberg von der Management- und Strategieberatung Berylls der "Automobilwoche". Auf ähnliche Summen kam Autoexperte Stefan Bratzel. Er rechnete pro Auto mit Kosten von bis zu 300 Euro.

50 Millionen Autos weltweit betroffen

Daimler habe für die Airbag-Probleme 2015 und 2016 knapp 900 Millionen Euro an Rückstellungen ausgewiesen, berichtet die "Automobilwoche". Bei VW seien es 400 Millionen Euro. Audi und BMW weisen die Kosten demnach nicht einzeln aus. Ob die deutschen Autobauer sich das Geld vom angeschlagenen japanischen Zulieferer zurückholen können, sei ungewiss.

Bislang mussten Autokonzerne rund um den Globus rund 50 Millionen Autos wegen defekter Takata-Airbags in die Werkstätten rufen. Die Luftkissen können platzen und lebensgefährliche Verletzungen verursachen. Takata sieht sich deshalb einer Reihe von Prozessen, Ermittlungen und hohen Entschädigungszahlen gegenüber.

Honda erhebt Vorwürfe gegen Hersteller

Bei Takata sind nach Angaben des Autobauers Honda Test-Daten manipuliert worden. Es habe zahlreiche Tricksereien gegeben, sagte der Sprecher von Honda USA, Chris Martin, der Nachrichtenagentur "Reuters". Das ergebe sich aus den vorläufigen Ergebnissen einer Überprüfung. Allerdings hätten die Prüfer keine Hinweise darauf gefunden, dass durch die Manipulationen Sicherheitsrisiken entstanden seien. Die Agentur "Bloomberg" berichtete am Dienstag, die Überprüfung habe ergeben, dass Takata-Ingenieure bei Tests einige Ergebnisse entfernt hätten, um die Schwankungsbreite bei der Qualität der Aufblas-Vorrichtungen zu reduzieren.

13 Todesfälle durch Airbags

Takata steht wegen möglicher Probleme bei bis zu 100 Millionen Airbags seit längerem in der Kritik. Die Luftkissen könnten bei anhaltend hoher Feuchtigkeit bei einem Aufprall mit zu viel Kraft explodieren. Dadurch können Insassen des Autos von Splittern getroffen werden. Weltweit stehen mindestens 13 Todesfälle und mehr als 100 Verletzte mit defekten Aufblasvorrichtungen von Takata in Verbindung.

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