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Verkehrssicherheit: Handyverbot am Steuer soll ausgeweitet werden

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Neuregelung geplant  

Handyverbot am Steuer soll ausgeweitet werden

14.08.2016, 15:27 Uhr | Jan Dörner, AFP

Verkehrssicherheit: Handyverbot am Steuer soll ausgeweitet werden. Durch Unachtsamkeit wird in Deutschland jeder zehnte Unfall verursacht.  (Quelle: imago)

Durch Unachtsamkeit wird in Deutschland jeder zehnte Unfall verursacht. (Quelle: imago)

Das Verbot, beim Autofahren nicht mit dem Handy zu telefonieren, soll nach Plänen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) künftig auch für andere Elektrogeräte wie Tabletcomputer gelten.

Der ADAC begrüßte das Vorhaben, warnte aber: Ohne mehr Kontrollen nütze auch eine Ausweitung der gesetzlichen Regelung nichts.

Tabletcomputer sollen unter das Verbot fallen

Das Verkehrsministerium arbeitet derzeit an einer Neuregelung und kommt damit einer Forderung der Länder nach. "Wir sind an dem Thema dran", hieß es aus Ministeriumskreisen. "Tabletcomputer wie das iPad sollen künftig auch unter das Handyverbot fallen." Zuvor hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe über das Vorhaben berichtet.

Die Verkehrsminister der Länder hatten im April in einem gemeinsamen Beschluss verlangt, das Handyverbot in der Straßenverkehrsordnung "allgemeiner" zu formulieren. Damit solle der Gesetzgeber "neue Entwicklungen bei der Kommunikationstechnik und im Nutzerverhalten erfassen, die in ähnlicher Weise die Verkehrssicherheit gefährden".

Neuregelung setzt stärkere Kontrollen voraus

"So eine Anpassung an die Realitäten der digitalen Welt ist richtig", sagte ein Sprecher des Automobilclubs ADAC. "Wichtig ist aber, dass so eine Ausweitung begleitet wird durch stärkere Kontrollen." Sonst nütze diese nichts für die Verkehrssicherheit, fügte er hinzu. "Die fehlenden Kontrollen sind schon jetzt das Manko bei der bestehenden Regelung."

Derzeit dürfen Autofahrer laut Paragraf 23 der Straßenverkehrsordnung "ein Mobil- oder Autotelefon nicht benutzen, wenn hierfür das Mobiltelefon oder der Hörer des Autotelefons aufgenommen oder gehalten werden muss". Verstöße dagegen können mit 60 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet werden.

Jeder zehnte Unfall wegen Unachtsamkeit 

In einer ADAC-Studie aus dem vergangenen Jahr heißt es, Ablenkung spiele als Unfallursache eine ähnlich große Rolle wie Alkohol am Steuer. Schätzungen zufolge bei jedem zehnten Verkehrsunfall mit Personenschaden Unachtsamkeit der entscheidende Auslöser. "Vor allem Smartphones und Navigationsgeräte lenken Autofahrer vom Verkehrsgeschehen ab."

Demnach legen Fahrer, die bei einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern eine Sekunde lang unachtsam sind, rund 27 Meter im Blindflug zurück. Wer bei Tempo 50 fünf Sekunden auf Handy oder Navigationsgerät gucke, sei 70 Meter im Blindflug unterwegs.

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