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Abgas-Skandal: Modelle mit VW-Motor ES 189 sehr gefragt

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Auch der Manipulationsmotor  

VW-Diesel sind nach wie vor sehr beliebt

25.10.2016, 09:58 Uhr | Heiko LOssie, dpa

Abgas-Skandal: Modelle mit VW-Motor ES 189 sehr gefragt. Ein KFZ-Servicetechniker hält die Abdeckung vor einem vom Abgas-Skandal betroffenen 2,0l TDI vom Typ EA189 in einem VW Touran. (Quelle: dpa)

Ein KFZ-Servicetechniker hält die Abdeckung vor einem vom Abgas-Skandal betroffenen 2,0l TDI vom Typ EA189 in einem VW Touran. (Quelle: dpa)

Abgas-Skandal hin, Abgas-Skandal her: Automodelle mit VWs manipuliertem Dieselmotor sind auch ein Jahr nach Bekanntwerden des Skandals sehr gefragt.

Es könne keine Rede von Druck auf den Restwerten sein, erklärten die zwei großen Marktbeobachtungsexperten DAT und Schwacke. Die Nachfrage nach einzelnen VW-Modellen mit dem betroffenen Motor EA 189 habe im Vergleich zum beobachteten Vorjahreszeitraum sogar etwas zugelegt, besagen Zahlen der Deutschen Automobil Treuhand (DAT).

VW-Skandal: vor Panikmache wird gewarnt

Beide Organisationen warnen übereinstimmend vor einer Panikmache. Betroffene Besitzer, die mit Verkaufsgedanken spielten, müssten weder Preisabschläge noch nachlassendes Interesse auf Käuferseite fürchten.

"Bisher können wir keinen negativen Einfluss der Diesel-Affäre auf die Restwerte von Dieselmodellen im Allgemeinen oder VW-Dieselmodellen im Besonderen in unseren Marktbeobachtungsdaten feststellen", sagte Sibylle Heidt vom Dienstleister Schwacke, dessen Spezialgebiet die Pkw-Restwertermittlung ist. "Ebenso ist kein Anstieg der Standtage zu verzeichnen."

Neben stabilen Preisen wechseln die betroffenen Wagen also auch nicht langsamer als vorher die Besitzer, von Zurückhaltung ist also auch hier keine Spur.

Die Experten der DAT hatten im Januar 2016 - gut drei Monate nach dem Beginn der Diesel-Affäre - die Motive von Käufern in einer Befragung beleuchtet. Ein erstaunliche Ergebnis daraus: Mehr als drei Viertel der Autofahrer wussten damals offenbar nicht wirklich, worum es beim VW-Skandal überhaupt geht. Nur 16 Prozent wussten, dass der Ausstoß von Stickoxid der Dreh- und Angelpunkt der Manipulationsaffäre ist.

Keine Rede vom "Tod des Diesels"

Dazu passt, dass sich "Dieselgate" auf den Gebrauchtwagenmarkt bisher nicht bedeutend auswirkte, sagt Siegfried Trede, der bei der DAT die Fahrzeugbewertung leitet. "Wohl aber lässt sich feststellen, dass die Affäre einen generellen Prozess in Gang gebracht hat, Emissionen anders zu messen und dem Stickoxid-Ausstoß mehr Aufmerksamkeit zu schenken."

Bei den Neuzulassungen könne aktuell vom "Tod des Diesels" keine Rede sein. Dies liege auch an flankierenden Bemühungen der Hersteller - etwa bei der Garantieverlängerung, günstigen Finanzierungen oder attraktiven Inzahlungnahmekonditionen. Auch der VW-Konzern hatte so reagiert.

"In Frankreich beobachten wir dagegen eine Verschiebung in Richtung Benziner", sagte Trede. "In Deutschland erwarten wir, dass im Kleinwagen-Segment Dieselmotoren künftig eine etwas geringere Rolle spielen werden." Ähnlich hatte sich VW-Konzernchef Matthias Müller geäußert. Striktere Abgasnormen verteuerten vor allem den Diesel.

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