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Verpasste Chancen: Autoträume, die Schäume blieben

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Verpasste Chancen: Autoträume, die Schäume blieben

28.02.2011, 10:49 Uhr | Von Jürgen Pander, Spiegel Online, Spiegel Online

Verpasste Chancen: Autoträume, die Schäume blieben. Vier Visionäre Autos von VW, Volvo, Audi und Seat, die nie in Serie gingen. (Fotos: Hersteller)

Vier Visionäre Autos von VW, Volvo, Audi und Seat, die nie in Serie gingen. (Fotos: Hersteller)

Ein Van, geformt wie ein Fisch. Ein Kleinwagen, so genügsam wie ein Kaktus: Kühn konzipierte Auto-Visionen gibt es reichlich - meist werden solche Modelle jedoch nur gebaut, um auf Messen Aufmerksamkeit zu erregen. Hier sind zehn Typen, die eine Serienfertigung verdient hätten.

Manch visionäres Auto kam zu früh auf den Markt

Produktplanung gehört wohl zu den schwierigsten Disziplinen des Automobilmanagements. Zum einen setzen die langen Entwicklungszyklen in der Branche geradezu visionäre Talente voraus - ein von Grund auf neues Modell zu entwickeln, dauert vier bis fünf Jahre. Zum anderen brauchen Ideen den richtigen Zeitpunkt, um sich durchzusetzen. Kommt ein Auto zu früh, ist es zum Scheitern verurteilt, wie etwa das Beispiel des VW Golf Country zeigt, der als Vorform der heutigen Kompakt-SUV 1990 auf den Markt kam und bereits nach eineinhalb Jahren und weniger als 8000 verkauften Exemplaren wieder eingestellt wurde.

Manche Hersteller warten zu lange

Es kann aber auch ein großer Fehler sein, zu lange mit der Einführung eines neuen Automodells zu warten. Oder hoffnungsvolle Auto-Ideen gar nicht erst reifen zu lassen. Auf nahezu jeder größeren Automesse finden sich dazu Beispiele in Form von hinreißenden Studien, die dann in der Versenkung verschwinden. Und dabei geht es nicht nur um kühnes oder spektakuläres Design, denn dessen Wirkung verpufft im Laufe eines Autolebens rasch. Oft wandern auch vielversprechende, stimmige und zeitgemäße Konzeptautos gleich nach der Showtime auf der Messe wieder in die Depots der Firmenmuseen.

VW verpasste Entwicklung von Mini-Auto

Der VW Chico von 1991 ist so ein Fall, ebenso der Opel Trixx aus dem Jahr 2004. Beide Autos waren Ansätze für ein wirklich kleines, minimales Stadtfahrzeug, wurden aber nie realisiert. Das Rennen in dieser damals neuen Marktnische machte der Smart, der 1998 auf den Markt kam. Die Idee kam von dem Schweizer Swatch-Erfinder Nicolas Hayek, der aber kurz nach dem Serienanlauf aus dem Gemeinschaftsprojekt mit Daimler wieder ausstieg.

Hayek hatte übrigens, ehe seine Idee eines Mikroautos gemeinsam mit Daimler vorantrieb, mit VW zusammengearbeitet. Doch die Wolfsburger verloren irgendwann das Interesse. Dabei könnte VW gerade jetzt ein sparsames Minimobil, das schon konstruktionsbedingt fit ist für den Elektroantrieb, sehr gut brauchen. Die Geschichte des Autos ist auch eine Geschichte der verpassten Chancen, wie diese zehn Beispiele zeigen.

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