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Spinnen bremsen Autofahrer auf 40 km/h herunter

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Spinnen bremsen Autofahrer auf 40 km/h herunter

22.05.2012, 15:29 Uhr | dapd

Spinnen haben auf der A2 in Niedersachsen das Tempo bestimmt: Die Fahrer mussten auf 40 Kilometer pro Stunde heruntergehen. In der Nacht zu Montag webten Spinnen ihre Netze vor den automatischen Verkehrsleitsystemen an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen und täuschten der Technik Nebel vor, wie der Leiter der niedersächsischen Verkehrsmanagementzentrale Hartmut Prüß erklärte. Die Verkehrsanlagen warnten so vor trüber Sicht und beschränkten die Geschwindigkeit.

Spezialspray gegen Spinnen

Gegen die Achtbeiner, die normalerweise gehäuft im Herbst auftreten, werde bereits ein Spezialspray eingesetzt. Das soll die Tiere mit einem Duftstoff für etwa drei Monate von den Messstationen fernhalten. Auch würden die Anlagen regelmäßig gewartet und mit dem Besen gereinigt. "Zu 100 Prozent kann man solche Vorfälle jedoch nicht ausschließen", sagte Prüß.

Stationen werden überprüft

Die Messdaten der Stationen würden darum 24 Stunden am Tag von 20 Mitarbeiterin in der Verkehrsmanagementzentrale überprüft und dann im Einzelfall nachjustiert. Teilweise komme es dabei aber zu leichten Verzögerungen, wie es in der Nacht zu Montag der Fall gewesen sei.

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Insekten stören Messungen

Spinnen sind nicht die einzigen Tiere, die den Anlagen häufiger zu schaffen machen. Auch Insekten oder Vögel, die vor den Infrarotröhren zur Sichtmessung flattern, stören die empfindliche Datenauswertung. Strauchwerk oder Mülltüten, die sich vor den Sensoren verfangen, haben ebenfalls diesen Effekt. Dafür ist ein 24-Stunden-Notdienst eingerichtet, der zu den Messanlagen fährt, um sie von störenden Gegenständen zu befreien.

Auch Hasen können Hindernisse sein

Früher hätten sogar Hasen oder Rehe die automatischen Verkehrsleitsysteme irritiert, sagte Prüß. Allerdings habe man dieses Problem dadurch gelöst, die Messstationen mindestens 1,9 bis 3 Meter hoch zu montieren. Auf dem 155 kilometerlangen Abschnitt der A 2 in Niedersachsen stehen etwa alle drei bis neun Kilometer die Sensoren des automatischen Verkehrsleitsystems.

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