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Radarfallen mit dem Handy erkennen: Ist das erlaubt?

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Radarfallen mit dem Handy orten: Ist das erlaubt?

26.07.2012, 14:49 Uhr | sc (CF)

Radarfallen mit dem Handy erkennen: Ist das erlaubt?. Praktisch aber verboten: Blitzer-Ortung per App (Quelle: imago)

Praktisch aber verboten: Blitzer-Ortung per App (Quelle: imago)

Angesichts hoher Bußgelder im Straßenverkehr wünschen sich viele Autofahrer, eine Radarfalle mit dem Handy zu erkennen. Dies ist mit Smartphone und drahtlosem Internet in der Tat möglich. Allerdings machen Sie sich strafbar, wenn Sie Radarfallen auf diese Weise zu enttarnen versuchen. Erfahren Sie hier, warum das so ist.

Blitzer-Apps sind verboten!

Radiosender und Internetseiten dürfen vor Radarfallen warnen - das Nutzen einer App auf dem Smartphone hingegen ist als mobile Warnanlage gesetzlich verboten. Die Begründung ist folgende: Radiomeldungen über Blitzer sollen sich auf das allgemeine Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer auswirken. Elektronische Warnsysteme dagegen machen die Autofahrer sofort auf Gefahren im Verkehr aufmerksam. Daraufhin ändern diese allerdings nicht ihr Fahrverhalten generell, sondern nur punktuell. Denn die Geschwindigkeit wird nur für den betroffenen Abschnitt auf der Straße kurzzeitig reduziert.

Daniel Hajek, Fachanwalt für Verkehrsrecht, erklärt im Südwestdeutschen Rundfunk (SWR), dass Autofahrer, die sich Apps auf ihr Handy laden, die vor Blitzern warnen, "automatisch eine Ordnungswidrigkeit" begehen. Denn das Gerät gleiche dann einem Radarwarnsystem. Smartphones, die also betriebsbereit sind und über eine entsprechende App verfügen, sind verboten. Sie dienen als elektronisches Radarwarnsystem im Sinne der Straßenverkehrsordnung. Bei Missachtung droht eine Geldbuße von 100 Euro für Ersttäter und vier Punkte in Flensburg.

Wie sich die Radarfalle mit Handy erkennen lässt

In Deutschland gibt es laut SWR rund 3.700 fest installierte sowie ungefähr 10.000 mobile Blitzer. Spezielle Apps versprechen, sämtliche Radarfallen zu identifizieren und vor diesen zu warnen. Die Mini-Programme fürs Handy gibt es meist kostenlos im Internet zum Herunterladen. Einmal installiert, können Autofahrer auch schon loslegen. Die App erfasst stets den aktuellen Standort des Fahrzeugs und warnt die Fahrer vor naheliegenden Radarfallen.

Möchten Autofahrer eine mobile Radarfalle mit dem Handy erkennen, so sind sie auf die Mithilfe anderer Nutzer der jeweiligen App angewiesen. Denn Autofahrer sollen nach Erkennen neuer mobiler Blitzer oder Polizeikontrollen die Koordinaten an den Server des Programms schicken, so dass dieses die restlichen User an ihren Smartphones rechtzeitig warnen kann. Dies funktioniert dem SWR zufolge bei mobilen Blitzern nicht so gut wie bei der Warnung vor festen Radarfallen: Oftmals seien in durchgeführten Tests mobile Blitzer stundenlang nicht gemeldet gewesen.

Legal bleiben: Fuß runter vom Pedal

Da Sie sich als Autofahrer jedoch ohnehin strafbar machen, wenn Sie eine Radarfalle mit Handy erkennen möchten, heißt die legale Alternative: Halten Sie die vorgeschriebenen Tempolimits ein. So bleiben Ihnen sowohl Blitzer als auch Bußgelder erspart. Beifahrer machen sich nach Meinung von Juristen übrigens nicht strafbar, wenn sie die App während der Fahrt benutzen. Dennoch gilt: Die Idee, eine Radarfalle mit Handy erkennen zu wollen, sollte angesichts der Möglichkeit, Blitzer-Warnungen mit dem Radio zu empfangen, idealerweise aus den Köpfen aller Autofahrer verschwinden.

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