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Peinlicher Rückruf: Bruchgefährdete Plastik-Pedale im Aston Martin

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Peinlicher Rückruf  

Bruchgefährdete Plastik-Pedale im Aston Martin

06.02.2014, 11:55 Uhr | mid

Peinlicher Rückruf: Bruchgefährdete Plastik-Pedale im Aston Martin . Aston Martin-Rückruf: Bruchgefährdetes Plastikteil aus China verbaut (Quelle: Hersteller)

Aston Martin-Rückruf: Bruchgefährdetes Plastikteil aus China verbaut (Quelle: Hersteller)

Rückruf beim Sportwagen-Hersteller Aston Martin: Offenbar gefälschte Teile eines Zulieferes sorgen bei der britischen Nobelmarke Aston Martin derzeit für helle Aufregung.

Aston Martin: Rückruf wegen Gaspedal

Für 17.590 Besitzer eines dieser Sportwagen könnte sogar Lebensgefahr bestehen. Denn der Hebel des Gaspedals könnte brechen. Nicht auszudenken, wenn das bei sportlicher Fahrt mit Tempo 200 km/h oder noch schneller passiert. Und deshalb ruft Aston Martin jetzt alle betroffenen Fahrzeuge in die Werkstatt zurück.

Ob und wie viele Autos möglicherweise in Deutschland von der Rückrufaktion betroffen sind, kann das Unternehmen derzeit noch nicht sagen.

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Alle Linkslenker betroffen

Besonders peinlich: Unter den betroffenen Modellen sollen alle seit 2007 gebauten Fahrzeuge mit Linkslenkung sein. Noch ist überhaupt nicht abzusehen, wie groß der Imageschaden für die Luxusmarke ist, die einst durch die Filme mit dem britischen Geheimagenten James Bond ("007") Weltruhm und Kult-Status erlangte. Auch alle seit 2012 gebauten Autos mit Rechtslenkung wurden zurückbeordert.

Viele Modelle betroffen

Der Rückruf findet sich inzwischen im Register der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Betroffen sind demnach unter anderem die Modelle DB9, V8 Vantage, Rapide und Virage. Wie die NHTSA mitteilt, bestehe die Gefahr, dass der Arm des Gaspedals bricht. Sollte dies passieren, kann der Fahrer die Geschwindigkeit nicht mehr halten oder Gas geben.

Auch die Zahlen schockieren: Insgesamt seien rund 75 Prozent der in diesem Zeitraum gebauten Autos betroffen, heißt es. Unfälle, die in Zusammenhang mit den gefälschten Teilen stehen könnten, sind aber nicht bekannt geworden. Das jedenfalls betont Aston Martin.

Gaspedal-Hebel aus Kunststoff

Auch der Grund für den Defekt passt so gar nicht zu der Luxusmarke, die 2013 ihren 100. Geburtstag feierte. Demnach besteht das betroffene, von einem renommierten Zulieferer beigesteuerte minderwertige Teil wohl aus einem Kunststoff, der nicht den nötigen Anforderungen entspricht. Das ist dem Schreiben zu entnehmen, das die NHTSA zusammen mit dem Rückruf veröffentlicht hat.

China-Teile im Aston Martin

Schuld ist laut Aston Martin ein Zulieferer in China. Der wiederum habe die falsch ausgezeichneten Teile von einem dritten Kunststoff-Produzenten bezogen. Die gesamte Zulieferkette besteht also aus drei chinesischen Zulieferern. Dazu spielt noch ein Unternehmen in England eine Rolle, das an Aston Martin die zusammengebauten Gaspedale liefert.

Aston Martin will Produktion der Teile wieder nach England verlegen

Als Reaktion auf diesen Vorfall will der Sportwagenbauer seine chinesischen Zulieferer stärker überwachen. Letztlich allerdings soll die Produktion der Teile "so schnell wie möglich" von China nach England zurück verlagert werden.

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