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Vermeintlicher Sachmangel: So fährt sich der Boxster nun einmal

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Vermeintlicher Sachmangel  

So fährt sich der Boxster nun einmal

09.04.2014, 18:03 Uhr | SP-X

Vermeintlicher Sachmangel: So fährt sich der Boxster nun einmal. Vermeintlicher Sachmangel: So fährt sich der Boxster nun einmal (Quelle: Hersteller)

Vermeintlicher Sachmangel: So fährt sich der Boxster nun einmal (Quelle: Hersteller)

Ein Porsche Boxster S fährt sich wie echter Sportwagen, so soll es sein. Doch einem Geschäftsmann sind diese Fahreigenschaften zu ruppig, deshalb zog er vor Gericht - auch in der zweiten Instanz ohne Erfolg.

Fahrzeug laut Besitzer defekt

Unter den Experten dürfte die Klage einer Firma aus Essen für einige Lacher gesorgt haben. Deren Geschäftsführer hatte seinen geleasten Porsche Boxster S im Wert von 76.000 Euro beanstandet: Das Fahrzeug beschleunige ruckhaft und bremse stotternd ab. Er wollte die Rückabwicklung des Kaufvertrages erreichen.

Nach sachverständiger Begutachtung des Fahrzeugs stellte das OLG Hamm fest: Das gerügte Schaltverhalten beruht auf technisch nicht zu beanstandenden, typischen Besonderheiten eines Porsche Boxster S.

Straffe und unmittelbare Schaltvorgänge

Im Klartext: Wenn der unwissende Boxster-Käufer ein ruckhaftes Bremsverhalten moniert, ist das vom Hersteller gewollt: Das automatische Getriebe des Sportlers schaltet beim Bremsen zurück und gibt zwischen den Gangstufen selbstständig Zwischengas. Beim Gasgeben schaltet der Boxster zurück (ebenfalls beanstandet), um eine unmittelbare Beschleunigung zu ermöglichen.

Fahrverhalten im Prospekt beschrieben

Gerade das hätten Händler und Hersteller sogar beworben, führt das Gericht weiter aus. Dem zu Grunde liegenden Prospektmaterial sei zu entnehmen, dass das Fahrzeug "straffe und unmittelbare" Schaltvorgänge zeige.

Salomonisch heißt es dann noch in der Gerichtsmeldung: Die beanstandeten Fahrweisen würden von Erwerbsinteressenten nicht generell als Nachteil bewertet. Die Richter wiesen die Klage ab und bestätigten damit das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Essen. (Az. 28 U 162/13)

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