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Punktereform in Flensburg: Das sind die Gewinner und Verlierer

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Punktereform in Flensburg  

Das sind die Gewinner und Verlierer

29.04.2014, 10:07 Uhr | dpa

Punktereform in Flensburg: Das sind die Gewinner und Verlierer. Punktereform: Das ändert sich zum 1. Mai (Quelle: Automedienportal)

Punktereform: Das ändert sich zum 1. Mai (Quelle: Automedienportal)

Ab 1. Mai gilt bei Verkehrsverstößen ein neues Punktesystem. Auch der Bußgeldkatalog wird geändert - für viele Verstöße müssen Verkehrssünder tiefer in die Tasche greifen. Doch Fachleute warnen: So richtig seien die Änderungen bei vielen noch gar nicht angekommen. Dabei betrifft es Millionen von Autofahrern, Zweiradfahrern und auch Fußgänger - doch vor allem Vielfahrer müssen in Zukunft besser aufpassen.

Mathias Bräuer führt eine Fahrschule in unmittelbarer Nähe zum Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg - dem Ort, an dem die "Punkte" der Verkehrssünder zu Hause sind. Eigentlich wurde noch gar nicht genug Werbung gemacht für das neue Punktesystem, findet Bräuer. Dabei preist das Bundesverkehrsministerium die Neuerung genau 40 Jahre nach der Einführung der Punkte am 1. Mai 1974 als "einfacher, gerechter und transparenter". Und: "Die Verkehrssicherheit wird erhöht." Nur noch sicherheitsgefährdende Delikte sollen gespeichert werden.

Punktesystem wird deutlich strenger

Das neue Punktesystem der Verkehrssünderkartei in Flensburg wird wohl Gewinner und Verlierer haben. Die Auswirkungen werden sich nach Einschätzungen von Experten aber erst nach und nach zeigen. Doch eines steht jetzt schon fest: Einmalige Vergehen werden nun relativ streng bestraft. Im alten Register wurden Straftaten mit fünf bis sieben Punkten und Ordnungswidrigkeiten mit ein bis vier Punkten geahndet.

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Drei Kategorien mit bis zu drei Punkten

Ab dem 1. Mai gibt es nur noch drei Kategorien mit 1, 2 oder 3 Punkten: für einen "schweren Verstoß" wird ein Punkt fällig, für einen "besonders schweren Verstoß" oder für Straftaten ohne Entzug des Führerscheins zwei Punkte. Ist das Vergehen so gravierend, dass der Führerschein sofort eingezogen wird, sind drei Punkte fällig.

Statt bislang sieben gibt es in Zukunft nur noch drei Kategorien: Auf die Ersterfassung "Vormerkung" (bis zu drei Punkte) folgen als erste Stufe die "Ermahnung" (4 bis 5 Punkte), dann die "Verwarnung" (6 bis 7 Punkte) und schließlich ab acht Punkten die Entziehung der Fahrerlaubnis.

Vielfahrer müssen aufpassen

"Vielfahrer sind ganz klar im Hintertreffen", findet Reinhard Hetzel von der Stuttgarter Fahrschule Lucky drive. Ein Punkt treffe den Fahrer stärker. Bei Lucky drive werden die Fahrschüler darauf vorbereitet, wo sie künftig besonders aufpassen müssen. Die Schüler müssten noch vorsichtiger fahren, sagt Hetzel. Denn gefährliches Überholen beispielsweise führt jetzt eher zu Strafen und höheren Bußgeldern.

Zu hohes Tempo

Einige Beispiele verdeutlichen das: Wenn Autofahrer zwischen 21 und 25 Kilometer pro Stunde zu schnell fahren, riskieren sie wie bisher 1 Punkt in Flensburg. Wer noch schneller ist, muss mit 2 Punkten statt bisher 3 bis 4 rechnen.

1 Punkt (bisher 3) gibt es, wenn die Geschwindigkeit nicht den Sicht- und Wetterverhältnissen - zum Beispiel bei Nebel und Glatteis - angepasst ist. Wer ein Überholverbot missachtet oder beim Überholen andere gefährdet, konnte bisher bis zu 4 Punkte erhalten. Jetzt sind es 1 bis 2 Punkte.

Rotlichtverstöße

Fährt ein Autofahrer trotz roter Ampel weiter, kann ihn das mindestens 1 Punkt (bisher 3) einbringen. Leuchtet die Ampel schon länger als eine Sekunde rot oder es kommt zu einer gefährlichen Situation, bringt das 2 (bisher 4) Punkte. Radfahrer, die eine rote Ampel missachten, können 1 Punkt erhalten.

Handy am Steuer wird teurer

Das Telefonieren im Auto ohne Freisprecheinrichtung kann wie bisher mit 1 Punkt geahndet werden. Das Bußgeld steigt aber von 40 auf 60 Euro.

Viele Autofahrer verlieren ihre Punkte

Freuen können sich dagegen etwa 141.000 von fast neun Millionen Autofahrern, die in Flensburg Punkte haben. Sie verlieren am 1. Mai ihre Punkte komplett, weil ihre Verstöße nach dem neuen System nicht mehr mit Punkten geahndet werden. Ab 2016 sollen Bürger ihren Punktestand beim Kraftfahrtbundesamt online abrufen können.

Verkehrssünderdatei seit 1974

Seit 1951 ist das KBA Bundesoberbehörde für den Straßenverkehr, seit 1952 in Flensburg. Neben der 1974 gegründeten "Verkehrssünderdatei", in der im Jahr 2012 neun Millionen Menschen erfasst waren, werden noch weitere Register geführt, etwa das Zentrale Fahrzeugregister. Zur Reform waren auch die mehr als 900 KBA-Mitarbeiter befragt worden.

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