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Helmpflicht für Radfahrer: Drei Gründe dafür - und drei dagegen

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Pro und Contra  

Drei Gründe für eine Helmpflicht - und drei dagegen

17.06.2014, 17:57 Uhr | t-online.de,

Helmpflicht für Radfahrer: Drei Gründe dafür - und drei dagegen. Helmpflicht Pro und Contra (Quelle: imago)

Helmpflicht Pro und Contra (Quelle: imago)

Die Helmpflicht für Radler ist abgewendet: Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat entschieden, dass Radfahrern nach einem unverschuldeten Unfall keine Mitschuld an eigenen Verletzungen gegeben werden kann, weil sie keinen Helm getragen haben. Trotzdem gibt es gute Argumente, die für oder gegen eine Helmpflicht sprechen. Wir haben jeweils drei Gründe Pro und Contra gesammelt.

Pro: Der Helm kann Leben retten

Das passive Sicherheitsplus: Sicher ist, ein Helm kann vor schweren Kopfverletzungen schützen. Vor allem Unfallärzte plädieren deshalb für eine Helmpflicht.

Pro: höhere Sichtbarkeit

Radfahrer mit Helm haben zudem auch ein aktives Sicherheitsplus. Mit bunten Farben, auffälligen Formen, Reflektoren und am Helm angebrachten Leuchten sind Radfahrer für andere Verkehrsteilnehmer besser zu sehen.

UMFRAGE
Tragen Sie einen Helm beim Radfahren?

Pro: Moderne Helme sind leicht

Das Tragen eines Helmes wird dem Radfahrer leicht gemacht: Bei der heutigen Auswahl ist für jeden - vom Citybiker bis zum Amateur - etwas dabei. Die meisten Helme sind inzwischen leicht und gut belüftet, dass sie nach kurzer Tragezeit kaum noch stören. Positiver Nebeneffekt: Bei der derzeitigen Helmquote würden eine Verpflichtung zum Helm sogar die Wirtschaft etwas ankurbeln.

Contra: Hitze und Eitelkeit

Motorisierte Zweiradfahrer müssen seit Ende der 70er Jahre einen Helm tragen - sie sind aber auch schneller unterwegs als Fahrradfahrer. Beim Radfahren in der Stadt stört ein Helm oft. Im Alltag möchte niemand verschwitzt und mit total zerdrückter Frisur am Arbeitsplatz ankommen.

Contra: Radverkehr wird zurückgehen

Kritiker gehen davon aus, dass sich weniger Menschen auf das umweltfreundliche Rad schwingen werden, wenn es eine Helmpflicht geben sollte. Zwar ist die Helmquote im letzten Jahr laut Bundesanstalt für Straßenwesen auf 15 Prozent gestiegen, dabei darf aber nicht übersehen werden, dass Spitzenquoten von 75 Prozent vor allem bei Kindern im Alter von sechs bis zehn Jahren erzielt werden. Erwachsene sind weiterhin Helmmuffel - bei ihnen liegt die Quote zwischen sechs und 16 Prozent.

Contra: falsches Sicherheitsgefühl

Das Tragen eines Helmes verleitet zu riskanterer Fahrweise sowohl von Radfahrern als auch von Autofahrern, die sich diesen nähern. Der Schutzeffekt eines Helmes wird vom Radler überschätzt. Und leider schützt er nicht davor, dass ein Autofahrer die Tür aufreißt und es zum Unfall kommt. Autofahrer wiederum kennen den Radhelm vor allem von den Profis - und gehen davon aus, dass jeder Radfahrer, der einen Helm trägt, sicher im Sattel sitzt. Dann fahren sie im Zweifelsfall dichter auf und überholen mit weniger Sicherheitsabstand.

Helmpflicht auch eine Frage der Kontrolle

Letztlich bleibt die Frage: Selbst wenn eine Helmpflicht durchgesetzt werden würde - wer soll eigentlich die vielen Radfahrer kontrollieren? Zudem würden drohende Bußgelder den Radverkehr in Deutschland unpopulärer machen.

Das Grundproblem löst eine Helmpflicht nicht: das gefährliche Nebeneinander von Autos und Fahrrädern auf der Straße. Eine Verbesserung könnte eine Verkehrsinfrastruktur darstellen, die nicht nur auf das Auto setzt - und damit auch die gesellschaftliche Akzeptanz von nicht-motorisierten Verkehrsteilnehmern stärkt.

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