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Tödliche Autokollision  

Toyota muss elf Millionen Dollar an Unfallopfer zahlen

04.02.2015, 07:57 Uhr | AP

Toyota muss elf Millionen Dollar an Unfallopfer zahlen. Ein Toyota Camry der Modellreihe 1996 bis 2001 - ein technischer Fehler führte zu dem tödlichen Unfall in den USA (Quelle: dpa)

Ein Toyota Camry der Modellreihe 1996 bis 2001 - ein technischer Fehler führte zu dem tödlichen Unfall in den USA (Quelle: dpa)

Bei dem Unfall vor neun Jahre starben in den USA drei Menschen, der Fahrer kam für Jahre ins Gefängnis - jetzt muss der Hersteller des Unglücksautos die Opfer entschädigen: Vor einem Bezirksgericht in Minneapolis verurteilten die Geschworenen den Autobauer Toyota zur Zahlung von elf Millionen Dollar (9,6 Millionen Euro) Schmerzensgeld an die Überlebenden der Autokollision. Hauptschuld seien Konstruktionsmängel an den Toyota Camry von 1996 gewesen.

Demnach trage Toyota 60 Prozent der Schuld für die Tragödie, bei der zwei Menschen schwerverletzt überlebten. Der Fahrer des Camry, Koua Fong Lee, sei zu 40 Prozent für den Unfall verantwortlich, erklärten die Geschworenen.

Lee, seine Familie, die verletzten Unfallopfer und deren Angehörigen hatten die Klage gegen Toyota angestrengt. Sie erklärten darin, dass Lees Auto wegen eines Defekts im Jahr 2006 unfreiwillig beschleunigte und in einen anderen Wagen gekracht war.

Toyota weist Schuld zurück

Toyota argumentierte hingegen, es habe keinen Defekt gegeben. Vielmehr sei Lee fahrlässig und ein unerfahrener Autofahrer gewesen, der das Gaspedal mit der Bremse verwechselt habe.

Nach dem Unfall war Lee wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr angeklagt und zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Doch nachdem Berichte über plötzliche Beschleunigungen bei einigen Toyota-Wagen auftauchten, erreichte er, dass sein Fall neu aufgerollt wurde.

Fahrer unschuldig im Gefängnis

Schließlich entschied sich die Staatsanwaltschaft gegen einen neuen Prozess, Lee wurde nach zweieinhalb Jahren hinter Gittern auf freien Fuß gesetzt. Später verklagte er Toyota.

"Kein Geld der Welt (...) wird mir mein Leben wiedergeben, mein Leben ist nicht mehr dasselbe", sagte Lee nach dem Urteil. Den Opfern und deren Familien wolle er eines sagen: "Ich versuchte alles, um das Auto zu stoppen."

Toyota teilte mit, der Konzern respektiere die Entscheidung der Jury. Dennoch sei man der Ansicht, dass die Beweise klar zeigten, dass das Fahrzeug nicht die Ursache für den Unfall gewesen sei. Toyota werde nun seine rechtlichen Optionen prüfen.

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