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Führerschein: MPU soll transparenter werden

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Pläne von Verkehrsminister Alexander Dobrindt  

MPU soll transparenter werden

17.02.2015, 15:08 Uhr | t-online.de

Führerschein: MPU soll transparenter werden. Verkehrsminister Dobrindt will die MPU transparenter gestalten. (Quelle: imago)

Verkehrsminister Dobrindt will die MPU transparenter gestalten. (Quelle: imago)

Es ist das meist gefürchtete Gespräch bei allen Autofahrern, die ihren Führerschein verloren haben: Die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), im Volksmund auch "Idiotentest" genannt. Jetzt soll die MPU transparenter werden.

"Wer zur MPU muss, soll die Chance bekommen, sich auf einen standardisierten Test vorbereiten zu können", sagte Verkehrsminister Alexander Dobrindt der "Welt". Außerdem muss es bei den Testergebnissen eine geregelte Nachprüfbarkeit geben." Bisher gibt es teils unterschiedliche Fragen in den Ländern. Das Vorhaben soll nach den derzeitigen Plänen möglichst bis 2017 abgeschlossen sein.

MPU häufig bei Alkoholsündern

Das MPU-Gutachten ist etwa bei alkoholauffälligen Fahrern Basis für die Entscheidung, ob sie einen entzogenen Führerschein zurückbekommen. Zum Test wird geschickt, wer wiederholt betrunken oder einmal sogar mit mehr als 1,6 Promille am Steuer erwischt wurde oder unter Drogeneinfluss gefahren ist.

UMFRAGE
Mythos MPU - was halten Sie vom "Idiotentest"?

MPU: schwieriges Gespräch

Der Test besteht aus mehreren Teilen. Die MPU-Teilnehmer müssen in einem Gespräch mit einem Psychologen oder Arzt nachweisen, dass sie geeignet sind, am Straßenverkehr teilzunehmen - das ist die größte Hürde. Denn es liegt im Ermessen des Psychologen, dem Verkehrsteilnehmer seine "Läuterung" abzunehmen.

Oftmals sind die Gründe bei Ablehnung für den Verkehrsteilnehmer weder nachvollziehbar noch transparent. Daher wird über mögliche Ton- oder Videomitschnitte diskutiert. Zunächst müssen aber rechtliche Fragen geklärt werden.

Knapp 100.000 Autofahrer jährlich betroffen

2012 waren das fast 95.000 Autofahrer. Knapp 56 Prozent der Prüflinge erhielten den Führerschein zurück, weitere sieben Prozent wurden als nachschulungsfähig eingestuft. 37 Prozent mussten weiter auf den Führerschein verzichten.

Wie die MPU-Reform aussehen soll

Union und SPD haben im Koalitionsvertrag eine Reform des "Idiotentests" vereinbart. Der Vorstoß Dobrindts ist nicht ganz neu: Bereits auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar 2014 stand das Thema auf der Agenda. Das Ministerium will ein deutlicheres Regelwerk sowie Stellen zur Kontrolle von Anbietern und Gutachten, einen einheitlichen Fragenkatalog und bessere Informationen von Betroffenen.

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