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Punkte in Flensburg: Das müssen Sie wissen

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60 Jahre Verkehrssünderkartei  

Wann verjähren Punkte: Was Sie zum Punktesystem wissen sollten

19.07.2017, 11:03 Uhr | dpa, AM

Punkte in Flensburg: Das müssen Sie wissen. Was Autofahrer zum Punktesystem wissen sollten (Quelle: dpa/Carsten Rehder)

Hier werden die Daten der Verkehrssünder erfasst und gesammelt: Hauptsitz des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg. (Quelle: Carsten Rehder/dpa)

Wer sich im Straßenverkehr falsch verhält, riskiert "Punkte in Flensburg". Millionen Menschen sind im Verkehrszentralregister (VZR) des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) erfasst, das umgangssprachlich auch Verkehrssünderkartei genannt wird.

Die gesetzliche Grundlage für die Einrichtung wurde vor 60 Jahren geschaffen. Die entsprechende Verordnung stammt vom 25. Juli 1957, aber erst am 2. Januar 1958 ging das Register in Betrieb. Die berüchtigten Punkte gibt es aber erst seit 1974. Im Jahr 2014 wurde das System grundlegend reformiert. Aus dem Verkehrszentralregister wurde das Fahreignungsregister. Wie das System, im Detail funktioniert, wissen längst nicht alle. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Wofür gibt es Punkte?

Für Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße von mehr als 60 Euro – wenn sie die Verkehrssicherheit gefährden. Wer dagegen das Sonntagsfahrverbot missachtet oder etwa ohne eine Plakette in eine städtische Umweltzone fährt, kommt um Punkte herum – egal, wie viel er zahlen muss. Auch für Straftaten gibt es Einträge im Fahreignungsregister.

Wo gibt es Auskunft zum Punktestand?

Um den Punktestand beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg kostenlos zu erfragen, können Autofahrer über das Internet einen Antrag stellen. Dafür brauchen sie aber einen Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion. Alternativ können sie den Antrag per Post schicken, entweder mit einer amtlich beglaubigten Unterschrift oder mit einer Kopie von Reisepass oder Personalausweis. Wer in der Nähe von Flensburg wohnt, kann auch zum Kraftfahrt-Bundesamt fahren und vor Ort die Auskunft beantragen. Hierfür ist ebenfalls ein gültiges Ausweisdokument nötig. Vorsicht: Mittlerweile gibt es Anbieter, die nichts mit dem KBA zu tun haben und diesen an sich kostenlosen Punkteauskunftsservice gegen Bezahlung anbieten.

Wie wurden die Punkte nach der Reform umgerechnet?

Im alten Verkehrszentralregister war die Fahrerlaubnis nach 18 angesammelten Punkten weg. Das neue Fahreignungsregister zählt maximal bis acht, ehe die Fahrerlaubnis entzogen wird. Die Umrechnung im Mai 2014 erfolgte in Stufen: Wer sechs oder sieben Punkte auf dem Konto hatte, besaß danach noch drei. Wer 14 oder 15 hatte, wurde auf sechs Punkte umgeschrieben.

Wie lassen sich angesammelte Punkte abbauen?

Autofahrer können einen Punkt abbauen, indem sie ein Fahreignungsseminar besuchen, bestehend aus verkehrspädagogischem Unterricht und Praxiseinheiten. Laut einer Broschüre des ADAC kostet das Seminar rund 400 Euro. Voraussetzung: Verkehrssünder dürfen zum Zeitpunkt des Seminars nicht mehr als fünf Punkte haben. Innerhalb von fünf Jahren kann man das Seminar nur einmal besuchen.

Welche Verjährungsfristen gelten?

Wie schnell Punkte aus dem Fahreignungsregister gelöscht werden, hängt vom Verstoß ab. Punkte für Ordnungswidrigkeiten verschwinden nach zweieinhalb Jahren. Beispiel: Fahren mit Handy am Steuer. Für Straftaten oder Verstöße mit Fahrverboten gibt es zwei Punkte. Dies blüht unter anderem Autofahrern, die mehr als 31 km/h zu schnell in der Stadt rasen und geblitzt werden. Diese Punkte verjähren erst nach fünf Jahren. Für Straftaten mit Fahrerlaubnisentzug bekommt man drei Punkte, die zehn Jahre lang auf dem Konto stehen bleiben. Das droht etwa Fahrern, die volltrunken oder unter Drogen erwischt werden.

Im Gegensatz zum alten Punktesystem sind die Verjährungsfristen starr, wie der ADAC erklärt. Jede Eintragung wird demnach nach Ende der Frist gelöscht. Früher verlängerte sich diese, wenn innerhalb des Zeitraums neue Punkte dazugekommen waren.

Welche Folgen haben Punkte im Fahreignungsregister Flensburg?

Spürbar sind sie nicht erst beim Entzug der Fahrerlaubnis. Wer vier oder fünf Punkte hat, erhält von der Fahrerlaubnisbehörde schriftlich eine Ermahnung. Die kostet im Landkreis Harburg zum Beispiel rund 20 Euro. Bei sechs bis sieben Punkten erfolgt eine Verwarnung, ebenfalls gebührenpflichtig. Bei acht Punkten ist die Fahrerlaubnis weg. Danach muss man zur medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) und darf für mindestens sechs Monate kein Auto fahren. Gut zu wissen: Wie der ADAC erklärt, darf man nur auf acht Punkte gestuft werden, sofern es vorher Ermahnung und Verwarnung gab.

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