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Unfallhilfe: Diese Regeln gelten am Unfallort

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Unfallhilfe: Diese Regeln gelten am Unfallort

12.06.2012, 14:26 Uhr | nk (CF)

Viele fürchten diese Situation: Sie kommen an einem Ort vorbei, an dem gerade ein Unfall stattgefunden hat. Was sollen Sie jetzt tun? Unfallhilfe zu leisten, gehört zu Ihren Pflichten als Verkehrsteilnehmer. Dabei es gelten gewisse Regeln, an die Sie sich unbedingt halten sollten.

Unfallhilfe: Was Sie als Erstes tun müssen

Wenn Sie an einen Unfallort gelangen, dürfen Sie diesen niemals verlassen, ohne Unfallhilfe zu leisten - auch nicht bei Bagatellschäden. Hierzu besteht nicht nur eine moralische, sondern auch eine gesetzliche Pflicht. Kommen Sie dieser nicht nach, drohen Geld- oder sogar Haftstrafen, da Sie juristisch gesehen Unfallflucht begehen, so die ARD.

Unfallhilfe: Diese Regeln gelten am Unfallort. Auch wenn es nicht leicht fällt: Sie sind zur Unfallhilfe verpflichtet (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auch wenn es nicht leicht fällt: Sie sind zur Unfallhilfe verpflichtet (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Als Grundregel gilt, die Unfallstelle schnellstmöglich abzusichern, um Folgeschäden zu vermeiden. Wer mit dem Auto unterwegs ist, schaltet die Warnblinkanlage ein und zieht eine Warnweste über. Das Warndreieck sollte auf Landstraßen etwa 100, auf der Autobahn rund 200 Meter vor der Unfallstelle aufgestellt werden, rät der ADAC. Ist die Strecke unübersichtlich, stellen Sie es unbedingt vor der Kurve oder der Hügelkuppe auf. Wenn Sie zu Fuß unterwegs sind, finden Sie vielleicht im Unfallwagen ein Warndreieck.

Sollten Sie am Unfall nicht beteiligt gewesen sein, ihn aber beobachtet haben, dann sollten Sie gegebenenfalls warten und bei den Polizisten eine Zeugenaussage machen. Oder Sie geben den Unfallbeteiligten ihre Adresse für eine mögliche Zeugenaussage. Das müssen Sie nicht tun, wenn Sie es nicht möchten, es kann aber den Beteiligten in Versicherungsfragen oder vor Gericht helfen.

Den Rettungsdienst rufen

Bei schweren Unfällen mit verletzten Personen sollten Sie sofort den Rettungsdienst informieren. In ganz Europa erreichen Sie diesen unter der Notrufnummer 112. Wichtig ist, dass Sie den Unfallort möglichst genau benennen können, ermahnt der ADAC. Achten Sie auf Straßenschilder oder die blauen Abschnittsnummern auf Autobahnen. Vergessen Sie auch nicht, die Polizei unter der Rufnummer 110 zu verständigen.

Erste Hilfe zu leisten ist Pflicht

Hilfe zu rufen reicht nicht aus. Daher sollten Sie nicht lange zögern und Erste Hilfe leisten, sofern diese nötig ist - auch wenn Sie unsicher sind. Hier gilt laut ARD die Regel: "Der größte Fehler ist, einfach nichts zu tun. Erste Hilfe kann Leben retten." Aus diesem Grund sind Autofahrer auch stets verpflichtet einen Erste Hilfe Kasten mitzuführen.

Sollte Ihnen dabei ein Fehler unterlaufen, können Sie dafür juristisch nicht haftbar gemacht werden, da Sie nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben. Trotzdem der Tipp: Auch wenn Sie nicht dazu verpflichtet sind, sollten Sie Ihre Kenntnisse in Erster Hilfe regelmäßig auffrischen, um im Ernstfall helfen zu können. Dazu bieten die Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz, die Johanniter oder Malteser regelmäßig Kurse an. Außerdem gibt es mittlerweile reichlich Informationsmaterial wie Anleitungen, Bilder und Videos zu Erste Hilfe-Maßnahmen. Wenn am Unfallort bereits Hilfe geleistet wird, sollten Sie weiterfahren beziehungsweise weitergehen und den Unfallort räumen. „Gaffer“ stehen nur im Weg und können Hilfskräfte behindern. Deshalb können dafür saftige Geldbußen, laut ADAC zwischen 40 und 5000 Euro, verteilt werden.

Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr

Auch wenn eine Pflicht zur Unfallhilfe besteht, müssen Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn Sie hierfür eine Autobahn überqueren müssten. Aber auch bei Dunkelheit, wenn Sie die Situation nur schwer einschätzen können, müssen Sie nicht am Unfallort bleiben. Dies befreit Sie jedoch nicht von der Pflicht, einen Notruf absetzen zu müssen, berichtet die ARD.

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