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Rechts überholen: Gefährlich und meistens verboten

23.11.2012, 16:43 Uhr | tg (CF)

Wer auf deutschen Straßen rechts überholt, verstößt gegen die Verkehrsordnung. Immer? Nein, denn in bestimmten Situationen ist das Rechtsüberholen erlaubt. Erfahren Sie, um welche Situationen es sich hierbei handelt und welche Strafen drohen, wenn Sie das Verbot missachten.

Was gilt eigentlich als Überholvorgang?

Als Überholvorgang gilt laut Paragraf 5 der Straßenverkehrsordnung das Vorbeifahren an einem anderen Fahrzeug, das sich auf der gleichen Fahrbahn in dieselbe Richtung bewegt. Parkende Fahrzeuge sind hiervon ausgenommen. Überholen ist in Deutschland grundsätzlich nur auf der linken Seite erlaubt. Wer rechts überholt, muss mit Bußgeldern sowie Punkten in Flensburg rechnen. Wie so oft gibt es jedoch Ausnahmen von der Regel, in denen das Rechtsüberholen erlaubt ist.

Grundsätzlich zählen dazu Fahrsituationen, in denen Verkehrsteilnehmer zwischen den Fahrstreifen frei wählen dürfen. Dies ist meist innerorts im Stadtverkehr der Fall, bestätigt auch der Aalener Verkehrspolizist Thomas Gress, Verkehrspolizist in einem entsprechenden Bericht des ZDF. Auf vielen deutschen Straßen gilt allerdings das Rechtsfahrgebot, also keine freie Wahl der Fahrspur. Dazu zählen beispielsweise Autobahnen oder mehrspurige Landstraßen. Es ist entsprechend verboten, rechts zu überholen. Doch auch hier sieht die Straßenverkehrsordnung einige Ausnahmen vor. (Radfahrer überholen: So gelingt es richtig)

Rechts überholen: Ausnahmen von der Regel

Eine Situation, in der Sie rechts überholen dürfen, ergibt sich beispielsweise dann, wenn Sie sich mit konstanter Geschwindigkeit fortbewegen, der Fahrer auf der linken Spur jedoch seine Geschwindigkeit reduziert. In diesem Fall ist es erlaubt, mit gleichbleibendem Tempo vorbeizufahren. Nach einigen Metern dürfen Sie unter diesen Voraussetzungen sogar links einscheren.

Einen weiteren Sonderfall stellen Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen von Autobahnen dar. Sie gelten als eigenständige Fahrbahnen. Wollen Sie auf eine Autobahn fahren, dürfen Sie hier links befindliche Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit auch rechts überholen. Gleiches gilt beim Verlassen der Autobahn – allerdings ist es hier nicht mehr erlaubt, zu beschleunigen. (Unbekannte Verkehrsregeln für Autofahrer)

Bei Kolonnenfahrten nur bedingte Ausnahme

Knifflig wird es im Kolonnenverkehr bis 60 Stundenkilometer, auch bekannt als Stau oder zähflüssiger Verkehr: Hier dürfen Sie rechts schneller fahren als links, allerdings nur dann, wenn Sie nicht mehr als 20 km/h schneller fahren als die Fahrzeuge auf der linken Spur. Strafbar machen Sie sich außerdem dann, wenn Sie nur kurz einen möglichen Freiraum auf der rechten Spur auszunutzen, um sich dann wieder links einzuordnen. (Reißverschlussverfahren: Die Tücke auf der Autobahn)

Wie Verstöße geahndet werden

Die Beschleunigung beim Rechtsüberholen kann für das Strafmaß entscheidend sein, das sich auf zwei Eskalationsstufen bewegt: So begibt sich ein Autofahrer bereits auf die erste Stufe, wenn er auf der rechten Spur kurz beschleunigt, um dem Linksfahrer anzuzeigen, dass er schneller ist. Wer allerdings so weit geht, rechts zu überholen, um dann wieder links einzuscheren, und den langsameren Fahrer im Anschluss auch noch ausbremst, macht sich einer Straftat schuldig. Übrigens: Auch wenn Sie notorische Linksfahrer rechts überholen, gilt dies nicht als legitime Notwehr, sondern ist ebenso strafbar.

Punkte in Flensburg nur unter bestimmten Bedingungen

Ob Sie Punkte beim Verkehrszentralregister in Flensburg erhalten, und wie die Höhe des Bußgeldes ausfällt, hängt übrigens davon ab, wo das Vergehen passiert: Innerorts drohen 30 Euro Bußgeld, außerorts werden 100 Euro sowie drei Punkte fällig. Besonders, wenn Sie auf der Autobahn rechts überholen, wird dieser Verbotsverstoß besonders streng geahndet. Denn wegen der hohen Geschwindigkeiten ist das Fehlverhalten dort besonders gefährlich. Über das übliche Strafmaß hinaus kann auch versicherungsrechtlich das Rechtsüberholen als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden. Sollte es zu einem Unfall kommen, entfällt gegebenenfalls der Versicherungsschutz, und Schäden am eigenen Auto müssen Sie selbst tragen. (Parkscheibe: Das sollten Sie beachten)

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