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Unbekannte Verkehrsregeln kennenlernen

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Unbekannte Verkehrsregeln für Autofahrer

23.11.2012, 16:46 Uhr | mb (CF)

Die Straßenverkehrsordnung enthält auch vielen Autofahrern unbekannte Verkehrsregeln. Oftmals werden viele davon recht bald nach der Theorieprüfung oder dem Erhalt der Fahrerlaubnis wieder vergessen – vor allem weil sie in der Praxis kaum Anwendung finden oder sich schnell wieder ändern.

Unbekannte Verkehrsregeln: "Stop" heißt anhalten

Die Signalfarbe Rot für Autofahrer stets ein Achtungssignal. Prangt auf dem Schild auch noch ein großes "Stop", bedeutet das, dass Sie anhalten müssen und den kreuzenden Fahrzeugen Vorfahrt gewähren müssen. Was viele häufig vergessen oder auch ignorieren: Anhalten heißt in diesem Fall, dass das Fahrzeug vollständig an der Haltelinie zum Stehen kommen muss. Als Richtwert gelten etwa drei Sekunden – und zwar auch dann, wenn die Straße auf den ersten Blick frei zu sein scheint. Haben Sie an der Haltelinie keine freie Sicht, müssen Sie gegebenenfalls ein weiteres Mal halten, um sicherzugehen, dass Sie freie Fahrt haben.

Dass eine rote Ampel zum Anhalten auffordert, ist keine unbekannte Verkehrsregel. Gesellt sich aber ein kleines Schild mit grünem Pfeil dazu, wissen viele Autofahrer nicht, wie sie sich verhalten sollen. Rechtsabbieger dürfen hier grundsätzlich auch bei Rot abbiegen, sofern er dem kreuzenden Verkehr die Vorfahrt gewährt. Eine unbekannte Verkehrsregel ist jedoch vielen folgende: Wie beim Stoppschild muss jeder einzelne Autofahrer zuvor an der Haltelinie anhalten, um sicherzugehen, dass er weder Autofahrer noch Radfahrer oder Fußgänger behindert. Allesamt haben Vorrang vor Ihrer Weiterfahrt. (Reißverschlussverfahren: Die Tücke auf der Autobahn)

Kreisverkehr und "rechts vor links"

In Deutschland ist der Kreisverkehr noch verhältnismäßig selten und zudem wurden die Verkehrsregeln hier eine Zeit lang von Fahrschulen unterschiedlich gelehrt. Das betrifft in erster Linie das Blinken: Wer in einen Kreisverkehr hineinfährt, sollte keinen Richtungswechsel anzeigen. Da Sie ohnehin nur nach rechts einfahren dürfen, ist das Blinken zudem überflüssig. Beim Verlassen des Kreisverkehrs müssen Sie dies vor der Ausfahrt jedoch mit Blinken anzeigen. Blinken Sie hingegen beim Einfahren, könnte dies bei nachfolgenden Fahrzeugen zu Verwirrung führen, da Autofahrer fälschlicher denken könnten, Sie würden den Kreisverkehr bei der nächsten Ausfahrt bereits verlassen.

Die meisten Autofahrer wissen zwar, dass die sich im Kreisel befindlichen Fahrzeuge Vorfahrt haben, also nicht rechts vor links gilt. Dies gilt allerdings nur bei Kreisverkehren, die als solche mit einem blauen Schild gekennzeichnet sind, auf dem drei weiße Pfeile die Kreisrichtung anzeigen. Fehlt dieses Schild, gilt hier stattdessen rechts vor links. (Verkehrsregeln an der Bushaltestelle)

Auf Parkplätzen gilt die StVO

Innerorts gibt es jedoch auch Ausnahmefälle, in denen nicht rechts vor links gilt, obwohl viele Verkehrsteilnehmer dies denken. Diese häufig unbekannte Verkehrsregel gilt grundsätzlich beispielsweise beim Verlassen von sogenannten Spielstraßen oder wenn Sie aus einer Straße mit abgesenktem Bordstein in den fließenden Verkehr abbiegen wollen – hier bedarf es auch keines gesonderten Schildes. Übrigens gilt auch auf Parkplätzen niemals grundsätzlich rechts vor links: Auf Großparkplätzen muss jeder auf jeden achten, die Verständigung läuft per Handzeichen – selbst wenn ein Hinweisschild mit der Aufschrift "Hier gilt die StVO" aufgestellt wurde.

Unbekannte Verkehrsregeln bei Autobahn und Zebrastreifen

Sie ärgern sich über Verkehrsteilnehmer, die auf der Autobahn den Mittelstreifen "blockieren"? Häufig wahrscheinlich zu Unrecht, denn es ist grundsätzlich erlaubt, sich trotz Rechtsfahrgebot auf der mittleren Fahrbahn zu fortzubewegen. Nämlich dann, wenn es abzusehen ist, dass es nicht möglich sein wird, länger als 20 Sekunden auf der rechten Fahrspur zu fahren, weil dann beispielsweise ein Lkw zu überholen ist. So sollen unnötige Fahrspurwechsel beziehungsweise das Fahren in Schlangenlinien vermieden werden.

Noch eine unbekannte Verkehrsregel: Als Autofahrer müssen Sie am Zebrastreifen nur dann abbremsen, wenn Fußgänger sowie Begleittiere oder Rollstuhlfahrer selbigen passieren wollen – nicht jedoch für Radfahrer, denn diese müssen Ihnen die Vorfahrt lassen. Im Zweifel sollten Sie aber trotzdem lieber vom Gas gehen, ehe Sie Radfahrer trotz Fehlverhaltens gefährden. In Fahrradstraßen dürfen Radler übrigens nebeneinander fahren. Den Verkehr behindern sollten sie allerdings nicht, und sie sollten daher Platz für ein von hinten kommendes Fahrzeug machen. Entgegen der allgemein verbreiteten Meinung ist es übrigens nicht verboten in Flipflops, High Heels oder gar barfuß Auto zu fahren. Allerdings kann bei einem Unfall trotzdem ein Bußgeld fällig werden, und die Versicherung kann Fragen nach der Teilschuld stellen und im Zweifelsfall die Zahlung verweigern. (Rechts überholen: Gefährlich und meistens verboten)

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