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Innovation: Mercedes mit intelligentem Lichtsystem

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Intelligentes Lichtsystem  

Mercedes: Licht aus, Spot an

08.02.2006, 11:57 Uhr | Spiegel-Online, t-online.de

Von Tom Grünweg

Mercedes öffnet den Autofahrern die Augen: Mit einem neuen "Intelligent Light System" machen die Schwaben den Scheinwerfer frei nach dem Leitspruch "Licht aus, Spot an!" aus Ilja Richters TV-Disco zu einer Leuchtquelle, deren Strahl immer präziser gesteuert werden kann.
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Nebellicht von Mercedes (Foto: Mercedes-Benz)Nebellicht von Mercedes (Foto: Mercedes-Benz) Mehr Glanz für die E-Klasse
In den letzten Jahren hat die E-Klasse ein wenig an Glanz eingebüßt. Doch bald soll sie wieder zu einer strahlenden Erscheinung werden - und zwar im wörtlichen Sinne. Dafür wird Mercedes zum Sommer nicht nur das Design auffrischen, das Motorenprogramm erneuern und die Ausstattung erweitern, sondern auch eine neue Scheinwerfertechnik einführen: das "Intelligent Light System".

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Intelligente Bi-Xenon-Scheinwerfer
Wer dann bei den Schwaben die aufpreispflichtigen Bi-Xenon-Scheinwerfer bestellt, der bekommt eine intelligente Beleuchtungseinheit mit überaus beweglichen Strahlern. Sie verteilen das Licht je nach Wetter- und Verkehrssituation stets dorthin, wo es dem Fahrer am meisten nützt und erweitern so ganz erheblich das Sichtfeld und damit auch die Sicherheit. Das ist auch bitter nötig. "Trotz des deutlich geringeren Verkehrsaufkommens ist das Risiko, im Straßenverkehr zu verunglücken, in den Nachtstunden doppelt so groß wie tagsüber", sagt Mercedes-Sprecher Norbert Giesen.

Erweiterung des Sichtfeldes
Mit den neuen Scheinwerfern wird zum Beispiel aus dem konventionellen Abblendlicht das Landstraßenlicht: Weil es den linken Fahrbahnrand heller und weiträumiger ausleuchtet als bisher, gewinnt der Fahrer im Schnitt zehn Meter mehr an Sichtfeld. Beschleunigt die E-Klasse über 90 km/h, wechselt das System automatisch in den Autobahnmodus. Erst wird dabei die Leistung der Xenon-Lampen von 35 auf 38 Watt erhöht.

Ab 110 km/h 50 Meter mehr
Und in einer zweiten Stufe ab etwa 110 km/h wird mit einer drehbaren Walze im Scheinwerfer der Lichtverlauf so verändert, dass die Reichweite des fahrbahninneren Scheinwerfers deutlich gesteigert wird. Künftig zeichnet der Wagen dann auf der gesamten Fahrbahnbreite einen rund 120 Meter langen Lichtkegel, in dem der Fahrer gegenüber dem herkömmlichen Abblendlicht bis zu 50 Meter Sichtweite gewinnt.

Mehr Licht auch bei Nebel
Auch bei Nebel sollen die neuen Scheinwerfer mehr Licht ins Ungewisse bringen und so die eigentlichen Nebelleuchten unterstützen. Dafür schwenkt der linke Scheinwerfer bei aktivierter Nebelschlussleuchte im Tempobereich unter 70 km/h um acht Grad nach außen und gleichzeitig nach unten. So wird, versprechen die Mercedes-Entwickler, die innere Fahrbahnhälfte noch besser ausgeleuchtet, und der Fahrer behält einen besseren Überblick. Außerdem wird er dank der breiteren Lichtverteilung nicht mehr so stark durch die vom Nebel reflektierte Helligkeit geblendet.

Abbiegelicht von Mercedes (Foto: Mercedes-Benz)Abbiegelicht von Mercedes (Foto: Mercedes-Benz) Kurvenlicht
Mit dem "Intelligent Light System" haben die Schwaben auch die Ausleuchtung von Kurven und Kreuzungen verbessert: So kann der Elektromotor die Scheinwerfer nun um 15 statt bislang 12 Grad zur Seite schwenken und damit enge Kurven besser ausleuchten. Und wenn sich die E-Klasse mit weniger als 40 km/h einer Kreuzung nähert, der Fahrer den Blinker aktiviert oder das Lenkrad einschlägt, schaltet sich automatisch das Abbiegelicht ein. Abblend- und Nebelscheinwerfer leuchten dann in einem Winkel von 65 Grad den Bereich seitlich vor dem Wagen aus und lassen den Fahrer so etwa 30 Meter weit in die nächste Straße hinein schauen. Fußgänger, parkende Autos oder unerwartete Hindernisse können so schneller erkannt werden.

Intelligente LED-Leuchten (Foto: Mercedes-Benz)Intelligente LED-Leuchten (Foto: Mercedes-Benz) Wechsel auf LED geplant
Noch arbeiten die Entwickler bei der situationsabhängigen Beleuchtung mit konventionellen Scheinwerfern. Doch würden sie lieber heute als morgen auf "Licht Emittierende Dioden", so genannte LED wechseln. Die seit 1907 bekannten und 1967 erstmals kommerziell genutzten Strahlemänner sind der bisherigen Technik haushoch überlegen: Sie brauchen nicht nur weniger Platz und Energie, sprechen schneller an und halten ein Autoleben lang - vor allem lassen sie sich auch auf sogenannten Arrays leichter steuern. Weil dort viele Dioden auf einer Platine montiert werden, die alle einzeln angesteuert werden können, können neue Funktionen wie das Kurven- oder Autobahnlicht ganz ohne Mechanik und bewegliche Teile realisiert werden.

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Einsatz von LED in etwa 4 Jahren
Darüber hinaus ermöglicht das schnelle Ansprechen der LED mittelfristig ein neuartiges Fernlicht, bei dem eine Kamera hinter der Frontscheibe entgegenkommende Fahrzeug erfasst und die Distanz zum eigenen Wagen berechnet. Das Steuergerät der Scheinwerfer errechnet dann den idealen Kompromiss zwischen Sichtweite und Blendgefahr und dimmt das Fernlicht stufenweise ab. Einziger Haken: Noch ist die Lichtausbeute der LED nicht stark genug. Zwar hat sich ihre Lichtleistung zwischen 2004 und heute verdoppelt. Doch rechnen die Mercedes-Experten erst in drei oder vier Jahren mit LED, die so hell strahlen wie die heutigen Xenon-Lampen.

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