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Moderne Fahrzeuge in Eis und Schnee

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Wintercamping  

Moderne Fahrzeuge in Eis und Schnee

09.12.2003, 11:15 Uhr | T-Online/dpa

Camping wird auch im Winter immer beliebter. (Foto. dpa)Camping wird auch im Winter immer beliebter. (Foto. dpa)Campingplätze sind im Sommer überfüllt und im Winter geschlossen - so jedenfalls lautet eine verbreitete Meinung. Tatsächlich gilt dieses Prinzip aber kaum noch: Mittlerweile ist der Urlaub mit Reisemobil oder Caravan ein Thema für das ganze Jahr. Zum einen ermöglichen moderne Fahrzeuge den Einsatz bei eisigen Temperaturen. Zum anderen hat es wohl auch mit den recht hohen Preisen zu tun, die für solche Freizeitfahrzeuge ausgegeben werden. "Ein Reisemobil kostet durchschnittlich rund 50.000 Euro. Wer so viel Geld für das Fahrzeug ausgibt, der will es auch nutzen", sagt Viktoria Groß vom Deutschen Camping-Club (DCC) in München. Neu ist die Idee des Wintercampings allerdings nicht: "Mitte der fünfziger Jahre wurden die ersten Wintercamping-Treffen veranstaltet", so Groß.

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"An den Wänden festgefroren"
Die reine Freude war ein solcher Kurzurlaub jedoch nicht immer: "Die Caravans wurden damals meist noch mit Kanonenöfen geheizt." Gingen diese in der Nacht aus, gefror das Schwitzwasser, das sich an den Innenwänden der Wohnwagen gebildet hatte. "Die Menschen waren dann beim Aufwachen mit Haaren oder Kleidung an den Wänden festgefroren und mussten mit dem Fön befreit werden", sagt Groß. Derlei Probleme sind heute nicht zu befürchten. Vor allem seit Mitte der neunziger Jahre wurde laut Groß viel an der Wintertauglichkeit von Wohnmobilen gearbeitet. "Die Themen Wintercamping und Wintertauglichkeit haben an Stellenwert gewonnen", sagt auch Monika Metzler, Pressesprecherin des Herstellers Hymer in Bad Waldsee in Baden-Württemberg. Hymer setzt zum Beispiel auf Seitenwände in den Aufbauten, deren Wärmedämmung einer 44 Zentimeter dicken Ziegelwand entsprechen soll.


Zusatzheizung für mehr Wintertauglichkeit
Ob ein Reisemobil oder ein Caravan wintertauglich ist, hängt aber nicht nur von der Isolierung ab. Es kommt auf verschiedene Details an, zum Beispiel auf die Wassertanks: "Je nachdem wo sich die Tanks befinden, können sie einfrieren", erklärt Andrea Piechotta vom ADAC in München. Liegt der Wassertank unter dem Auto, kann eine entsprechende Zusatzheizung für mehr Wintertauglichkeit sorgen. Ein wesentliches Thema für den Winter ist natürlich die Heizung an sich. Wichtig ist laut dem Caravan Industrie-Verband Deutschland (CIVD) in Kriftel in Hessen nicht allein deren Leistungsfähigkeit, sondern wie sich die warme Luft im Innenraum verteilt. Hier ist die Zahl der so genannten Ausströmer ebenso von Bedeutung wie die Frage, ob die Luft wirklich alle Winkel erreicht. Sogar die Verlegung der Heizungsrohre kann für die Wintertauglichkeit entscheidend sein: «Wir verlegen die Wasserleitungen immer mit den Heizungsrohren», sagt Dieter Bienmüller vom Hersteller Tabbert in Sinntal-Mottgers in Hessen. So hindert die Wärme das Wasser am Einfrieren.

Winterreifen sind unverzichtbar
Die Camper kommen das ganze Jahr zum Einsatz. (Foto. dpa)Die Camper kommen das ganze Jahr zum Einsatz. (Foto. dpa)Geht es dann auf die winterliche Fahrt zum Campingplatz, sollten laut dem ADAC vor allem für Ziele in den Bergen vorab Erkundigungen über die Straßenverhältnisse eingeholt werden. Winterreifen sind laut dem CIVD unverzichtbar. Schneeketten sollten griffbereit sein - auch ein Reisemobil benötigt die Traktionshilfe für sicheres Fahren durch Schnee und Matsch. Ein Gedanke an die Gasanlage kann vor Fahrtantritt nicht schaden: "Im Winter muss Propangas getankt werden", sagt Viktoria Groß. Denn Butan bleibt bei Minustemperaturen flüssig, und weder Heizung noch Kühlschrank ließen sich in Gang setzen.

Handbremse ist zu lösen
Einmal am winterlichen Campingplatz angekommen, sind eine Reihe jahreszeitlicher Besonderheiten zu beachten: "Der Stellplatz sollte schnee- und eisfrei sein", rät Andrea Piechotta. Bei plötzlichem Tauwetter könnte das Fahrzeug sonst einsacken. Die Handbremse ist zu lösen, damit sie nicht festfriert. Das Kabel zum Anschluss an die Stromversorgung des Campingplatzes darf laut Andrea Groß nicht so verlegt werden, dass es am Boden festfriert. Es muss außerdem sicher sein, dass es nicht von einem Schneepflug gefährdet werden kann.

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Dachluke immer einen Spalt geöffnet lassen
"Es ist ratsam, ein Vorzelt dabei zu haben", so Piechotta. Hier können beispielsweise nach einem Skiausflug Sportgeräte und Bekleidung gelagert werden, ohne dass die Feuchtigkeit in den Innenraum gelangt. Trotz winterlicher Temperaturen wird geraten, die Dachluke immer einen Spalt geöffnet zu lassen. Laut dem CIVD verbessert dies die Luftzirkulation: Feuchtigkeit und verbrauchte Luft werden abgeführt. Weil frische Luft sich schneller erwärmt, lässt der Raum sich auch leichter heizen.

Schaufel gehört ins Gepäck
Ein Problem in Hinblick auf angenehme Temperaturen sind gerade bei Reisemobilen die einfach verglasten Fenster im Fahrerhaus. Abhilfe lässt sich laut dem CIVD mit Isoliermatten schaffen, die auf die Scheiben gelegt werden. Hinzu kommen schwere Trennvorhänge, die den Wohnbereich von der kalten Zone trennen. Ein wichtiges Gepäckstück für das Wintercamping ist laut Viktoria Groß eine Schaufel. "Die gehört ins Gepäck." Damit es ist einfacher, bei starkem Schneefall das Dach des Wohnmobils beziehungsweise Caravans und des Vorzeltes regelmäßig von Schnee zu befreien - gerade nasser Schnee wird sonst schnell zur schweren Last.

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