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Einigung für Dieselfahrzeuge ist in Sicht

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Rußpartikelfilter  

Einigung für Dieselfahrzeuge ist in Sicht

14.07.2004, 14:42 Uhr | T-Online/dpa/reuters/mid

Die deutschen Automobilhersteller haben den serienmäßigen Einbau von Rußpartikelfiltern in Diesel-Pkw ab 2008, spätestens 2009, angekündigt. Das gab der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernd Gottschalk, nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder bekannt. Damit ist der Streit um den Partikelfilter zwischen Politik, Herstellern und Umweltverbänden wohl vorerst beigelegt. Kurz nach Bekanntwerden der Einigung gab es aber schon wieder erste Unstimmigkeiten der verschiedenen Lager.

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Grenzwerte noch nicht festgelegt
Peugeot 307 mit Rußpartikelfiltersystem FAP. (Foto: Peugeot)Peugeot 307 mit Rußpartikelfiltersystem FAP. (Foto: Peugeot)Mit dem Filter sollen Dieselfahrzeuge die künftige Abgasnorm Euro 5 erfüllen, die 2010 in Kraft treten wird. Ab dem nächsten Jahr gilt zunächst die Norm Euro 4. Grenzwerte für Euro 5 sind noch nicht festgelegt, die Europäische Union (EU) will aber noch in diesem Jahr die neue Abgasnorm verabschieden, die den Grenzwert für den Ausstoß von Diesel-Abgasen noch einmal deutlich senken soll. Mit der Zusage zur verpflichtenden Einführung des Filters hat die Autobranche nach langem Kampf zurückgesteckt. Im Gegenzug sagte die Bundesregierung eine steuerliche Unterstützung von Fahrzeugen zu, die Euro 5 bereits vor 2010 erfüllen. Sie plant Steuervergünstigungen für Autos mit Ruß-Filtern in einer Größenordnung von rund 600 Euro im Jahr. Damit ist der Weg frei für eine Förderung der Partikelfiltertechnik, die in der Regel zu einem Mehrpreis des Pkw von 500 Euro führt. Dies sei schon ab dem nächsten Jahr möglich, sagte Umweltminister Jürgen Trittin in einer ersten Stellungnahme.

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Franzosen waren die Vorreiter
Rußpartikelfilter FAP von Peugeot (Foto: Peugeot)Rußpartikelfilter FAP von Peugeot (Foto: Peugeot)Partikelfilter sind in der Lage, annähernd alle Rußpartikel aus dem Abgas von Dieselmotoren herauszufiltern. Die Partikel gelten Studien zufolge als Krebs erregend. Als erster Fahrzeughersteller hatte der französische PSA-Konzern mit den Marken Peugeot und Citroen vor vier Jahren einige Dieselmotoren mit einer Filtertechnik ausgerüstet. Die deutschen Hersteller zogen erst Ende vergangenen Jahres nach und bieten die Technik seitdem für einige Modelle teils serienmäßig und teils gegen Aufpreis an. Prinzipiell favorisierten sie dagegen bislang innermotorische Maßnahmen zur Reduzierung der Schadstoffemissionen.

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Erneuter Ärger der Automobilindustrie
Unstimmigkeiten gibt es nach der Vereinbarung über die Grenzwerte der neuen Norm: So hielt der VDA Trittin eine Fehlinterpretation der Vereinbarung der Industrie mit Bundeskanzler Schröder vor. Die deutschen Automobilfirmen hätten sich nicht auf den von Trittin genannten Grenzwert für den Rußpartikel-Ausstoß von 2,5 Milligramm je Kilometer festgelegt, erklärte der Verband. Diese Aussage zeige, dass Trittin "das Ergebnis des Kanzlergesprächs und die Zielsetzung der Zusage der deutschen Automobilindustrie nicht verstanden hat oder bewusst falsch verstehen wollte". Richtig sei vielmehr, dass die deutsche Automobilindustrie mit ihrem Angebot, bis 2008/09 in Deutschland neu zugelassene Diesel-Pkw von deutschen Herstellern mit Partikelfiltern auszurüsten, für sich eine nationale Sondersituation geschaffen habe. Ziel dieser nationalen Zusage ist es ja gerade, sich von dem Prozess der Grenzwert-Festlegung auf europäischer Ebene abzukoppeln."

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