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Neue Lichttechnik - Hell leuchtet die Auto-Zukunft

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Test und Technik  

Neue Lichttechnik - Hell leuchtet die Auto-Zukunft

11.08.2003, 12:17 Uhr | T-Online/dpa

Das Opel-Insignia-Auge (Foto: dpa) Das Opel-Insignia-Auge (Foto: dpa)Bei den Neuheiten für die Serienproduktion setzen Automobilhersteller die Scheinwerfer immer öfter als Gestaltungsmerkmal ein: Aktives Kurvenlicht, schwenkbaren Linsen und taghelle Xenon-Strahler. Bei ihren Prototypen erweitern die Hersteller Form und Funktion der Leuchten. Doch gemessen am Scheinwerferdesign der Zukunft waren das offenbar alles nur Fingerübungen. Denn zahlreiche Studien warten mit neuen Formen und Funktionen auf. Dabei setzen die Unternehmen vor allem auf die so genannte LED-Technik, bei der das Licht nicht mehr von Glühlampen, sondern von Leuchtdioden erzeugt wird.

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Energie- und Platzsparer
LED-Technik bei Maybach (Foto: dpa) LED-Technik bei Maybach (Foto: dpa)Diese Lichtquelle, die zum Beispiel beim Maybach oder beim VW Phaeton bereits in den Rück- und Bremsleuchten eingesetzt wird, bietet zahlreiche Vorteile: Das Licht benötigt etwa zehn Mal weniger Energie und kann sehr viel leichter umgeleitet werden, so dass an knapp bemessenen Stellen weniger Bauraum benötigt wird. Leuchtdioden sprechen zudem schneller an und signalisieren damit zum Beispiel dem nachfolgenden Verkehr früher eine potenzielle Gefahr.

Blindflug gehört der Vergangenheit an
Darüber hinaus halten die Dioden praktisch ewig, so dass "einäugige" oder halb erblindete Fahrzeuge mit defekten Lampen nach und nach aus dem nächtlichen Verkehr verschwinden würden. Außerdem lässt sich der Lichtkegel bei LED-Scheinwerfern auch ohne mechanische Teile durch einfaches Zuschalten weiterer Leuchtelemente formen. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel ein dynamisches Kurvenlicht sehr viel einfacher realisieren.

Insignia strahlt mit 405 Leuchtdioden
Insignia-Auge mit 405 Leuchtdioden (Foto: dpa) Insignia-Auge mit 405 Leuchtdioden (Foto: dpa)Ein "leuchtendes Beispiel" für den Einsatz dieser neuen Technik liefert die Opel-Studie Insignia, die ganz ohne konventionelle Scheinwerfer auskommt. Vielmehr verfügt die Vision eines künftigen Oberklasse-Modells über jeweils vier scharf geschnittene Leuchtstäbe, die über Prismen und Lichtleiter von 405 Leuchtdioden mit Helligkeit versorgt werden.

Gekühltes Licht im Audi
17 gekühlte Lichtquellen bei Audi (Foto: dpa) 17 gekühlte Lichtquellen bei Audi (Foto: dpa)Auf die gleiche Technik setzt Audi beim Le Mans Quattro. Die Scheinwerfer der Sportwagenstudie bestehen aus je 17 gekühlten Lichtquellen, die dicht hinter der Abdeckung liegen. Das schafft unter der Haube Platz für andere Technik-Komponenten und lässt das Design der Frontpartie spürbar straffer wirken. Auch Ford lässt den Prototypen Visos mit LED-Augen in die Zukunft sehen. Dabei hat sich das Team um Chef-Designer Chris Bird noch einen besondern Clou ausgedacht: Denn so, wie die Kosmetikerin die menschlichen Augen mit dem Eyeliner betont, ziert beim Visos ein blauer Lichtstreifen die kantigen Scheinwerfer des Autos.

Hellwach in die Zukunft
Raubtierblick des Concept R (Foto: dpa) Raubtierblick des Concept R (Foto: dpa)Allerdings orientieren sich Entwickler und Designer nicht nur an nüchternen oder scharf geschnittenen Formen. Gelegentlich nehmen sie auch eine Anleihe bei Mutter Natur: So hat VW für den Roadster Concept R zwei LED-Scheinwerfer entwickelt, die den offenen Zweisitzer wie ein schlafendes Raubtier blinzeln lassen. Denn vor dem Aufblenden ist nur ein schlanker Lichtstrahl sichtbar. Erst wer innen auf das VW-Logo des Starterknopfes drückt, erweckt den Wagen auch optisch zum Leben: Dann öffnet sich eine Facettenlinse, die Scheinwerfer fokussieren sich, und das "Raubtier" starrt hellwach in die Zukunft.

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