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DaimlerChrysler und VW setzen auf "SunDiesel"

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DaimlerChrysler und VW setzen auf "SunDiesel"

06.10.2003, 12:11 Uhr | T-Online/dpa

VW und Mercedes auf neuen Wegen. (Foto: VW)VW und Mercedes auf neuen Wegen. (Foto: VW)DaimlerChrysler und Volkswagen wollen fabrikneue Diesel-Personenwagen künftig mit umweltfreundlichem "SunDiesel" aus Sachsen betanken. Das kündigten die Automobilkonzerne zur Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts für eine Pilotanlage zur "SunDiesel"-Produktion in der Choren Industries GmbH Freiberg an. Der bio-synthetische, schwefel- und aromatenfreie Kraftstoff wird in einem neuartigen und patentierten Verfahren durch Vergasen einer Biomasse aus Holzspänen oder Stroh unter Hochdruck gewonnen und mittels Synthese zu Diesel umgewandelt.

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Bund fördert das Projekt
Die Automobilindustrie entwickelt solche Antriebe, weil sie davon ausgeht, dass diese in Zukunft billiger und komfortabler sein werden als herkömmliche Antriebe. Bei Verbrennung des umweltfreundlichen Kraftstoffes wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie die zuvor verarbeiteten Pflanzen während ihres Wachstums im Rahmen der Photosynthese aufgenommen und gespeichert hatten. Die Freiberger Pilotanlage soll zunächst 500 Liter Kraftstoff pro Tag produzieren. Das Projekt wurde mit fünf Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes gefördert. Derzeit beschäftigt Choren 75 Mitarbeiter.

Schonung von Umwelt und Ressourcen
Pischetsrieder vor neuem Golf. (Foto: VW)Pischetsrieder vor neuem Golf. (Foto: VW)VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder bezeichnete es als wichtiges Ziel eines modernen Automobilherstellers, nachhaltige Mobilität zu ermöglichen. Dabei stehe die Mobilität heutiger und zukünftiger Generationen zu vertretbaren Kosten ebenso im Mittelpunkt wie die Schonung von Umwelt und Ressourcen. DaimlerChrysler-Technologie-Vorstand Thomas Weber verwies darauf, dass der "SunDiesel" aus Biomasse auch mit herkömmlichen Diesel gemischt und schon bei einem Verhältnis von 30 Prozent Bio- zu 70 Prozent Normaldiesel 80 Prozent der Emissionen reduziert werden könnten.

Was macht die Ölindustrie?
Erste Untersuchungsergebnisse zeigen, dass schon heute viele Euro-3-Diesel-Fahrzeuge, die mit "SunDiesel" betrieben würden, ohne weitere technische Änderungen am Fahrzeug die Abgasnorm Euro 4 erfüllen. Das zeigt das Potential der neuen Verdichtungstechnik aus Freiberg. Nicht nur für die Umwelt wäre es ein Fortschritt, auch der Autofahrer könnte mit erheblich geringeren Dieselpreisen rechnen. Die Frage wird aber natürlich sein, inwieweit das neue Produkt vom Staat unterstützt wird und wie sich die Ölindustrie gegenüber dem neuen Konkurrenten verhält.

Auftrieb für heimische Landwirtschaft
Der Vertrieb des Bio-Kraftstoffs ist über bestehende Tankstellen möglich. Sobald der Herstellungsprozess etabliert und der Kraftstoff in entsprechender Menge und Qualität verfügbar ist, werden DaimlerChrysler und Volkswagen die Erstbetankung ihrer fabrikneuen Diesel-PKW in den Herstellerwerken mit "SunDiesel" vornehmen. Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) sieht in der Biodiesel-Herstellung zusätzliche Absatzchancen für die heimische Landwirtschaft, die die Rohstoffe liefern kann. Nach Einschätzung der Landesregierung könnten bereits 2004 rund 15 000 Tonnen Diesel in Freiberg produziert werden.

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