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Frequenzregulierung ist das Problem

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Technik: Nahbereichsradar  

Frequenzregulierung ist das Problem

16.01.2004, 10:22 Uhr | T-Online

Mercedes-Benz E 500 mit modernster Sicherheits-Technologie. (Foto: DaimlerChrysler)Mercedes-Benz E 500 mit modernster Sicherheits-Technologie. (Foto: DaimlerChrysler)Nahbereichsradare können einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten. Das betonten die führenden Mitglieder des Industriekonsortiums "SARA" (Short range Automotive Radar frequency Allocation). Verschiedene Automobilhersteller und Zulieferer innerhalb dieses Gremiums haben die neue Schlüsseltechnologie auf Basis eines 24GHz-Sensors bereits bis zu einem seriennahen System entwickelt. Das Problem bei bei der Einführung des Systems ist die noch ausstehende Frequenzregulierung in Europa. Der Grund: Andere Nutzer des betreffenden Frequenzbereichs (Richtfunk, Erderkundungssatelliten, Radioastronomie etc.) befürchten eine Beeinträchtigung ihrer Dienste.

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Über SARA
SARA ist eine weltweite Initiative von Automobilherstellern, Systemlieferanten und Sensorproduzenten. Das Konsortium setzt sich für eine weltweit gültige Regulierung für 24GHz Breitband Autoradar Sensorik zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ein. DaimlerChrysler, die BMW Group, Bosch, Delphi, Siemens und Tyco Electronics gehören zu den führenden Mitgliedern dieses Gremiums.

Freigabe in den USA
Hochauflösende 24GHz-Sensoren sollen für mehr Sicherheit sorgen. (Foto: DaimlerChrysler)Hochauflösende 24GHz-Sensoren sollen für mehr Sicherheit sorgen. (Foto: DaimlerChrysler)Nach ausführlichen Untersuchungen zur Funkverträglichkeit hat die US-amerikanische Regulierungsbehörde für die Vergabe von Funkfrequenzen schon im Sommer 2002 die Freigabe zum Einsatz der Technologie in den USA erteilt. Europäische Untersuchungen bescheinigen Autos, die mit einem Nahbereichradar ausgestattet sind, ebenfalls einen vernachlässigbaren Störeinfluss. Und zwar bis zu einem Anteil von zehn Prozent aller Fahrzeuge in Europa. Trotz der erwiesenen technischen Machbarkeit steht die entsprechende Frequenzregulierung immer noch aus.

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Rundumsicht um das Fahrzeug
Bisherige Systeme für passive Sicherheit, wie beispielsweise Airbags, müssen nach dem Eintreten eines Unfalls innerhalb weniger Millisekunden reagieren. Neu entwickelte Radarsysteme beobachten das Fahrzeugumfeld und sind daher bereits vor einem möglichen Aufprall aktiv. Der so erreichte Zeitgewinn lässt sich nutzen, um einerseits das betroffene Fahrzeug mit Hilfe verschiedener Schutzmechanismen auf einen Crash vorzubereiten beziehungsweise den Fahrer rechtzeitig zu warnen. Ziel dabei ist es, die Wucht beim Zusammenstoß zu reduzieren und damit die Unfallfolgen zu minimieren.

20 Meter breite Rundumsicht
Die Sensoren: Innovative Sicherheitstechnik im Scheckkartenformat. (Foto: DaimlerChrysler)Die Sensoren: Innovative Sicherheitstechnik im Scheckkartenformat. (Foto: DaimlerChrysler)Mit Hilfe der Radartechnologie ist eine rund 20 Meter breite Rundumsicht um das Fahrzeug realisierbar. So können Hindernisse in der gesamten Umgebung des Autos erkannt werden. Entsprechend vielfältig sind die möglichen Sicherheitsanwendungen. Sie reichen von Warnfunktionen bei drohenden Auffahrunfällen über Hilfestellung beim Spurwechsel bis hin zu Einpark- oder Stop-and-Go-Assistenten. Die 24GHz-Technologie bietet gleich mehrere Vorteile: Der Sensor basiert auf elektronischen Standardbauteilen, lässt sich damit in großen Stückzahlen fertigen und ist kostengünstig. Seine hohe Auflösung erlaubt es, mehrere Objekte zu unterscheiden, ihre Position und ihre Bewegungsrichtung zu bestimmen. Daraus lässt sich ableiten, welche Objekte ein Hindernis für die eigene Fahrzeugbewegung darstellen.

Sicherheitsbeitrag für 88 Prozent alle Auffahrunfälle
Im Rahmen ihres eSafety-Programms hat sich die Europäische Kommission zum Ziel gesetzt, die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr bis 2010 um 50 Prozent zu reduzieren. Der wichtige Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wird am Beispiel Auffahrunfälle deutlich: Rund 88 Prozent davon können durch die Radartechnologie positiv beeinflusst werden. In sofern ist es sinnvoll, das System möglichst frühzeitig auf die Straße zu bringen.

Realisierbarkeit am Scheideweg
Neu entwickelte Radarsysteme beobachten das Fahrzeugumfeld. (Foto: DaimlerChrysler)Neu entwickelte Radarsysteme beobachten das Fahrzeugumfeld. (Foto: DaimlerChrysler)Zwar ist die technische Basis für das neue Sicherheitssystem prinzipiell verfügbar. Als Voraussetzung für eine Markteinführung müssen allerdings zwei wesentliche Faktoren erfüllt sein: Zum einen muss die Frequenzregulierung gewährleisten, dass knapp zehn Prozent aller Fahrzeuge in Europa mit dem neuen Radarsystem ausgestattet werden dürfen. Zum anderen ist ein ausreichendes Zeitfenster (bis 2014) notwendig. Nur dann sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegeben, um das System einzuführen und eine Nachfolgetechnologie auf Basis von 79GHz-Sensoren zu entwickeln. Andernfalls ist die Einführung dieses Sicherheitssystems und damit ein entscheidender Beitrag zur Verkehrssicherheit auf lange Sicht gefährdet.

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