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Navigationssysteme  

Vibrieren am Hintern statt Sprache

07.05.2004, 16:18 Uhr | Spiegel-Online

Der Sinnesverwirrung durch leuchtende und akustische Signale im Auto will eine niederländische Firma entgegenwirken: Vibrierende Knöpfe im Sitz sollen dem Fahrer Hinweise des Navigationssystems übermitteln und den Weg durch den Straßendschungel weisen.

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Zu viel der Sinneseindrücke
Navigieren bald mit dem Hintern? (Foto: Mercedes)Navigieren bald mit dem Hintern? (Foto: Mercedes)London - Eine Frauenstimme tönt aus den Lautsprechern und rät, demnächst links abzubiegen, gleichzeitig blinkt auf dem Display des Navigationssystems ein grüner Pfeil auf - eine niederländische Firma glaubt, dass das zu viel der Sinneseindrücke sei. Bei dem von ihnen entwickelten Navigationskonzept zeigen Vibratoren im Autositz dem Fahrer an, in welcher Richtung das Ziel angesteuert werden muss. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin "New Scientist" in seiner aktuellen Ausgabe.

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Ähnlich wie beim Handy
Bei dem neuen System befindet sich eine ganze Reihe der vibrierenden Knöpfe, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren wie der Vibrationsalarm im Handy, unter einer Abdeckung auf dem Fahrersitz. Gekoppelt mit dem Navigationssystem werden sie gezielt angesteuert, um dem Fahrer die Richtung zu weisen. "Eine Vibration unter dem rechten Bein zeigt an, dass man nach rechts fahren soll", erklärt Jan van Erp vom TNO Human Factors Lab in Soesterberg das Prinzip.

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Markteinführung 2006
Komplexere Anweisungen wie beispielsweise die zum Wenden bei der nächsten Möglichkeit werden durch bestimmte Vibrationskombinationen übermittelt, die der Fahrer erlernen muss. Nach Angaben des "New Scientist" will ein nicht genannter Hersteller von Oberklasse-Fahrzeugen das System in einem seiner Modelle einsetzen. Das Auto soll 2006 auf den Markt kommen.

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