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Navigationssysteme  

Dreidimensionale Grafiken in Fotoqualität

04.04.2006, 18:22 Uhr | Tom Grünweg/Spiegel-Online, t-online.de

3D soll die Orientierung erleichtern (Foto: Blaupunkt)3D soll die Orientierung erleichtern (Foto: Blaupunkt) Auf ihrem Weg durch fremde Städte müssen Autofahrer künftig immer weniger abstrahieren, um die Anzeige auf dem Bildschirm ihres Navigationssystems zu verstehen. Dreidimensionale Grafiken und Gebäudesimulationen in Fotoqualität sollen die Orientierung erleichtern.





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2D-Navigation nicht immer eine echte Hilfe
Ein Navigationssystem ist ohne Zweifel eine segensreiche Erfindung. Doch so gut die elektronischen Pfadfinder den Weg zum Ziel auch kennen - nicht immer sind sie eine echte Hilfe. Denn je komplexer die Verkehrssituation, desto schwieriger wird es für den Autofahrer, das Bild vom Monitor in der Mittelkonsole und den Ausblick in die wirkliche Welt miteinander in Einklang zu bringen. Während draußen der normale Feierabendverkehr tobt und der Hintermann die Hupe drückt, zählt er die Ausfahrten im Kreisverkehr, sucht nach versteckten Abzweigungen oder muss abschätzen, wann denn nun die 400 Meter bis zum Abbiegen zurückgelegt sind.

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Zukunft: Abbildung der Realität
Doch geht es nach Herstellern wie Bosch oder Siemens VDO, sollen sich die Autofahrer an der Schnittstelle zwischen Simulation und Wirklichkeit künftig besser zu Recht finden. "Die Tendenz bei der Kartendarstellung geht in Richtung Abbildung der Realität", sagt Friedhelm Pickhard, der den Bereich Driver Information bei der Bosch-Tochter Blaupunkt in Hildesheim leitet. Detaillierte Stadtpläne mit Gebäudegrundrissen und der Darstellung von Parks sollen in Zukunft die Orientierung auf dem Bildschirm erleichtern.

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Realistische Abbildungen ganzer Straßenzüge
Das verspricht auch Siemens-VDO-Sprecherin Eva Appold, die eine fotorealistische Darstellung urbaner Szenarien in Aussicht stellt. "Zur besseren Orientierung haben wir digitalisierte Bauwerke in der Datenbank hinterlegt. Außerdem werden viele Gebäude anhand ihrer Grundrisse vom Rechner konstruiert", sagt sie. "Auf dem Monitor entstehen so realistische Abbildungen ganzer Straßenzüge, die der Fahrer wie durch das Objektiv einer Videokamera aus jeder gewünschten Perspektive betrachten kann." Zusätzliche Sicherheit bei der Routenführung würden künftig auch die Empfehlungen bestimmter Fahrspuren geben, sagt Pickhard. Dann heißt es eben nicht mehr, "in 400 Metern links abbiegen", sondern "wechseln Sie auf die dritte Spur, um in 400 Metern nach links abzubiegen".

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Berühmte Wahrzeichen in 3D
Die Kartenlieferanten sind bereits vorbereitet. So beschert etwa Teleatlas seinen Kunden derzeit erste Karten, auf denen berühmte Wahrzeichen europäischer Metropolen dreidimensional hinterlegt sind. So können Autofahrer gezielt die Abbildungen von Bauwerken wie des Brandenburger Tors in Berlin oder der Sagrada Familia in Barcelona ansteuern und verlieren mit dem Eifelturm vor Augen selbst auf dem Place de L'Etoile in Paris nicht mehr die Orientierung. Und wenn die Navigation ausgeschaltet ist, können die Bilder vergrößert oder gedreht werden, so dass man nicht nur die Akropolis, sondern die gesamte Umgebung des antiken Bauwerks begutachten kann.

Anfang einer neuen Entwicklungsphase
In einem ersten Schritt hat Teleatlas auf vier Karten mehr als 60 Wahrzeichen digitalisiert, mittelfristig sind aber 20 Stadtpläne mit mehr als 500 Bauwerken und Denkmälern geplant. "Diese 3D-Wahrzeichen bezeichnen den Anfang einer spannenden neuen Entwicklungsphase digitaler Karten", sagt Europa-Geschäftsführer Jack Reinelt. "Der Markt entwickelt sich hin zu einer immer realistischeren Welt, wie wir sie sehen. Zweidimensionale Abbildungen werden von detaillierteren Karten mit mehr visuellen Orientierungspunkten ersetzt, was die Navigation erleichtert", sagt der Manager und stellt Darstellungen in Aussicht, "die in zunehmendem Maße das zeigen, was wir tatsächlich sehen."

Verbesserte Landschaftsdarstellung
Aber nicht nur in der Stadt soll der Fortschritt sichtbar werden, auch die Landschaftsdarstellung wollen die Hersteller verbessern. So hat Blaupunkt-Entwickler Pickhard spezielle Höhenmodelle angekündigt, mit denen ein wirklichkeitsgerechter Eindruck von Berg und Tal entstehen könnte. Damit weiß der Fahrer frühzeitig, ob es hinter der nächsten Kurve bergauf oder bergab geht.

VW arbeitet mit Google zusammen
VW hat sich mit Google zusammen geschlossen (Foto: Hersteller)VW hat sich mit Google zusammen geschlossen (Foto: Hersteller) Bei der Arbeit am Navigationssystem der Zukunft finden auch Partner zusammen, die man bislang eher selten in einem gemeinsamen Labor vermutet hätte. So tüftelt zum Beispiel VW gemeinsam mit dem Internet-Dienstleister Google an einem elektronischen Pfadfinder, dessen Daten aus der Software von Google Earth übernommen werden sollen. Dabei setzen die Partner nicht nur auf eine "dreidimensionale, fotorealistische Darstellung der Umgebung", die eine "einfachere und intuitive Orientierung von Fahrer und Beifahrer" ermöglicht, sondern auch auf ständig aktualisierte Informationen aus dem Internet.

Virtuelle Visionen
So sollen Verkehrs- oder Wetterdaten oder die Öffnungszeiten der Tankstellen in die Routenplanung einfließen. Und wer die entsprechende Suchoption aktiviert, kann sich in der Vision der Entwickler auch gleich die Daten von Hotels und Restaurants oder die Preise seiner Lieblingsjeans im nächsten Factory-Outlet aus dem Internet laden.

Warnung, wenn die Kurve besonders eng ist
Doch die Navigation hilft künftig nicht nur bei der Routenplanung, sondern wird zu einer wichtigen Informationsquelle für Fahrerassistenzsysteme. So könnte der elektronische Wegweiser den Fahrer künftig auf besonders kurvigen Strecken unterstützen, indem er in einem ersten Schritt die aktive Steuerung des Kurvenlichtes übernimmt. In der nächsten Entwicklungsstufe könnte er vor besonders engen Radien ein Warnsymbol im Cockpit oder im Head-up-Display aufleuchten lassen. Je nach Programmierung wäre dabei sogar ein geschwindigkeitsabhängiges Alarmsignal möglich, so dass der Fahrer nur dann gewarnt würde, wenn er tatsächlich zu schnell in die Kurve ginge.

Warnungen und Ratschläge
Im letzten Ausbauschritt schließlich denken die Entwickler ernsthaft darüber nach, zu schnelle Fahrer vor gefährlichen Kurven sogar aktiv abzubremsen. Außerdem werden Überholvorgänge entspannter, wenn das Navigationssystem auf lange Geraden oder auf Abschnitte mit Überholverbot hinweist. Und selbst aktuelle Wettermeldungen sollen die Systeme in den nächsten Generationen verarbeiten. So wie heute über den Traffic Message Channel (TMC) des Radios Stauwarnungen eingeholt werden, sollen die Autofahrer dann auch vor starkem Regen oder vor Glatteis gewarnt werden können.

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