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Neue Motoren für die Raubkatzen von der Insel

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Jaguar XK und XF  

Neue Motoren für die Raubkatzen von der Insel

11.03.2009, 11:42 Uhr | mid

Jaguar XF (Foto: Jaguar)Jaguar XF (Foto: Jaguar) Mit zwei neuen Motoren modernisiert der Luxusauto-Hersteller Jaguar seine Antriebspalette. Bei den Benzinern ersetzt ein 5,0-Liter-Achtzylinder-Triebwerk mit 385 PS den bereits etwas betagten 4,2-Liter-Motor. Zum Einsatz kommt der Direkteinspritzer im Sportwagen Jaguar XK und in der Businesslimousine XF. Letztere erhält überdies einen neuen 3,0-Liter-Dieselmotor mit bis zu 275 PS Leistung.

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Neuer Diesel mit mehr Leistung

Für die Reiselimousine, die in einer Größenklasse mit der Mercedes E-Klasse liegt, wird der neue 3,0-Liter-Dieselmotor in zwei Ausbaustufen mit 244 PS und 275 PS angeboten. Das mit zwei Turboladern und Common-Rail-Einspritzung versehene Sechszylindertriebwerk ersetzt den bisherigen 2,7-Liter-Dieselmotor. Der Neue überzeugt in der gefahrenen Top-Version "S" vor allem mit mächtigem Durchzug und großer Laufruhe. Lediglich beim beherzten Beschleunigen dringt das Motorengeräusch wahrnehmbar zum Fahrer durch.

Weniger Verbrauch, aber gestiegener Preis

Das bullige Drehmoment von 600 Newtonmetern liegt bei 2000 Umdrehungen an, doch auch schon vorher geht es flott voran. Von Anfahrschwäche oder einem Turboloch ist nichts zu merken. Der Verbrauch liegt laut Hersteller bei 6,8 Litern pro 100 Kilometern, was angesichts von Leistung und Größe voll in Ordnung geht. Die Preisliste für den neuen Diesel XF startet bei 51.200 Euro für die schwächere Version, der XF mit dem stärkeren Selbstzünder kostet ab 54.500 Euro. Zur Basisausstattung gehören unter anderem Klimaautomatik, CD-Radio und 17-Zoll-Räder.

Neuer 5,0-Liter-Benziner für XK und XF

Bei den Benzinern ersetzt ein 5,0-Liter-Achtzylinder-Triebwerk mit 385 PS den bereits etwas betagten 4,2-Liter-Motor. Zum Einsatz kommt der Direkteinspritzer im Sportwagen Jaguar XK und in der Businesslimousine XF. Der durchzugsstarke V8-Benziner steht dem 2+2-sitzigen Jaguar XK gut zu Gesicht. Bissig treibt er den Hecktriebler aus dem Drehzahlkeller heraus, erreicht seine maximale Kraft bei rund 3500 Umdrehungen und lässt es auch danach nie an Druck vermissen.

V8-Blubbern hörbar, aber dezent

Der gegenüber dem im unteren und oberen Drehzahlbereich etwas zähen Vorgängertriebwerk deutlich gewachsene Hubraum sorgt darüber hinaus für ein unmittelbares Ansprechen auf den Gasbefehl. Akustisch bietet die Jaguar-Eigenentwicklung die volle Klangpalette der Achtzylinderbauart, vom niedrigtourigen Blubbern bis zum heiseren Hochdrehzahl-Stakkato, bleibt dabei aber im gut gedämmten XK Coupé unaufdringlich.

Flotte Sechsgang-Automatik mit Schaltwippen

Das gilt noch stärker bei der Businesslimousine XF, in der es der Motor mit einem deutlich höheren Fahrzeuggewicht zu tun hat. Doch auch das löst das Triebwerk souverän, jedoch naturgemäß nicht mit ganz so vehementem Vorwärtsdrang wie im kleineren XK. Gekoppelt ist der V8-Benziner jeweils an eine gut abgestimmte ZF-Sechsgangautomatik, die schnell und intelligent die Fahrstufen wechselt. Bedient wird das Getriebe in beiden Modellen über einen Drehknopf in der Mittelkonsole, der den Gangwahlhebel ersetzt. Alternativ kann der Fahrer über Schaltwippen am Lenkrad selbst die Kontrolle der Fahrstufen übernehmen. Der Preis für den XK liegt bei mindestens 88.900 Euro, der XF kostet ab 68.200 Euro.

Neuer XJ kommt im Herbst

In komplett modernisiertem Stil kommt im Herbst die neue Generation der Oberklasselimousine Jaguar XJ auf den Markt. Statt der klassisch-repräsentativen Karosserie trägt das Flaggschiff der Briten dann ein deutlich dynamischeres Alu-Kleid. Vorbild ist laut Jaguar Deutschland-Chef Jeffrey L. Scott die Businesslimousine Jaguar XF, die Anfang 2008 den ebenfalls eher barock gestalteten S-Type abgelöst hat. Als Antrieb erhält der neue XJ wahlweise unter anderem den neuen 5,0-Liter-V8-Benziner sowie den 3,0-Liter-Diesel. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte auch ein Hybridantrieb angeboten werden.

Premiere der großen Katze auf der IAA

Premiere feiert der große Jaguar auf der IAA im Herbst, wo er gleich auf einen seiner Hauptwettbewerber, den neuen Audi A8, trifft. Keinen Nachfolger hingegen wird das Mittelklassemodell Jaguar X-Type erhalten. Limousine und Kombi laufen 2011 mit der Einführung der Schadstoffnorm Euro 5 für Neuwagen aus.

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