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Alfa Romeo 159 Sportwagon: Neuer Downsize-Motor

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Neuer Downsize-Motor  

Alfa Romeo 159 1,8 TBi SW - Zurück zum Benzin

24.06.2009, 12:51 Uhr | Jürgen Pander

Flotter Kombi: Alfa 159 Sportwagon 1,8 TBi (Foto: Alfa Romeo)Flotter Kombi: Alfa 159 Sportwagon 1,8 TBi (Foto: Alfa Romeo) Mit einem Diesel-Anteil von 80 Prozent war Alfa Romeo so etwas wie der Ölprinz unter den Automarken hierzulande. Doch die Diesel-Dominanz schwindet - und so kommt ein neuer Benzinmotor gerade recht. Spiegel Online fuhr das neue Turbo-Triebwerk im Alfa 159 Sportwagon. Downsizing - man sollte besser Hubraumverkleinerung sagen - ist ein Merkmal zahlreicher neuer Motoren, die in diesen Zeiten vorgestellt werden. Alfa Romeo macht da keine Ausnahme. Seit Ende April gibt es einen neuen Benzinmotor, der im Vergleich zur Maschine, die er ablöst, exakt einen Liter weniger Benzin verbrennt. Und wie stets, wenn es darum geht, etwas Kleineres zu vermarkten, wurde quasi als Kompensation die Leistung gesteigert. Statt vormals 185 leistet das neue Triebwerk nun 200 PS.

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Deutlich gesteigertes Drehmoment

Auch das Drehmoment kletterte erheblich; statt vormals 230 Newtonmetern entwickelt die Maschine nun maximal 320 Newtonmeter. Deutlich verkleinert wurde dafür der Hubraum des Vierzylindermotors mit Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung, nämlich von rund 2,2 auf nun 1,8 Liter. Im Mittelklasse-Kombi Alfa Romeo 159 Sportwagon hinterlässt der neue Motor einen knackig-kraftvollen Eindruck. Das Auto ist flott und für einen Familienwagen auch ziemlich sportlich.

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Italienische Optik mit sportlichem Flair

Das liegt allerdings nur zum Teil am drehfreudigen Motor, der beim Beschleunigen mit aufgekratztem Gebrumm für die akustische Untermalung dessen sorgt, was Alfa so gerne als "Italianità" beschreibt. Ein bisschen Lässigkeit und etwas kontrollierte Unbotmäßigkeit müssen sein, damit ein Alfa Romeo ein echter Alfa Romeo ist. Das fängt schon bei Harmlosigkeiten wie dem cool nach links versetzten vorderen Kennzeichen an. Es geht weiter mit den tief in Röhren versenkten Anzeigen im Cockpit und in der Mittelkonsole; und es endet mit dem eher knapp geschnittenen Laderaum im Heck.

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Viel Design, wenig Kofferraumvolumen

1235 Liter maximales Ladevolumen hören sich erst mal ganz ordentlich an, sind jedoch angesichts der 1307 Liter des Volvo V50 oder der 1385 Liter des BMW 3er Touring - die beide übrigens eine Handbreit kürzer sind als der 4,66 Meter lange Alfa - kein überragender Wert. Dafür stimmt das Design. Dass der Kombi bei Alfa den Namen Sportwagon trägt, ist kein Marketing-Gag, sondern eine ganz gute Beschreibung: Tatsächlich sieht das Auto so sportlich aus wie kaum ein zweites Auto dieser Klasse.

Schicker Innenraum

Auch im Innenraum trifft der Wagen exakt die Mitte zwischen Stil, Komfort und Sportlichkeit. Selten findet man so ansehnliche Ledersitze (mit eingesticktem Alfa-Romeo-Logo), so hübsch verkleidete Türen oder ein so griffiges Lenkrad. Andererseits ist auch kein anderes Auto mit derartigen Außenmaßen drinnen so knapp geschnitten. Der Alfa schmiegt sich regelrecht um die Insassen - und wird für großgewachsene Menschen rasch zum Ärgernis. Ein Kollege (1,90 Meter Körperlänge), fand auch durch ausführliches Stühlerücken keine ideale Sitzposition hinterm Lenkrad - und das linke Knie kollidierte in jeder Stellung mit dem Bedienhebel des Tempomats, der aus der Lenksäule ragt.

Zu wenige Ablagen

Dazu kommt, dass die Alfa-Designer sich offenbar so viele Gedanken über eine elegante Gestaltung des Innenraums gemacht haben, dass für praktische Ablagen kaum mehr Zeit blieb. Das Handschuhfach jedenfalls ist mit dem Bedienhandbuch fast schon voll, in die Seitentaschen der Türen passen nur Kleinigkeiten, und der tiefe Schacht zwischen den Vordersitzen schluckt zwar eine große Getränkeflasche, ist aber nicht besonders gut zugänglich.

Alfa senkt die Preise bei verbesserter Ausstattung

Der Alfa 159 Sportwagon - der auf dem deutschen Markt rund 70 Prozent der Verkäufe der Baureihe Alfa 159 ausmacht - debütierte im Frühjahr 2006; ein Nachfolger des aktuellen Modells ist also noch nicht in Sicht. Weil die Verkaufszahlen jedoch eher mäßig sind, wurde die Positionierung der Modellreihe 159 jetzt neu justiert. Zusammengefasst bedeutet dies: Die Preise gaben nach, die Ausstattung wurde aufgestockt. Die billigste Limousine der Alfa-Romeo-159-Familie gibt es derzeit noch mit einem sogenannten Frühbucherrabatt zum Preis von 24.990 Euro. Der Kombi mit dem neuen, oben beschriebenen Motor wird ab 31.050 Euro angeboten. Die Serienausstattung ist in der Tat reichhaltig und reicht von ESP sowie sieben Airbags über CD-Musikanlage, Zweizonen-Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, Tempomat und einen Startknopf (auch dies ein kleiner Hinweis darauf, dass sich Alfa als durch und durch sportliche Marke versteht).

Sportlicher Alfa-Kombi

Wer völlig unvoreingenommen in den Wagen einsteigt, wird wohl erst einmal begeistert sein. Unsere jüngste Mittesterin, elf Jahre alt und ziemlich furchtlos, urteilte angesichts einer flotten, knurrigen Beschleunigung des Sportwagons folgendermaßen: "Das fühlt sich an wie der 'Fluch von Nowgorod'." Bei dem wiederum handelt es sich um die jüngste Achterbahn-Attraktion eines Vergnügungsparks an der Ostsee. Die Wagen dort beschleunigen von Tempo 20 auf Tempo 100 in 1,4 Sekunden. Ganz so schnell ist der Alfa zwar nicht, aber er wirkt offenbar so.


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