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Bodos bester Ballermann

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Brabus G-Klasse  

Bodos bester Ballermann

25.06.2009, 10:24 Uhr | Von Tom Grünweg

Brabus G V12 S (Foto: Brabus)Brabus G V12 S (Foto: Brabus) Ob S-Klasse, Maybach oder SLR - kein Modell von Tuning-König Bodo Buschmann ist so brachial wie der G V12 S. Zwölf Zylinder, 700 PS und 1320 Nm machen den Allrad-Dino zum wohl stärksten Geländewagen der Welt. Doch so richtig freuen kann sich der Brabus-Chef darüber nicht.#

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Brachialer 2,5-Tonner

Solche Kräfte kennt man sonst nur von Naturgewalten: Erdrutsche oder Springfluten kommen einem in den Sinn, wenn man zum ersten Mal am Steuer des Brabus G V12 S sitzt. Obwohl 2,5 Tonnen schwer und so windschnittig wie ein Überseecontainer, ist der kantige Klassiker dank eines speziellen Krafttrainings schneller, als es dem Ego manches Porsche-Fahrers lieb ist. Eben noch ein kleines Viereck weit hinten im Rückspiegel, grinsen die beiden Scheinwerfer-Knopfaugen samt der gleißend hellen LED-Leisten schon Sekunden später so feist durch die Heckscheibe, dass nur noch die Flucht auf die rechte Spur bleibt. "Platz da, jetzt komm ich", lautet die unmissverständliche Botschaft der Wuchtbrumme.

Foto-Show Brabus G V12 S Biturbo
Foto-Show Brabus E-Klasse-Coupé
Foto-Show Hamann Typhoon

Brabus G-Klasse für 451.000 Euro

Das Übermaß ist Programm bei diesem Auto, auch beim Preis. Der liegt im Bereich eines großzügigen Einfamilienhauses, konkret müssen die Fanatiker des rollenden Irrwitzes 451.000 Euro nach Bottrop überweisen, um so ein Auto fahren zu können. Dafür erhalten sie einen Geländewagen, den Brabus zum 30. Geburtstag der G-Klasse gründlich überarbeitet hat. Obwohl schon der offizielle Mercedes G 55 AMG mit 507 PS nicht eben schmächtig ist und Brabus seit fünf Jahren das Modell G V12 mit 610 PS verkauft, haben Buschmanns Ingenieure nun nachgelegt.

Stärkster Geländewagen der Welt

So wird der Zwölfzylindermotor, der sonst S-Klasse oder Maybach befeuert, auf 6,3 Liter aufgebohrt, mit zwei neuen Turboladern bestückt sowie mit anderer Kurbelwelle, frischen Kolben, spezieller Auspuffanlage - und kommt so auf gewaltige 700 PS. Drei Monate Handarbeit pro Auto und eine Verdreifachung des Preises, schon wird der G 55 zum G V12 S und damit zum "stärksten Geländewagen der Welt".

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Ein Ruck geht durch den Wagen

Erst brabbelt das Auto aus den beiden Endrohren unter den beleuchteten Trittbrettern so ruhig und friedlich wie eine Riva-Yacht am Ufer des Comer Sees. Kein Wunder, die zwölf Töpfe laufen noch im Standgas. Doch kaum touchiert auch nur ein Zeh das Fahrpedal, beginnt ein Kraftakt, wie man ihn selten erlebt. Obwohl G-Fahrer das Wort Traktionsprobleme eigentlich nicht kennen, geht in diesem Fall erst ein Ruck durch den Wagen und dann reiben die riesigen Walzen gefährlich lange auf dem Asphalt - ehe der 2,5-Tonner davon jagt.

In 4,3 Sekunden auf Tempo 100

Selbst wenn man das maximale Drehmoment von 1320 Nm mit Rücksicht auf das fragile Fünfgang-Getriebe gar nicht voll ausreizen kann, beschleunigt der Allradler binnen 4,3 Sekunden auf Tempo 100 und würde ungehindert bis 260 km/h weiter stürmen, wenn Brabus nicht bei 240 Sachen einen Riegel vorgeschoben hätte. Mehr kann man weder den Ohren der Insassen noch dem ohnehin schon arg beanspruchten Fahrwerk zumuten.

Wird der Verbrauch in Barrel gemessen?

Wie viel Sprit der Muskeltyp bei solchen Parforceritten verbraucht, gibt der Tuner erst gar nicht an. Wie auch? Wahrscheinlich würden normale Einheiten kaum reichen: Statt Liter säuft dieser G wahrscheinlich Barrel, und den CO2-Ausstoß nennt man besser in Pfund als in Gramm. Selbst der G 55 AMG wirkt gegen diesen Typen wie ein Abstinenzler, obwohl schon er auf einen Verbrauch von 15,7 Litern kommt. Doch ficht das Brabus kaum an. Erstens sitzen die meisten Kunden buchstäblich an der Quelle, zweitens sind die Stückzahlen homöopathisch klein, und drittens hat die Firma - dem Smart sei dank - mittlerweile tatsächlich eine grünliche Weste. Weil der Winzling den größten Anteil am Brabus-Absatz habe, liege der CO2-Ausstoß der Flotte unter 170 g/km, sagt Chef Bodo Buschmann. Damit ist er nicht nur unter den Tunern top, sondern sogar manchem Hersteller voraus.

Herzensangelegneit des Chefs

Dass er vom G nicht lassen will, hat einen anderen Grund: Das besondere Verhältnis zu dem Dinosaurier. "Der Wagen ist nicht nur für unser Geschäft sehr wichtig, sondern auch ich persönlich habe mein Herz an den G verloren", schwärmt Buschmann und zückt den Mitgliedsausweis des internationalen G-Clubs. "Nummer 36, also ein Fan der ersten Stunde!" Warum er das Auto mag? "Weil man damit überall perfekt angezogen ist: Egal ob vor dem Hotel oder der Jagdhütte. Weil die G-Klasse fast schon Understatement ist. Und weil man einfach leichter einsteigen kann als in einen SLR", fasst Buschmann zusammen.

"Die Fangemeinde ist riesig"

Natürlich spürt auch Brabus die Wirtschaftsflaute und muss lernen, dass russische Oligarchen oder arabische Scheichs die Millionen nicht mehr ganz so leichtfertig ausgeben. Doch zumindest am G-Modell scheint die Krise fast spurlos vorüber zu gehen. "Die Fangemeinde ist riesig und die Faszination ungebrochen", behauptet Buschmann. "Zehn Autos pro Jahr", das ist die Größenordnung, mit der Buschmann kalkuliert. Wenn es nach dem Privat- und nicht nach dem Geschäftsmann Buschmann ginge, dürfte es gerne ein Wagen weniger sein. Denn am liebsten fährt er den Wagen selbst. Vier Fahrzeuge wurden bereits gebaut, doch der Chef konnte sie praktisch kaum nutzen. "Kaum war ein Auto fertig, war es auch schon verkauft."

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