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Blue Zero: Mercedes-Benz B-Klasse bekommt Elektroantrieb

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Mercedes Blue Zero  

Stromschlag für den Kompakten

15.07.2009, 12:02 Uhr | Tom Grünweg

Mercedes Blue Zero (Foto: Daimler)Mercedes Blue Zero (Foto: Daimler) Bislang war die B-Klasse eine Art Altherrenmodell von Mercedes. Doch das jetzt vorgestellte Modell Blue Zero verspricht für die Zukunft ein deutlich flotteres Design - und einen fortschrittlichen Antrieb. Der bislang einzige Prototyp verfügt über einen Elektromotor.#



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A- und B-Klasse lockt nur ältere Kunden an

Ursprünglich waren die Mercedes-Modelle A- und B-Klasse als jugendliche Einstiegsautos geplant. Nun gibt es zwar einige jüngere Leute, die sich ein Baby aus der Benz-Flotte leisten. Doch der üppige Preis und mehr noch das wenig inspirierte Design locken eher andere Kundengruppen an. Nicht Blondinen, sondern überwiegend Silberlocken sitzen hinterm Steuer. Dank der hohen Sitzposition, des komfortablen Einstiegs und der guten Übersicht sind die Modelle zu den Lieblingsautos gut situierter Senioren geworden.#

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Neue B-Klasse soll cooler werden

Mercedes schätzt diese Kundschaft - doch andererseits würden die Stuttgarter gerne etwas peppigere Autos haben, die auch eine jüngere Klientel ansprechen. Etwa ein Modell wie das im Januar in Detroit präsentierte Showcar Blue Zero. Eine cool ausschauende B-Klasse, und zwar eine mit Elektroantrieb. Bislang konnte man dieses Auto nur Anschauen, doch nun war Spiegel Online damit zum ersten Mal auf der Straße.#

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Blue Zero fährt wie ein normales Auto

Im Gegensatz zu vielen anderen Studien lässt sich der Mercedes Blue Zero bedienen und fahren wie ein normales Auto. Einzig die Instrumente sind ein wenig bunter, während in der Mittelkonsole die Schaltzentrale aus der Großserie sitzt. Zündschlüssel, Lenkstockhebel, Fensterheber wiederum sind neu, doch im Grunde wirkt der Blue Zero innen bekannt und vertraut. "Genau das war unsere Absicht", sagt Uwe Skrzypek, der im Prototypenbau für die Montage des Einzelstücks verantwortete. "Auf der einen Seite wollen wir Aufmerksamkeit erzeugen, auf der anderen Seite Seriennähe zum Ausdruck bringen." Bekannte Elemente sollen seriös wirken und die Vision näher an die Wirklichkeit rücken. Andererseits weckt der giftgrüne Stromliniengleiter reichlich Aufmerksamkeit - erst recht, wenn man mit dem Auto unterwegs ist.#

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Öko-Details an der Studie

Während die dynamische Silhouette den Wagen optisch jünger macht, und die aufwändig gestalteten LED-Scheinwerfer futuristisch anmuten, gibt es auch viele Details, die auf das umweltfreundliche Potenzial des Wagens hinweisen. Phosphorisierende Kunststoffscheiben zwischen den Speichen der Aluräder etwa drücken den Luftwiderstand, zudem sind die hinteren Radhäuser halb geschlossen; und die Türgriffe falten sich erst nach einer Berührung aus der Karosserie. Das Thema Leichtbau symbolisieren die sichtbaren Träger unter den milchig-transparenten Kunststoffoberflächen. Doch "tatsächlich wiegt die Studie rund 1,9 Tonnen", räumt Projektleiter Skrzypek ein.

136 E-PS und 200 Kilometer Reichweite

Beinahe nebensächlich und selbstverständlich wirkt die Antriebstechnik. Auch wenn bislang kaum ein Elektroauto zu kaufen ist, sind inzwischen fast alle Studien mit Strom unterwegs. Und wer häufiger solche Modelle fährt, ist auch schon an das gewaltige Drehmoment und die gespenstische Stille beim Anfahren gewöhnt. Dass auch der Blue Zero flüsterleise lossurrt und vom 136 PS starken Elektromotor bis auf Tempo 150 km/h beschleunigt wird, ist deshalb wenig spektakulär. Der Stromvorrat an Bord reicht übrigens für 200 Kilometer.

Sandwichboden macht Platz für Antriebstechnik

Ingenieur Skrzypek nennt den Elektroantrieb "eine leichte Übung". Der nämlich stamme aus der B-Klasse mit Brennstoffzellenantrieb und sei gründlich erprobt. Einziger Unterschied: Der Blue Zero hat Batterien statt Brennstoffzelle und Wasserstofftank an Bord. Für die Insassen jedoch macht das keinen Unterschied, denn die Antriebstechnik bekommen sie gar nicht zu Gesicht. Die sitzt nämlich im Sandwichboden. Das ungewöhnliche Konstruktionsprinzip der B-Klasse mit zwei Bodenplatten treibt zwar die Kosten in die Höhe, ergibt aber andererseits einen Hohlraum, in dem technische Komponenten untergebracht werden können. Einschränkungen bei Sitzkomfort oder Kofferraumvolumen gibt es daher nicht.

Keine Auskunft zur Zukunft der Studie

Während Skrzypek von den Vorzügen des Konzepts stundenlang schwärmen könnte und auch über die Schwierigkeiten des 50-Mann-Teams beim neun Monate währenden Bau der Studie berichtet, wird er Ingenieur bei der Frage nach den konkreten Aussichten für die Studie einsilbig. "Technisch gibt es an diesem Fahrzeug nichts, was man nicht umsetzen könnte", mehr als diesen vagen Satz sagt er nicht dazu. Fest steht immerhin, dass Mercedes bereits im kommenden Jahr neben dem Minimobil Smart auch die A- oder B-Klasse elektrifizieren möchte. Und im Jahr darauf steht voraussichtlich der Modellwechsel in beiden Baureihen an. Dann wäre es eigentlich an der Zeit, nicht nur eine neue Karosserie, sondern auch ein neues Antriebskonzept in Serie zu bringen.

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