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VW Golf GTI gegen VW Golf GTD im Autotest

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Volkswagen  

Golf GTI vs. Golf GTD - zweieiige Zwillinge

21.09.2009, 08:14 Uhr | auto-medienportal.net

VW Golf GTD (Foto: Volkswagen)VW Golf GTD (Foto: Volkswagen) Äußerlich sind sie sich ähnlich, wie aus dem Gesicht geschnitten – der Volkswagen Golf GTI und sein Diesel-Bruder GTD. Nur bei den Rädern und beim typischen Zierrat finden sich Unterschiede. Der GTI zeigt durch die polierten Leichtmetallfelgen mit großen kreisrunden Öffnungen jedem seine rot lackierten Bremssättel, wo der GTD mit seinen Speichenfelgen sich eher zurückhält. Der GTI zeigt die typischen roten Querstreben oben und unten im Kühlergrill, während der GTD sich dort mit Chromleisten begnügt.#

Foto-Show VW Golf GTD
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Kaum Unterschiede im Inneren

Auch im Innenleben unterschieden sich die beiden Dreitürer, die wir jetzt fuhren, nur durch die roten Steppnähte im GTI. Der GTD muss sich mit Hellgrau bescheiden. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden GT steckt also nicht in den Äußerlichkeiten, sondern unter der Motorhaube.

170 gegen 210 PS

Im GTI schafft ein Vierzylinder-Turbo-Benziner mit zwei Litern Hubraum und einem maximalen Drehmoment von 280 Newtonmetern zwischen 1700 und 5200 Umdrehungen pro Minute 210 PS. Beim ebenfalls turbogetriebenem GTD sind es 170 PS und 350 Newtonmeter zwischen 1750 und 2500 Umdrehungen.

Technische Daten Power-Golfs

Name/Motor

PS

NM

Vmax

0-100 km/h

Verbrauch

CO2

Preis

GTD 2,0 TDI

170

350

222 km/h

8,1s

5,3 l

139 g

27.475 €

GTI 2,0 TSI

210

280

240 km/h

6,9 s

7,3 l

170 g

26.650 €

1,4 TSI

160

240

220 km/h

8,0 s

6,3 l

145 g

22.450 €

2,0 TDI

140

320

209 km/h

9,3 s

4,9 l

129 g

24.350 €


GTI hat die Nase beim Spurt vorn

Der Diesel wiegt nur rund 20 Kilogramm mehr als der Benziner. So können die beiden Motoren ihre unterschiedlichen Temperamente voll entfalten. Immerhin schafft der GTD die 100-km/h-Marke schon nach 8,1 Sekunden, doch der GTI unterbietet ihn mit 6,9 Sekunden immerhin um 1,2 Sekunden, einerlei ob mit der Sechs-Gang-Handschaltung der Serienausstattung oder mit dem Sechs-Gang-DSG. Doch beide beeindrucken mit ihrem Vorwärtsdrang.

GTI kaum unter zehn Liter zu bekommen

Beim Verbrauch wird der GTI gern auch mal zweistellig. Sein Durchschnittsverbrauch nach EU-Norm wird 7,4 Litern für die DSG-Variante, wie wir sie fuhren, angegeben. In der Praxis sahen wir aber auch schon mal die elf oder sogar die zwölf vor dem Komma.

GTD deutlich sparsamer

Der Bruder GTD gibt sich deutlich zurückhaltender, wie schon der Blick auf den Normverbrauch zeigt. Im Schnitt soll unser handgeschalteter GTD mit 5,3 Litern auskommen. Wir haben aber auch schon 4,7 Liter gemessen und lagen im Schnitt zwischen sieben und acht Litern Diesel. Die 100 Kilometer im GTD kosten also beim Treibstoff zwischen vier und fünf Euro weniger als im GTI:

Top-Speed bei beiden mehr als ausreichend

Dafür schafft der GTI eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h, bei hoher Luftdichte auch schon mal mehr. Der GTD zieht "nur“ bis gut 220 km/h davon. Beide haben offenbar Spaß am Spurt. Der GTI dreht mit dem DSG spontan und mühelos bis über 200 km/h durch. Erst danach flacht die Beschleunigung ab. Mit unserem handgeschalteten GTD erlebten wir ein vergleichbares Vergnügen. Die Schaltung lässt sich so leicht und exakt führen, dass es eine Freude ist

Direkte Lenkung überzeugt

Die direkte Lenkung steigert die Freude noch. Mit dem unten abgeflachten Leder-Multifunktionslenkrad lassen sich Kurven präzise angehen, und das ohne Einflüsse des Motors auf die Lenkung, dank der Sperre an der Vorderachse. Dass Fahrer und Beifahrer sich dabei wohlfühlen, verdanken sie den Sportsitzen mit hervorragendem Seitenhalt und auch dem Ambiente des Innenraums.

Gute Verarbeitung

Alles wirkt edel, gut verarbeitet und sportlich; alles sitzt am rechten Platz. Mit dem Klappsystem der Vordersitze (Easy Entry) kommen auch die Hinterbänkler gut auf ihren Platz. Wem das zu umständlich ist, dem bietet VW ab 765 ein zusätzliches Paar Türen an, was GTI-Fans wahrscheinlich weit von sich weisen werden. Ein echter GTI hat drei Türen. Beim GTD mag man die Sache schon anders beurteilen.

Verschiedene Fahrwerkeinstellungen

Natürlich federn die sportlichen Golf ein wenig härter als die zivileren Kollegen, die 15 Millimeter mehr Federwein anbieten. Doch sind beide keineswegs harte Schlaglochsuchgeräte; der Fahrkomfort bleibt erstaunlich hoch. Wer es gern selbst in der Hand hat, kann für 945 Euro die adaptive Fahrwerksregelung DCC bestellen und dann zwischen "Sport“-, "Comfort“- oder "Normal“-Einstellung wählen. So ist man für Gleiten und fürs sportliche Fahren gut gerüstet.

Diesel mit extra Motorsound

Ein dickes Kompliment muss man den Akustikern in Wolfsburg aussprechen. Der Diesel klingt nicht wie ein Selbstzünder, sondern verbreitet vom Auspuff her einen Klang, der zur Motorleistung passt. Noch beeindruckender klingt der Benziner. Es ist schon erstaunlich, welch kernig-sportliches Geräusch man einem Zwei-Liter-Motor entlocken kann.

Für jeden etwas dabei

Fahrspaß verbreiten beide, der GTI wie der GTD. Und dennoch zeigen sie unterschiedlichen Charakter. Der GTI wirkt extrovertierter, der GTD zurückhaltender. Der GTD kann schnell sein, der GTI will; der GTI eignet sich eher für die Brautschau, der GTD für die junge Familie. In unserem Fall zeigten die beiden zweieiigen Zwillinge das auch über ihre Farben. Der GTD stand im dezenten, eleganten Stahlblau auf dem Hof, der GTI im klassischen Tornadorot.

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