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Auto-Ratgeber: Frostgefahr bei Wasser im Diesel-Tank

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Auto-Ratgeber  

Frostgefahr bei Wasser im Diesel-Tank

13.01.2010, 16:02 Uhr | mid, t-online.de

Nächte mit sibirischen Temperaturen waren früher ein Albtraum für die Fahrer von Dieselfahrzeugen. Durch Winterdiesel können die meisten Fahrer inzwischen kalten Nächten gelassen entgegensehen. Ganz ohne Risiken ist der Winter nicht: Wasserablagerungen im Kraftstofffilter können in seltenen Fällen für diese Autos zum Problem werden. Und bei extremen Temperaturen macht auch der Winterdiesel schlapp.

Kein Kraftstoff-Nachschub für den Motor

Gelangt das Wasser bis in den Filter, friert es dort bei starken Minusgraden fest und behindert die Kraftstoffzufuhr. Im Extremfall erhält der Motor überhaupt keinen Dieselnachschub mehr. Besonders betroffen sind selten bewegte Fahrzeuge, vor allem wenn der Tank während der Standzeit nur wenig gefüllt ist.

Auto vorsichtig auftauen

Abhilfe schafft hier das vorsichtige Auftauen des Fahrzeugs, am besten in einer beheizten Garage. Keinesfalls sollte zum Bunsenbrenner oder Heizstrahler gegriffen werden; dabei droht Brandgefahr. Vorgebeugt werden kann dem Einfrieren des Filters durch den regelmäßigen Wechsel nach Herstellervorgaben. Auch die Entwässerung des Kraftstoffsystems kann sinnvoll sein.

Vorsicht vor Sommerdiesel in Ersatzkanistern

Das behutsame Auftauen des Fahrzeugs hilft auch dann, wenn der Fahrer im Winter keinen Winterdiesel im Tank hat und die Kraftstoffleitung wegen Frost verstopft sind. Das kann passieren, wenn Sommerdiesel aus Ersatzkanistern zum Einsatz kommt und durch die Kälte versulzt. Schon bei Minus-Temperaturen, die unter zehn Grad liegen, können sich bei diesem Kraftstoff winzige Paraffinkristalle bilden. Diese wachsartigen Flocken schwimmen im Tank zum Filter und verkleben seine Poren.

Winterdiesel hält bis Minus 22 Grad

Hat der Fahrer den Wagen den "Sprit" wieder aufgetaut, gehört sofort Winterdiesel in den Tank. Damit ist der Wagen auf jeden Fall bis Minus 22 Grad geschützt. Bei extremen Temperaturen darunter versagt auch dieser Kraftstoff. Auf Nummer Sicher geht, wer vorsorglich einen Kraftstoffzusatz in den Tank seines Autos füllt. Derartige Produkte sollen den Kraftstoff bis minus 31 Grad wintersicher machen. Wichtig: Das Additiv muss unbedingt vor dem Versulzen eingefüllt werden, dann kann die Fahrt selbst im polaren Temperaturbereich geschützt losgehen.

Mehr Informationen zu dem Thema finden Sie im Ratgeber: Tanken

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