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Crashtest  

Frontal-Crash: Gefährliche Falle für kleine Autofahrer

03.05.2010, 13:56 Uhr | mid, mid

Crashtest: Frontal-Crash gefährliche Falle für kleine Autofahrer. Frontal-Crash: Höheres Risiko für kleine Fahrer

Frontal-Crash: Höheres Risiko für kleine Fahrer (Quelle: imago)

Crashtests zeigen: Kleine Autofahrer haben nach Untersuchungen der Unfallforschung der Versicherer (UDV) ein höheres Risiko, bei einem Frontalaufprall schwer verletzt zu werden. Der Grund: Die Betroffenen sitzen viel zu nah am Armaturenbrett und können bei Unfällen schwere Beinverletzungen erleiden. Vor allem Frauen sind damit einem erhöhten Risiko ausgesetzt, da sie im Durchschnitt kleiner als Männer sind.

Unfallstatistiken belegen Risiken für kleine Fahrer

Auf die Spur dieses höheren Unfallrisikos bei kleinen Fahrern sind die Forscher durch eine Sonderstudie zu extrem verletzten Unfallopfern gekommen. Frauen waren dort deutlich überrepräsentiert. Eine Recherche in der Unfalldatenbank der Versicherer hat gezeigt, dass bei Unfällen mit heftigem Frontalaufprall der Anteil der schweren Verletzungen bei weiblichen Fahrern um 50 Prozent über dem der männlichen liegt.

Crashtest: Kleine Dummys erreichen Gaspedal nicht

"Unsere These haben wir jetzt mit zwei Crashtests erhärtet", sagte Siegfried Brockmann, Leiter Unfallforschung der Versicherer (UDV). Bei den Tests fuhren zwei Kleinwagen mit 50 km/h gegen eine starre Stufenbarriere. Beim ersten Test wurde ein 1,50 Meter großer Dummy als Fahrer so im Auto positioniert, wie es aus Sicht der Unfallforscher wünschenswert wäre. Da der Dummy in dieser Position aber nicht die Pedale erreicht, wurde für den Versuch eine Pedalverlängerung montiert.

Viel höhere Kräfte am Oberschenkel

Im zweiten Test wurde der Dummy so platziert, wie es in der Praxis notwendig wäre, um die Pedale zu erreichen, also recht nahe am Lenkrad. Ergebnis der Tests: Da es in der vorderen - also in der Realität einzig möglichen - Sitzposition zum intensiven Knieanprall an der Instrumententafel kommt, steigen die Oberschenkel-Kräfte gegenüber der optimalen Position bis zum Fünffachen an.

Weg vom Cockpit

Um die Folgen eines Frontal-Crashs zu mindern, sollten sich die Betroffenen deshalb so weit weg wie möglich vom Cockpit positionieren. Notfalls ist sogar an einen Wechsel des Fahrzeugs zu denken. Die Forscher der UDV fordern nun eine bessere Ergonomiestudie für kleine Fahrer und wollen dann ihre Erkenntnisse der Autoindustrie vorlegen.

Neuer Crashtest gefordert

Hilfreich könnten verstellbare Pedale, besser einstellbare Lenkräder oder Knieairbags sein. Außerdem soll der Test mit kleinen Dummys künftig auch in Deutschland Standard werden. In den USA müssen die Hersteller bereits in einem Crashtest für kleine Fahrer die Ungefährlichkeit ihrer Modelle beweisen.

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