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Der Heckantrieb beim Automobil

21.05.2010, 13:57 Uhr | A-038679

Drei verschiedene Möglichkeiten des Heckantriebs

Allgemein gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, um einen Heckantrieb zu realisieren: Zum einen gibt es die Möglichkeit bei Fahrzeugen, deren Motor und Getriebe im Bereich der Vorderachse angebracht sind, den Heckantrieb mit Hilfe einer Kardanwelle zu realisieren. Eine andere Möglichkeit bei Fahrzeugen mit Frontmotor stellt das sogenannte "Transaxle-Konzept" dar, wobei der Motor als Frontmotor ausgelegt ist und das Getriebe an der Hinterachse sitzt. Verbunden werden die beiden Komponenten durch ein flexibles Rohr aus Aluminium oder auch Carbon. Dieses Konzept hat den Vorteil einer idealen Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Die dritte Möglichkeit ist bei Sportwagen die am häufigsten verwendete Variante, um einen Heckantrieb zu realisieren: Man ordnet den Motor und das Getriebe einfach im hinteren Bereich des Fahrzeuges an, entweder als Heck-Mittelmotor oder als reinen Heckmotor. Dies hat den Vorteil, dass auf der Hinterachse immer ideale Traktion garantiert ist. Jedoch muss man dafür ein mitunter recht starkes Übersteuern in Kauf nehmen, also die Tendenz des Fahrzeuges, schlagartig und unangekündigt mit dem Heck auszubrechen.

Technisch schwieriger als Frontantrieb

Der Heckantrieb ist zwar technisch bei einem Fahrzeug mit Frontmotor bedeutend schwieriger als ein Frontantrieb zu realisieren, jedoch bietet er einige Vorteile gegenüber dem Frontantrieb, weswegen dieses Antriebskonzept vor allem bei Premiumfahrzeugen und Sportwagen verwendet wird.

Vorteile des Heckantriebs

Welche Vorteile hat nun aber ein Heckantrieb gegenüber dem klassischen Frontantrieb? Beim Beschleunigungsvorgang eines Automobils entsteht eine sogenannte dynamische Achslastverteilung, welche jeder Autofahrer bestimmt schon einmal gesehen hat: Das Fahrzeug stellt sich an der Vorderachse leicht auf und federt an der Hinterachse stärker ein. Dies bedeutet jedoch gleichzeitig, dass die Reibungsbeiwerte der Reifen an der Vorderachse geringer werden, währenddessen an der Hinterachse höhere Kräfte übertragen werden. Dadurch erklärt sich der Vorteil des Heckantriebs gegenüber dem Frontantrieb: Durch die dynamische Achslastverteilung ist es sinnvoll die Antriebskräfte an die Hinterachse zu übertragen, da man dadurch bessere Beschleunigungswerte erzielt.

Weitere Begriffe rund um das Auto finden Sie im Auto-Lexikon.

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