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Vielseitig verwendbarer Kunststoff: GFK

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Vielseitig verwendbarer Kunststoff: GFK

26.05.2010, 13:05 Uhr | rhi

GFK ist die Abkürzung für Glasfaserverstärkten Kunststoff. Das heißt, es ist im Prinzip ein Verbundstoff aus Glasfasermatten oder Bändern und Kunstharz. Als Kunststoffe finden Polyester-, Polyamid- oder Epoxidharz Verwendung. Umgangssprachlich wird GFK auch als Fiberglas bezeichnet, einer Ableitung aus dem englischen Wort für Glasfaser: fiberglass.

Ursprünge des GFK

Ein Pionier im Einsatz glasfaserverstärkter Kunststoffe war der Weitnauer Bootsbauer Klaus Schneeberger, der mit der "Koralle" die erste Segeljolle mit einem Komplettrumpf aus dem Verbundmaterial auf den Markt brachte. Schon 1957 flog in Stuttgart mit der Phoenix das erste Segelflugzeug, das komplett aus Balsaholz und glasfaserverstärktem Kunststoff gebaut war.

Eigenschaften von GFK

Glasfaserverstärkte Kunststoffe sind relativ kostengünstige und leichte Kunststoffe, die hohen mechanischen Belastungen standhalten. Sie sind sehr witterungsbeständig und korrosionsfest, verfügen über eine gute Elastizität. Ein großer Vorteil des Materials besteht darin, dass Risse, Dellen oder sogar Löcher durch erneutes Auftragen von Kunstharz und Glasfasermatten problemlos repariert werden können. Nach Aushärten des Kunststoffs kann die Oberfläche geschliffen und lackiert werden. Beim Schleifen sind allerdings gute Atemschutzvorkehrungen zu treffen, weil die Glasfasern im Schleifstaub äußerst gesundheitsschädlich sind.

Anwendungsbereiche von glasfaserverstärkten Kunststoffen

GFK wird in einer fast unüberschaubaren Anzahl von Bereichen für die Herstellung von Formteilen genutzt. Das im Verhältnis zur mechanischen Belastbarkeit geringe Gewicht machte das Material schon früh für den Einsatz im Flugzeugbau interessant. Die hohe Korrosionsfestigkeit und Anpassungsfähigkeit an praktisch jede Form lassen Anwendungen im Behälterbau zu, so etwa als Regenwasserzisterne. Auch im Schiffsbau, Rohrleitungsbau, für Windkraftanlagen oder beim Bau von Brücken sind die Materialeigenschaften der glasfaserverstärkten Kunststoffe sehr interessant. Der Fahrzeugbau verwendet den Verbundkunststoff deshalb nicht nur für Karosserieteile, sondern auch für konstruktive Bauteile, wie etwa Blattfedern. Im Alltag kennt man GFK von Surfbrettern und Masten, Bade- oder Duschwannen und kompletten Sanitäreinheiten (Dixi-Klo). Ganz besonders gefragt sind glasfaserverstärkte Kunststoffe wegen ihre vielseitigen Einsetzbarkeit auch im Wohnwagen- und Wohnmobilbau.

Weitere Begriffe rund um das Auto finden Sie im Auto-Lexikon.

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