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Wegfahrsperre: Mechanische oder elektronische Lenkradsperren

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Mechanische oder elektronische Lenkradsperren

26.05.2010, 13:38 Uhr | A-028560

Lenkradsperren an Kraftfahrzeugen dienen zum Schutz vor einer unerlaubten Inbetriebnahme und Entfernung des Fahrzeuges. Um dies zu verhindern, wird das Lenkrad mit einer mechanischen oder elektronischen Wegfahrsperre ausgestattet, die bei allen nach 1998 in Deutschland zugelassenen Fahrzeugen serienmäßig integriert sein muss.

Lenkradsperren als Zulassungsvoraussetzung

Geregelt wird dies durch § 38a StVZO, der zumindest die einfachste Form der mechanischen Lenkradsperre zu einer Voraussetzung für die TÜV-Reife macht. Sie wird mit Abziehen des Zündschlüssels bei eingeschlagenen Vorderrädern durch den befugten Fahrer automatisch wirksam: Hierdurch wird ein mit dem Zündschloss verbundener Bolzen in einer hierfür vorgesehene Nut in der Lenksäule arretiert. Im Ergebnis würde das Kraftfahrzeug auch bei einem Kurzschließen des Motors lediglich im Kreis fahren können. Mit der Drehung des Schlüssels wird gleichzeitig auch der Bolzen entfernt; das Fahrzeug kann wieder frei gelenkt werden.

Die elektronische Lenkradsperre und ihre Tücken

Die neuere Generation der Lenkradsperre basiert dem entgegen auf einem elektronischen Prinzip und wird daher mit ELV (Elektronische Lenkradverriegelung) abgekürzt. Seit 1995 ist sie Grundvoraussetzung für die Fahrzeugzulassung. Elektronische Lenkradverriegelungen sind je nach Fahrzeugtyp mehr oder weniger anfällig für Fehlfunktionen und unerwünschte Blockaden, die dem Fahrer über sein Display angezeigt werden und zu einem völligen Startausfall führen können. Dabei kann es sich durchaus um Serienfehler handeln. Bei häufigem Auftreten ist eine Vorstellung des Fahrzeugs beim Händler vor Eigenreparatur deshalb sinnvoll; die Lösung liegt entweder in einem kompletten Austausch der Lenksäule oder einer Neuaufsetzung der steuernden Software.

Zusätzlicher Schutz durch Lenkradkrallen

Die bereits ab Werk integrierten Lenkradsperren können vom Autohalter noch durch eine sogenannte Lenkradkralle ergänzt werden; diese wird mit dem Lenkrad und einem Pedal des Fahrzeugs verbunden und abgeschlossen. Ist sie aktiviert, kann das Lenkrad nicht mehr komplett betätigt (Drehverhinderung) und deshalb auch nicht voll eingeschlagen werden. Lenkradkrallen halten Diebe aber selten ab, da sie leicht zu knacken sind. Dies nimmt allerdings Zeit in Anspruch, und agiert deshalb als Abschreckung.

Weitere Begriffe rund um das Auto finden Sie im Auto-Lexikon.

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