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Blinkgeber – ein taktvoller Evergreen

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Blinkgeber – ein taktvoller Evergreen

26.05.2010, 15:19 Uhr | Wartburg

Historisch betrachtet ist der Blinkgeber eines der ältesten Bauteile an einem Fahrzeug. Seine lange Erfolgsgeschichte beruht aber auch auf der Tatsache, dass der Blinkgeber im Laufe der Jahrzehnte immer wieder neu erfunden und verbessert wurde. Blinkgeber finden sich auch in verschiedenen Haushaltsgeräten (Waschmaschinen, Druckern usw.), um dort durch Blinken bestimmte Funktionsstörungen anzuzeigen, zu Hause ist der Begriff aber im Fahrzeugsektor.

Aufgabe und Grundfunktion des Blinkgebers

Wie bei vielen Fahrzeugkomponenten, so bezeichnet auch beim Blinkgeber der Name gleich die Aufgabe. Beim Betätigen des Blinkschalters werden die vorderen und hinteren Blickleuchten (offiziell = Fahrtrichtungsanzeiger) in regelmäßigen Intervallen aktiviert. Dabei wechseln sich die äußeren Blinker mit der Kontrollleuchte auf dem Armaturenbrett des Wagens ab, damit der Fahrer die Funktion optisch überprüfen kann.

Entwicklungsgeschichte des Blinkgebers

Der Takt der ersten Blinkgeber wurde noch mittels eines Hitzedrahtes erzeugt. Dabei wurde an einen so genannten Bimetallstreifen eine Spannung angelegt, bis der Streifen sich durch Erwärmung leicht verbog und dabei bestimmte Kontakte auslöste oder trennte. Sehr weit verbreitet waren auch die Blinkgeber, bei denen der Takt mittels eines Schaltrelais realisiert wurde. Spule und Magnet hatten dabei die gleiche Aufgabe, waren bei der Arbeit aber wesentlich deutlicher zu hören. Das rhythmische Klicken der Relais ist seitdem ein wichtiges Merkmal der Blinkgeber. Spätere Ausführungen hatten dann keinerlei mechanische Komponenten mehr und arbeiteten ausschließlich mit elektronischen Bauteilen. In den 90er Jahren verschwanden die Blinkgeber als separates Bauteil aus den Neuwagen. Die modernen Modelle verfügten über so genannte Steuergeräte, die gleich mehrere elektrische Aufgaben übernahmen. Dazu gehört neben der Taktfrequenz für Scheibenwischer oder der Warnung vor vergessenen Verbrauchern beim Abschließen auch der Blinkgeber.

Geräusch wird simuliert

Seitdem es keine mechanischen Bauteile mehr gibt, die beim Blinken ein regelmäßiges Klacken erzeugen können, waren zahlreiche Autofahrer sehr verunsichert, weil sie das Blinkgeräusch bis dato als akustische Funktionskontrolle wahrgenommen haben und selbst die Zahl der Unfälle soll sich deswegen erhöht haben. Daher haben sich die Hersteller dafür entschieden, das gewohnte Blink-Geräusch mittels eines kleinen Lautsprechers zu simulieren.

Weitere Begriffe rund um das Auto finden Sie im Auto-Lexikon.

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